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Fahrradunfall, Höhe des Schmerzensgeldes

| 04.07.2014 11:04 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling


Zusammenfassung: #Fragen zur Höhe des Schmerzensgeldes nach Fahrradunfall

Es geht um die Schmerzemsgeldforderung der Geschädigten nach einem Fahrradunfall. Die Schuld des Verursachers – eines Autofahrers - liegt vor. Der Unfall hat die Geschädigte bei der Versicherung des Gegners bereits angezeigt. Sie hat auch angekündigt, dass das Schmerzensgeld erst dann beziffert werden kann, nachdem sie die Krankenakte erhält. Die Krankenakte liegt vor. Gemäß der Schmerzensgeldtabelle kann sich um einen Betrag in Höhe von 6.000 - bis 7.500,00 EUR handeln.
Fragen:
1. Soll jetzt im Schreiben an die Versicherung des Gegners die Höhe der Forderung beziffert werden? oder fordert man lediglich ein angemessenes Schmerzensgeld wie bei einer Klage? Oder nur einen mindestens Betrag X?
2. Sollte man neben der Versicherung auch den Unfallverursacher als Gesamtschuldner anschrieben oder reicht es, wenn nur seine Versicherung angeschrieben wird?
3. Ist die oben geschätzte Höhe des Schmerzensgelds adäquat? Oder wie hoch könnte man (grob) die Forderung bei folgenden Verletzungen beziffern? Ellengelenkbruch, mehrfragmentär und komplex mit geringeren Defektanteil – operative Versorgung mit Anwendung von Schrauben) links, Augenbraunenplatzwunde links, MFK-V- Köpfchenbruch links. Arbeitsunfähigkeit zw. 6-12 Wochen (Frau, 52 Jahre).

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Soll jetzt im Schreiben an die Versicherung des Gegners die Höhe der Forderung beziffert werden? oder fordert man lediglich ein angemessenes Schmerzensgeld wie bei einer Klage? Oder nur einen mindestens Betrag X?

Sie sollten zunächst ein angemessenes Schmerzensgeld ohne Bezifferung fordern und abwarten was gezahlt wird. Wenn dies dann nicht Ihren Vorstellungen entspricht, können Sie dann noch ein weitergehendes Schmerzensgeld fordern. Somit beschränken Sie Ihre Forderung nicht von vornherein und lassen den Betrag zunächst nach oben hin offen, denn wenn Sie einen Betrag nennen, dann wird die Versicherung max. diese Betrag zahlen und nicht mehr.

2. Sollte man neben der Versicherung auch den Unfallverursacher als Gesamtschuldner anschrieben oder reicht es, wenn nur seine Versicherung angeschrieben wird?

Es ist ausreichend wenn nur die Versicherung angeschrieben wird. Der Unfallverursacher muss bzw. wird sich letztendlich auch an die Entscheidung der Versicherung halten und die Versicherung nimmt die Zahlung vor. In einem gerichtlichen Verfahren ist es oft aus prozesstaktischen Gründen besser, den Verursacher mit zu verklagen.

3. Ist die oben geschätzte Höhe des Schmerzensgelds adäquat? Oder wie hoch könnte man (grob) die Forderung bei folgenden Verletzungen beziffern? Ellengelenkbruch, mehrfragmentär und komplex mit geringeren Defektanteil – operative Versorgung mit Anwendung von Schrauben) links, Augenbraunenplatzwunde links, MFK-V- Köpfchenbruch links. Arbeitsunfähigkeit zw. 6-12 Wochen (Frau, 52 Jahre).

Die o.g. Forderung ist bereits im oberen Bereich angesiedelt. Wenn keine Dauerschäden oder unschöne große Narben verbleiben, wird die Versicherung wohl eher unter dem genannten Betrag (zwischen 5.000-6.000 €) ein Schmerzensgeld zahlen. Genaueres kann letztendlich auch erst nach Einsicht in die Krankenakte bzw. den ärztlichen Berichten gesagt werden. Sie sollten jedoch bei den außergerichtlichen Verhandlungen, in einem evtl. 2. Schreiben wie oben erwähnt, den o.g. Betrag (7.500€) ansetzen. Sofern ein gerichtliches Verfahren folgen sollte, müsste je nach Sachlage geprüft werden, ob der Betrag tatsächlich nagemessen ist, um kein unnötiges Kostenrisiko einzugehen, sofern Sie keine Rechtsschutzversicherung haben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.




Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
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Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familienrecht
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Betriebswirt (HWK)




Bewertung des Fragestellers 06.07.2014 | 09:54

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