Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Fahrradunfall Schadensregulierung

| 22.05.2017 07:52 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


09:19
Ich habe mit meinem Fahrrad morgens auf dem Weg zur Arbeit, den linken Radweg in falscher Fahrtrichtung befahren. Ein entgegenkommender PKW-Fahrer der rechts in ein Grundstück eigebogen ist, hat mich komplett übersehen und mir die Vorfahrt genommen. Ich bin mit meinem Rad seitlich auf den PKW aufgeprallt. Der PKW Fahrer ( älterer Herr ) hat zunächst nichts bemerkt und ist auf einen Parkplatz gefahren. Erst nachdem ich ihn angesprochen habe, ist im klargeworden, dass er mich angefahren hat. Die Polizei hat den Unfall aufgenommen. An meinem Fahrrad entstand erheblicher Sachschaden ( über 1000€ ).
Die Versicherung des PKW-Fahrers behauptet jetzt, ich hätte eine Mitschuld am Unfall und müsste 30% der Kosten selber tragen.
Ich habe dieser Behauptung widersprochen und mich auf ein Urteil des OLG Saarbrücken berufen ( Az.: 4 U 406/12 ), wonach ein rechts abbiegender PKW der einen Radweg kreuzt, die volle Schuld an einem Unfall mit einem Radfahrer trägt, obwohl dieser in der falschen Fahrtrichtung unterwegs war.
Die Versicherung des PKW-Fahrers erkennt dieses Urteil nicht an und behauptet eine Rechtsprechung des OLG Saarbrücken hätte mit der Rechtsprechung des Gerichtsbezirks Singen nichts zu tun.
Soll ich gegen die Versicherung klagen, oder die 30% Mitschuld akzeptieren? Ich habe keine Rechtschutzversicherung
22.05.2017 | 08:53

Antwort

von


(2106)
Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 2993178
Web: http://www.anwalt-prime.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

es gibt auch diverse Urteile von anderen Oberlandesgerichten, die eine Mitschuld von bis zu 50% vorsehen (Oberlandesgericht Hamm, 9 U 12/98). Für Sie zuständig ist das OLG Karlsruhe, wobei es auch hier auf die jeweilige Richtermeinung ankommt. Der Fall von Ihnen ist nicht sicher zu gewinnen, sodass ich Ihnen nicht empfehlen kann, hier Klage einzureichen, ohne ein sehr hohes Prozessrisiko einzugehen, welches ich mit 75% einschätze.
Aus Kostengründen könnten Sie allerdings eine Teilklage von € 400,0 erheben, da das Kostenrisiko damit auf ein Minimum auf € 420,36 reduziert wäre und Sie vom Gericht eine Einschätzung bekommen. Die Gesamtsumme würde ich erst nach dieser Rechtsmeinung ggf. einklagen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 22.05.2017 | 09:13

Guten Tag Herr Hoffmeyer,
Danke für Ihre Antwort.
Gilt wirklich die Aussage der Versicherung das ein Urteil des OLG Saarbrücken nicht für den Gerichtsbezirk Singen anwendbar ist ?
Ich habe auch andere Urteile ,die von einer grösseren Mitschuld des Radfahres ausgehen, gefunden. Diese Urteile sind allerdings alle älteren Datums. Gilt dann nicht das aktuellere Urteil als richtungsweisend ?
Meinen sie mit 75% Prozessrisiko , dass ich zu 75% mit einer Klage scheitere ? Falls dem so ist, macht ja wohl eine Klage um 300€ Schadensbeteiligung wenig Sinn.
Mit freundlichen Grüssen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.05.2017 | 09:19

Sehr geehrter Fragesteller,

auch wenn Sie ein Urteil des OLG Karlsruhe hätten, wäre dieses nicht bindend, da nur Urteile des Bundesverfassungsgerichts eine gewisse Rechtskraftwirkung entfalten.
Es gibt einige Amtsgerichte, die sich auch von anderen Gerichtsbezirken überzeugen lassen, diese sind allerdings selbst in der Entscheidung frei und müssen sich daran nicht orientieren, sodass ich das Risiko des Verlierens mit 75% einschätze.
Es tut mir leid, dass ich Ihnen da keine hoffnungsvollere Antwort geben kann, möchte Sie aber auch nicht in eine Kostenfalle treiben.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte und unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.


Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 24.05.2017 | 08:00

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Stellungnahme vom Anwalt:
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Dr. Felix Hoffmeyer, LL.M. »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 24.05.2017
5/5,0

ANTWORT VON

(2106)

Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 2993178
Web: http://www.anwalt-prime.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Strafrecht, Verkehrsrecht, Vertragsrecht, Kaufrecht, Miet und Pachtrecht, Erbrecht, Verwaltungsrecht, Baurecht, Internet und Computerrecht, Zivilrecht, Arbeitsrecht
Jetzt Frage stellen