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Fahrradunfall mit PkW

18.05.2020 10:07 |
Preis: 48,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler


Sehr geehrte Damen und Herren,

gerne würde ich Ihre Rechtsberatung in folgendem Fall in Anspruch nehmen.
Unfallhergang:
Vor gut zwei Wochen fuhr ich (Fahrradfahrerin) mit meinem Fahrrad in eine Stichstraße (für Fahrradfahrer frei). Aus dieser Straße kam gleichzeitig ein Auto. Beim Abbiegen nach links habe ich leicht die Kurve geschnitten (= evtl. Missachtung des Rechtsfahrgebots). Zusätzlich war die Straße schlecht einzusehen, da diese mit Autos vollgeparkt war. Gleichzeitig fuhr ein Auto aus der Straße (mit überhöhter Geschwindigkeit, anhand der Bremsspuren zu sehen). Es kam zum Zusammenprall zw. Auto und mir sowie zu Sach- und leichten Personenschäden.
Die hinzugerufene Polizei hat den Unfall aufgenommen. Ebenso habe ich diesen an meine Unfallversicherung gemeldet (es handelt sich um einen Wegeunfall, da ich auf dem Rückweg von der Arbeit nach Hause war).
Frage:
Ich habe nun ein Schreiben von der Polizei bekommen mit der kurzen Angabe des Unfallhergangs aus meiner Sicht (In dem Schreiben steht, dass ich das Rechtsfahrgebot missachtet hätte und es daraufhin zum Unfall kam) sowie der Bitte, meine Personalien zu bestätigen und der Polizei das Schreiben zurückkommen zu lassen (mit evtl. Korrektur des Unfallhergangs).
Meine Fragen sind nun: 1. Kann es zum Gerichtsurteil kommen?; 2. Wie sieht die wahrscheinliche Schuldverteilung aus?; 3. Kann es sein, dass ich für alle Kosten des Unfalls aufkommen muss?; 4. Wie setze ich das Antwortschreiben auf (keine Aussage oder stattdessen genaue Schilderung des Unfallhergangs)?

Vielen Dank für Ihre Auskunft und freundliche Grüße

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Hier sollte vor Akteneinsicht, die durch einen auf das Verkehrsrecht spezialisierten Rechtsanwalt erfolgen sollte, keine inhaltliche Stellungnahme abgegeben werden – solange sollte die Aussage verweigert werden! Es ist wahrscheinlich, dass Sie wegen des Schneidens der Kurve gegen § 2 Abs. 2 StVO und auch gegen § 9 Abs. 1 S. 1, Abs. 3 S. 1 StVO (Abbiegefehler) verstoßen haben – sofern die Gegenseite mit überhöhter Geschwindigkeit und damit unter Verstoß gegen § 3 StVO unterwegs war, ist eine sog. Haftungsquote zu bilden, deren Anteile jedoch erst nach Akteneinsicht abschließend beurteilt werden.

Zu einem Gerichtsurteil dürfte es nicht kommen, in der Regel werden derartige Sachverhalte (ggf. gegen Auflage) eingestellt oder lediglich im Bußgeldverfahren verfolgt. Im Hinblick auf die Unfallkosten ist es ratsam, die private Haftpflichtversicherung zu verständigen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Verkehrsrecht

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