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Fahrlässige/vorsätzliche Körperverletzung ?

22.01.2021 12:01 |
Preis: 25,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Bei Kenntnis des Sexualpartners über eigene Geschlechtskrankheit und Infektiosität und führt gleichwohl den ungeschützten Geschlechtsverkehr durch, kann er sich eines Körperverletzungsdelikts schuldig machen. Er ist hinsichtlich der Heilbehandlungskosten und Schmerzensgeldes schadensersatzpflichtig.

Es geht um folgenden Sachverhalt: Zwei Menschen (Mann (Partner A) und Frau (Partnerin B)) führen über mehrere Monate ein Verhältnis. Nachdem die Dinge ernster werden und sogar ein gemeinsames Mietverhältnis eingegangen wird findet Frau (Partnerin B) die Überweisung eines Hausarztes für Mann (Partner A). Diese ist auf den 13.10.2020 datiert und der Verdacht lautet: ungeschützter Geschlechtsverkehr vor ca. 1-2 Monaten, Partnerin nachträglich pos. auf Chlamydien getestet. Der Patient selbst ist zwar beschwerdefrei, soll jedoch zur weiteren Abklärung einen Urologen aufsuchen. So weit so gut. Das Problem ist nun, dass Partnerin B seit dem Kontakt mit Partner A ständig Probleme mit der Blase hatte (der Hausarzt tippte auf regelmäßig wiederkehrende Blasenentzündungen obwohl die 24-jährige Patientin nie Probleme damit hatte). Aufgrund der Einnahme eines hormonellen Verhütungsmittels, schlief sie ungeschützt mit Partner A. Am gleichen Tag an dem Partner A nun die Überweisung zum Urologen erhielt mit der Möglichkeit einer Krankheit (obwohl er selbst beschwerdefrei war), traf er sich abends mit Partnerin B und hatte mit ihr ungeschützten Geschlechtsverkehr. Da Partnerin B den Überweisungsschein in der gemeinsamen Wohnung fand, vereinbarte sie sofort einen Termin beim Frauenarzt. Dieser führte sämtliche weitere Tests durch (HIV, Hepatitis, etc.). Die Kosten hierfür (112€) musste die Patientin zum Teil selbst tragen. Heute erhielt sie das erste Ergebnis des Chlamydien-Tests: positiv. Es stellt sich nun die Frage, ob gegen Partner A ein Anspruch vorliegt, da dieser offensichtlich vorsätzlich gehandelt hatte?

22.01.2021 | 13:49

Antwort

von


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80336 München
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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese beantworte ich unter Zugrundelegung Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt:

Meines Erachtens machte sich A vorliegend einer Körperverletzung nach § 223 StGB: Körperverletzung schuldig, da er in Kenntnis der Möglichkeit seiner eigenen Erkrankung und seiner hieraus resultierenden Infektiosität ungeschützten Geschlechtsverkehr durchführte.

Aufgrund ihrer Ansteckung mit Chlamydien hat die B einen Schadensersatz-/Schmerzensgeldanspruch gegen den A. Der Schadensersatzanspruch umfasst zum einen die Heilbehandlungskosten sowie zum anderen ein angemessenes Schmerzensgeld.

Fraglich erscheint allerdings, ob und inwiefern vorliegend nachgewiesen werden kann, dass die Ansteckung tatsächlich durch den Geschlechtsverkehr mit A erfolgte.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten rechtlichen Überblick ermöglicht zu haben, und stehe Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion bei etwaigen Rückfragen zur ursprünglichen Beantwortung Ihrer Anfrage gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Strafrecht


ANTWORT VON

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