Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Fahrradunfall unter Alkoholeinfluss

| 11.07.2016 13:45 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Guten Tag,

unter Alkoholeinfluss bin ich vorletzte Woche mit dem Fahrrad gestürzt (andere waren nicht am Unfall beteiligt). Aufgrund eines Schädel-Hirn-Traumas bin ich vom Notarzt ins Krankenhaus gebracht worden. Dort wurde mir auf Anordnung der Polizei eine Blutprobe entnommen, welche eine Bak. von 1,29 Promille ergab.
Nun ist mir der "Äußerungsbogen Beschuldigter" zugesendet worden und ich bin mir sehr unsicher, wie ich mit diesem umgehen soll.
Den Führerschein habe ich seit 1982 und bislang bin ich noch nie wegen derartiger Delikte aufgefallen.
Was empfehlen Sie mir?

Gruß und Dank für Info
11.07.2016 | 14:21

Antwort

von


(194)
Unnaer Str. 3
58636 Iserlohn
Tel: 02371/13000
Tel: 0172/5256958
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Frage, unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes, wie folgt.

Es ist in Ihrem Falle so, dass der Unfall als alkoholbedingte Ausfallerscheinung gewertet wird und deswegen ein Ermittlungsverfahren gegen Sie wegen Trunkenheit im Verkehr gem. § 316 StGB eingeleitet wurde.

Zunächst darf ich Ihnen mitteilen, dass Ihr Führerschein nicht in Gefahr ist. Die Entziehung der Fahrerlaubnis gem. §§ 69, 69a StGB kommt nur in Betracht, wenn Sie alkoholisiert ein KRAFTfahrzeug geführt haben, was ein Fahrrad naturgemäß nicht ist. Es handelt sich insoweit nur um ein Fahrzeug, so dass die Entziehung der Fahrerlaubnis durch das Gericht ausscheidet. Auch auf dem Verwaltungsweg dürfte entsprechendes nicht passieren, da Ihre BAK hierfür zu niedrig gewesen sein dürfte.

Grundsätzlich ist zu sagen, dass Sie nicht verpflichtet sind, Angaben zu machen. Im Hinblick auf die Gefahr einer Strafe wegen vorsätzlicher Trunkenheit, dies kann bei ungeschickten Angaben zu Trinkmenge und -zeit durchaus passieren, bietet es sich zunächst an, keine Angaben ohne vorherige anwaltliche Akteneinsicht zu machen. Sollten Sie eine Verkehrsrechtsschutzversicherung haben, bietet es sich an, einen Verteidiger mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen zu betrauen. Dieser kann bspw. im Hinblick auf die ausschließliche Eigengefährdung und Ihre erlittenen Verletzungen versuchen, eine Einstellung des Verfahrens, ggf. gegen Zahlung einer Geldbuße zu erreichen. Im Falle einer Verurteilung müssen Sie mit einer Geldstrafe von etwa 15-25 Tagessätzen (1 TS = Monatsnetto/30) rechnen.

Eine konkrete Verteidigungsstrategie lässt sich leider ohne Kenntnis der Ermittlungsakte nicht entwickeln, so dass Sie über die Hinzuziehung eines Verteidigers nachdenken sollten.

Zunächst sollten Sie also das Feld "ich möchte mich nicht äußern" und ggf. "mit der Einstellung des Verfahrens gegen eine Geldbuße bin ich einverstanden" ankreuzen. Letzteres dient übrigens nur der Vereinfachung und bedeutet nicht, dass dies auch so kommen muss. Die Entscheidung hierüber liegt im Ermessen der Staatsanwaltschaft.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben und stehe für Ergänzungen gerne im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Marc N. Wandt
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Strafrecht




Bewertung des Fragestellers 11.07.2016 | 19:06

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Stellungnahme vom Anwalt:
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Marc N. Wandt »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 11.07.2016
4,8/5,0

ANTWORT VON

(194)

Unnaer Str. 3
58636 Iserlohn
Tel: 02371/13000
Tel: 0172/5256958
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Straßenverkehrsrecht, Mietrecht, Vertragsrecht, Internationales Recht, Fachanwalt Strafrecht
Jetzt Frage stellen