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Fahrrad Diebstahl

| 10.01.2018 22:04 |
Preis: 25,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin Kämpf


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe folgendes Problem:
Ich wurde kürzlich von der Polizei mit zwei Fahrrädern erwischt. Eines davon gehört mir, das andere hatte ich mitgehen lassen. Ich habe aber weder ein Schloss aufgebrochen, noch habe ich einen geschlossenen Raum betreten. Ich war ein wenig alkoholisiert und habe es einfach "mitgenommen". Dies erzählte ich auch der Polizei. Nun wurde ich unter dem Betreff "schwerer Diebstahl" zum 12.01.18 vorgeladen. Dazu kommt, dass ich ab dem 1.02.18 bis zum 01.03.18 ins Ausland reisen will. Das ist alles schon länger geplant und bereits alles gebucht.

Hier nun meine Fragen an Sie :

1. Soll ich der Vorladung nachkommen? Ich habe den Polizisten, die mich kontrolliert haben bereits erzählt, wo ich das Rad mitgenommen habe und wieso ich das getan habe (unüberlegtes Verhalten, kurzschlussreaktion). Ich selber habe mir überlegt, der Vorladung nachzukommen, jedoch keine weiteren Angaben zu machen und nur nach zu fragen, wie das mit meiner Reise aussieht, falls es zu einem Gerichtstermin kommt und ob ich dort anwesend sein muss, bzw. ob man den verschieben kann (Wird es einen Gerichtstermin geben? Ich habe von sowas leider keine Ahnung.)

2. Wie sollte ich mich allgemein verhalten? Ich bereue diese Tat sehr und werde das auch so zeigen, aber das allein wird mir bestimmt nicht helfen. Worauf sollte ich achten? Gibt es etwas das ich noch tun kann?

3. Welche Strafe könnte auf mich zukommen? Ich bin zwanzig Jahre alt und bin nicht vorbestraft.

Ich danke Ihnen für Ihre Hilfe!

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese beantworte ich Ihnen unter Berücksichtigung ihrer Sachverhaltsschilderung sowie Ihres Einsatzes wie folgt:

zu 1) Vorliegend sind Sie Beschuldigter in einem Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts eines Diebstahls. Es besteht hier weder die Verpflichtung noch die Notwendigkeit, der Ladung zur Beschuldigtenvernehmung Folge zu leisten. Dies gilt umso mehr, als Sie bereits bei der Polizei Angaben zur Sache tätigten.
Die von Ihnen geplante und bereits gebuchte Urlaubsreise können und dürfen Sie antreten. Ich empfehle Ihnen aber, Ihren Briefkasten durch eine Vertrauensperson in regelmäßigen Abständen (mindestens wöchentlich) leeren und auf Gerichtspost prüfen zu lassen. Gegebenenfalls kann dann das Gericht oder die Staatsanwaltschaft über Ihre urlaubsbedingte Abwesenheit unterrichtet werden.

zu 2) Aufgrund Ihres Alters kommt hier die Anwendung von Jugendstrafrecht in Betracht. Sollte es tatsächlich zu einer Gerichtsverhandlung kommen, empfehle ich Ihnen, sich nochmals für den von Ihnen begangenen Diebstahl zu entschuldigen. Zwischenzeitlich dürfte das gestohlene Fahrrad wieder im Besitz des ursprünglichen Eigentümers sein, sodass diesem kein weiterer Schaden entstanden sein dürfte.

zu 3) Die hier zu erwartende Konsequenz bzw. Strafe für den Diebstahl des Fahrrads kann ohne Kenntnis der Ermittlungsakte nicht prognostiziert werden. Denn die Strafe ist von einer Vielzahl von Faktoren (beispielsweise Geständnis, Schadenswiedergutmachung, Wert des Fahrrads etc.) abhängig.
Sollte hier Jugendstrafrecht zur Anwendung kommen, haben Sie alternativ mit einer Einstellung des Verfahrens oder mit einer Arbeitsauflage zu rechnen. Im Erwachsenenstrafrecht sollte ebenfalls alternativ eine Einstellung gegen Verhängung einer moderaten Geldauflage oder eine Geldstrafe im untersten Bereich möglich sein.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten rechtlichen Überblick ermöglicht zu haben. Sollten Sie Nachfragen haben, stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Martin Kämpf
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Strafrecht


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Bewertung des Fragestellers 10.01.2018 | 23:27

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