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Fahrschule - Fahrtenbuch - keine privat - Fahrt

11.02.2021 23:58 |
Preis: 65,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

bisher hatte ich 2 Steuerbüros und jedes gab mir andere Anweisungen zum Thema Fahrtenuch.

Ich bin Inhaber einer Fahrschule.

Insgesamt habe ich 4 Fahrlehrer
4 Schaltwagen und 1 Automatikwagen

Ich selbst führe ein Fahrtenbuch da ich keinen privaten PKW mehr habe und den Firmenwagen auch schon mal privat nutze.

Meine Fahrlehrer dürfen das Auto nicht für Privatfahrten nutzen, dies steht auch so im Arbeitsvertrag.
Sie dürfen lediglich von zu Hause zum ersten Schüler fahren, der erste Schüler ist ja keine erste Arbeitsstätte, das ist ja der Kunde und es ist jeden Tag ein anderer.

Da die Privatfahrt ausgeschlossen ist und es keine erste Tätigkeitsstätte gibt, gehe ich davon aus, dass kein Fahrtenbuch geführt werden muss.

Steuerbüro 1 sagt, es muss ein Fahrtenbuch geführt werden und die Fahrt zum erstdn Schüler versteuert werden
Steuerbüro 3 sagt es muss ein Fahrtenuch geführt werden und die Fahrt zum ersten Schüler nicht versteuert werden.

Ich sehe folgendes Problem, ein Fahrtenuch muss ordentlich geführt werden, sollte nur ein Eintrag falsch sein, wird ggf auf 1% umgestellt, obwohl die Autos nicht privat genutzt werden dürfen.

Muss ich für das Automatik Kfz das alle nutzen und alle Fahrschulwagen ohne Privatnutzung ein Fahrtenuch führen?

Vielen lieben Dank.


Einsatz editiert am 12.02.2021 18:18:45

13.02.2021 | 01:49

Antwort

von


(225)
Rossmarkt 194
86899 Landsberg
Tel: 08191/3020
Web: http://www.kanzlei-am-rossmarkt.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Lösung liegt m.E. in der analogen Anwendungen der Regelungen für Außendienstmitarbeiter

1) geldwerter Vorteil

Arbeitgeber können im Rahmen ihres Direktionsrechts bestimmen, wo seine Außendienst-MA ihre Tätigkeit beginnen.

Besteht für die AN eine feste betriebliche Einrichtung (Büro, Lager, Niederlassung usw.) oder ist ein sonstiger Ort als erste Tätigkeitsstätte vorgegeben, ist für die Nutzung des Dienstwagens die 1%-Regelung anzuwenden.

Dann haben die AN für den Dienstwagen den geldwerten Vorteil für die direkten Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte zu versteuern.

Werden dienstliche Fahrten zur oder von der Wohnung bzw. ersten Tätigkeitsstätte mit anderen Zielen kombiniert, können bereits Dienstreisen vorliegen.

Fehlt eine Bestimmung der ersten Tätigkeitsstätte und sollen AN nicht mindestens an 2Arbeitstagen pro Woche bzw. 1/3 der regelmäßigen Arbeitszeit an betrieblichen Einrichtungen tätig werden (§ 9 Abs. I. S. 4 EStG), haben sie keine erste Tätigkeitsstätte und sind immer auf Dienstreise.

Das ist bei Ihren Fahrlehrern gegeben, es sei denn, die Abholorte der Schüler sind festgelegt und örtlich vorgegeben.

2. Fahrtenbuch

Außendienst-MA können für das ganze Kalenderjahr ein Fahrtenbuch führen, um dienstlich veranlasste Fahrten belegen zu können, damit der geldwerte Vorteil für ihre privaten Fahrten und die Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte anteilig anhand der Kosten des Fahrzeugs ermitteln werden kann (§ 8 Abs. II S. 4 EStG).

Die Notwendigkeit entfällt aber, wenn sie stets auf Dienstreise sind, und der PKW niemals privat genutzt werden darf.

Dann müssen sie die Fahrten von der Wohnung auch nicht versteuern, d.h.
Kein Fahrtenbuch, keine Steuer.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Helge Müller-Roden
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 13.02.2021 | 08:04

Vielen Dank für die Antwort.

Dies dachte ich mir schon, dann darf das FA also gar keine Fahrtenbücher verlangen.

Wie sieht es mit dem Automatik - Fahrzeug aus mit dem jeder Fahrlehrer - auch ich, Schülern Automatik Fahrstunden gibt?

Das Fahrzeug ist keinem Fahrlehrer zugeordnet, es darf und wird auch nicht privat genutzt.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 13.02.2021 | 08:38

Das Fahrtenbuch zur Ermittlung des privaten Anteils der Fahrzeugkosten ist bei einem reinen Dienstfahrzeug nicht erforderlich und kann vom FA nicht verlangt werden.

Ausnahme: Es besteht der Verdacht der Privatnutzung.

ANTWORT VON

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