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Fahrradunfall mit Schädelbruch - Schmerzensgeldklage?


26.09.2005 15:01 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht



Guten Tag,
auf dem Heimweg vom Feiern bin ich (Fahrradfahrerin) gegen eine geöffnete Taxitür gefahren, gestürzt und habe mir schwere Kopfverletzungen zugezogen. Die hinzugezogene Polizei stellte bei mir einen Blutalkoholwert von BAK 1,44 Prom. fest. Eine Zeugin sagte aus, die Taxitür sei bereits etwas geöffnet gewesen, als ich mit dem Fahhrad an das Taxi heranfuhr, dann wurde die Tür plötzlich vom Fahrer gänzlich geöffnet, so dass ich auf dem Fahrrad nicht mehr komplett ausweichen konnte, mit der rechten Seite des Lenkrads mit der Autotür zusammenstiess und stürzte.
In der Notfallambulanz des Krankenhauses diagnostizierte man bei mir einen Schädelbasisbruch, mehrere Schädelfrakturen, Einblutungen ins Gehirn und Platzwunden. Mein Gehör habe ich auf dem linken Ohr noch nicht vollständig wiedererlangt, ebenso sind mein Geruchs-/Geschmackssinn in Mitleidenschaft gezogen und zunächst nur sehr schwach vorhanden. Nach 10 Tagen Intensivstation/Krankenhausaufenthalt wurde ich entlassen, befinde mich jedoch noch in der Genesungsphase, ständiger ärztlicher Behandlung und bin bis auf weiteres krankgeschrieben. Meinen studentischen Aushilfsjob kann ich bis auf weiteres nicht wahrnehmen.

Im Polizeischreiben vom Ermittlungsverfahren gegen mich (wegen Trunkenheit im Straßenverkehr § 316 StGB und Ordnungswidrigkeiten § 1 u. 49 StVO) steht, dass ich "ggf. durch die zum Teil geöffnete Tür des Taxi die Gefahr (hätte) erkennen müssen", und dass ich gegen den Fahrer des Pkw-Taxi auf dem Beiblatt einen Strafantrag stellen kann.

Meine Fragen:
-Sollte ich einen Strafantrag gegen den Fahrer des Taxis stellen?
-Hätte ich Erfolgsaussichten im Falle einer Schmerzensgeldklage?
-Erklärung des Beschuldigten (im Polizeischreiben): "Wird das Verfahren nicht eingestellt, so bin ich mit der
Anwendung des Strafbefehlsverfahrens durch die Staatsanwaltschaft und das Gericht
einverstanden / nicht einverstanden. Was bedeutet das für mich?

Für Ihre Tätigkeit bedanke ich mich im voraus

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Sehr geehrte Ratsuchende,

ob Sie Strafantrag stellen, bleibt allein Ihnen überlassen und bleibt Ihrer Entscheidung überlassen, wie sehr Sie auf "Genugtuung" wegen der möglicherweise gegen Sie begangenen fahrläsigen Körperverletzung aus sind. Ansonsten entstehen Ihnen durch einen Strafantrag weder Vorteile, noch Nachteile.

Die konkrteten Erfolgsaussichten lassen sich aus der Ferne ohne genauere Kenntnisse des Sachverhaltes naturgemäß nicht abschließend beurteilen. Grundsätzlich haben Sie jedoch Anspruch auf Schadensersatz und ggf. auf Schmerzensgeld, wenn der Unfall auf Fahrlässigkeit oder Vorsatz des die Tür öffnenden Taxifahrers zurückzuführen ist. In diesem Falle läge juristisch betrachtet eine sog. unerlaubte Handlung vor, die zum Schadensersatz und ggf. Schmerzensgeld berechtigt.

Hierbei ist jedoch zu beachten, dass ein eigenes Mitverschulden angerechnet wird. Dies wird bei Ihnen höchstwahrscheinlich der Fall sein, da Sie stark alkoholisiert waren. Wenn sich im Rahmen einer Feststellung der Verschuldensbeiträge herausstellen würde, dass Sie ohne die Alkoholisierung den Unfall hätten vermeiden können, steigt Ihr Mitverschulden schlimmstenfalls auf 100 %, so dass Sie keine Ansprüche haben. Hier sollten Sie sicherlich einen Kollegen vor Ort aufsuchen, um dies abklären zu können.

Die von Ihnen zitierte Einverständniserklärung bedeutet, dass eine Verurteilung durch Strafbefehl erfolgen kann, also ohne mündliche Hauptverhandlung. Ob Sie dies wollen, bleibt Ihnen überlassen. Vorteil ist u. a., dass das Strafbefehlsverfahren für Sie billiger ist, als das "normale" Verfahren. Rechte schneidet es Ihnen nicht ab, da Sie gegen einen Strafbefehl, den Sie nicht für gerecht halten, Einspruch einlegen können und dann das "normale" Verfahren doch noch durchgeführt wird.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt
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