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Fahrradunfall bei offener Beifahrertür- Schadenersatzanspruch?


| 26.10.2005 10:19 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Markus Timm



Unfallsituation:
Fahrradfahrer fährt auf dem Fahrradweg, links davon parkende Autos. In einer Entfernung von ca. 3 Autolängen öffnet sich plötzlich Beifahrertür. Fahrradfahrer macht eine Vollbremsung und stürzt durch Vollbremsung. Er zieht sich Fußbruch und Prellungen zu. Eine Zeugin transportiert Verletzten sofort ins gegenüberliegende Krankenhaus. Verletzter wird operiert, verbringt ca. 4 Tage im Krankenhause und ist insgesamt 3 Wochen krankgeschrieben. Polizei wurde bisher nicht eingeschaltet. Die Daten des Autofahrers sind dem Verletzten bekannt.

Fragen:
- Ist Schadenersatzanspruch noch möglich, wenn die Entfernung von der geöffneten Beifahrertür ca. 3 Autolängen war. Ab welcher Entfernung ist ein Schadenersatzanspruch 100% erfolgreich.
- Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass in diesem konkreten Fall (3 Autolängen Abstand!) der Schadenersatzanspruch Erfolg hat?
- Wie hoch wäre ein realistischer Schadenersatzanspruch in diesem Fall?
- In wie weit kann der Arbeitgeber den Antrag auf Schadenersatz forcieren, da der Verletzte drei Wochen krank geschrieben war.

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

Ihre erste Frage zielt auf anspruchsminderndes Mitverschulden des Geschädigten ab. Denn: Einen Anspruch gegen den Halter bzw. Fahrer steht Ihnen dem Grunde nach zu. Ein Schadensersatzanspruch ist also sehr wohl möglich. Für die Frage des Mitverschuldens kommt es auf alle Einzelheiten des Unfallhergangs an. Dabei ist die Geschwindigkeit des Geschädigten zu berücksichtigen, die Witterungs- und Lichtverhältnisse, u.v.m.. Dabei kann zunächst gegenüber dem Haftpflichtversicherer des Schädigers von 100% Verschulden des Schädigers ausgegangen werden. Ob dann Verhandlungen erfolgen, ist Frage der konkreten Unfallumstände. Hierzu ist eine vertiefte Prüfung und sind weitere Angaben von Ihnen erforderlich. Es lohnt sich, einen auf Verkehrsrecht spezialisierten Anwalt zu beauftragen. Die Gegenseite hat dessen Kosten zu tragen, wenn ein alleiniges Verschulden des Gegners gegeben ist. Dies wird der Anwalt in der ersten Beratung bereits abschätzen können.

Die Höhe des geltend zu machenden Schadensersatzanspruches umfasst die Schäden am Fahrrad, Bekleidung, etc. bzw. die Reparatur der Schäden. Hierzu müssen der Geschädigte entsprechende Belege vorweisen. Kosten, die aufgrund des Ausfalls des Fahrrads entstanden sind (öffentliche Verkehrsmittel, etc.), Anwaltskosten (s.o.)., Haushaltsführungsschaden (relativ kompliziert zu berechnen, daher: Anwalt beauftragen).

Daneben besteht möglicherweise ein Anspruch auf Schmerzensgeld. Dieser richtet sich neben den von Ihnen genannten Faktoren nach Art und Umfang der Verletzungen, ob eine Minderung der Erwerbsfähigkeit und Dauerschäden vorliegen. Auch entgangene Lebensfreude und entgangener Urlaub wirken sich auf die Bemessung des Schmerzensgeldes aus. Anhand der von Ihnen gemachten Angaben bewegt sich die Höhe des Schmerzensgeldes im Bereich von 700-2000 EUR .

Ein vom Geschädigten beauftragter Anwalt wird sich zunächst mit dem Haftpflichtversicherer der Gegenseite in Verbindung setzen. Wichtig ist, dass Sie Zeugen für den Hergang des Unfalls haben. Sodann wird der Haftpflichtversicherer mit der Entbindung von der Schweigefplicht des Geschädigten die ärztlichen Berichte anfordern. Danach erst kann der Anspruch in seiner Höhe beziffert werden.

Nur der Geschädigte selbst kann den Anspruch gegen den Schädiger/Haftpflichtversicherer geltend machen. Der Arbeitgeber hat hierzu keine Möglichkeit.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft weiter geholfen zu haben. Selbstverständlich stehe ich Ihnen im Rahmen der Nachfragefunktion gerne zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß

Markus A. Timm
-Rechtsanwalt-
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