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Fahrlässige Körperverletzung Wendemanöver

| 20.09.2018 14:53 |
Preis: 47,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Wenn nach einem Autounfall die Beteiligten (auch nur leichte) Verletzungen davontragen,wird dies geahndet. Zu einer Bestrafung kommt es aber in der Regel nur,wenn ein Strafantrag gestellt wird. Früheste anwaltliche Vertretung nach Akteneinsicht ermöglicht ggf. einen "Deal" oder komplette Einstellung

Ich habe einen Verkehrsunfall verursacht. Ich fuhr auf einer Bundesstraße in einer 100 km/h Zone und es staute sich vor mir. Ich wollte wenden, vergewisserte mich das kein Gegenverkehr herrscht und fuhr in die Gegenfahrbahn ein, wie weit, kann ich nicht sicher sagen. Obwohl das ein sehr weit einsichtiger Straßenabschnitt war, habe ich offenbar ein entgegenkommendes Auto übersehen. Das Auto traf mein Fahrzeug vorne rechts, mit ca. 60km/h, laut eigener Aussage, bremste der Fahrer noch ab. Die beiden Insassen wurden augenscheinlich nur leicht verletzt, ich habe mit ihnen zusammen auf den Rettungsdienst gewartet. Prellungen und ein geschwollener Fußknöchel, war was ich ausmachen konnte. Später im Krankenhaus sagte der Polizeibeamte beide wären nur leicht verletzt. Was aber im Krankenhaus evtl. noch festgestellt wurde, bzw. ob der Beamte darüber schon Kenntnis hatte, weiß ich leider nicht, sie wurden nicht in dasselbe Krankenhaus eingewiesen.
Meines Wissens ist wenden in diesem Straßenabschnitt grundsätzlich erlaubt (keine durchgezogene Linie, keine Kraftfahrstraße kein Schild). Dass der Unfall mein Verschulden ist, ist aber sicherlich klar. Der Polizeibeamte meinte es werde ein Ermittlungsverfahren gegen mich eingeleitet und ich bekäme in zwei bis drei Wochen einen Anhörungsbogen. Das sei Standard bei Unfällen mit Körperverletzung. Ich habe vor Ort noch gesagt, dass ich der Verursacher sei (ob auch ggü. der Polizei weiß ich nicht sicher) und versucht habe zu wenden, den Pkw aber nicht gesehen habe (das zweitere ganz sicher auch zum Polizeibeamten).
Mich interessiert folgendes:

Muss ich mit einem Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung rechnen, wenn beide Personen a) leicht oder b) evtl auch mehr als leicht verletzt wurden und seitens der Unfallgegner kein Strafantrag zu erwarten ist? Wie verhält sich die Sachlage, wenn der Gegner Strafantrag stellt?

Mit welcher Strafe ist in meinem Fall zu rechnen, wenn es einen Strafbefehl geben wird?

Wie soll ich mich bei der Anhörung verhalten? Schweigen oder wahrheitsgemäß schildern, an was ich mich erinnere?

Wie kann ich evtl. eine Einstellung des Verfahrens bewirken? Ich habe keine Vorstrafen und keine Punkte im Verkehrsregister. Selbst wurde ich leicht verletzt mit einigen Prellungen und Schleudertrauma.

Ab welchen Zeitpunkt macht die Beauftragung eines Anwalts bzw. Akteneinsicht Sinn? Erst ab Zustellung eines Strafbefehls oder schon vor Abgabe des Anhörungsbogens?

Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung.
20.09.2018 | 16:45

Antwort

von


(277)
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Auch bei einer leichten Körperverletzung kommt es natürlich zu einem Ermittlungsverfahren, wenn ein Strafantrag gestellt wird seitens der Verletzten. Wenn kein Strafantrag gestellt wird dürfte es mangels besonderer Anhaltspunkte zu einer Einstellung kommen.


Die Strafe könnte bei um die 20 Tagessätzen liegen, jedoch schlimmer wiegen die 3 Punkte, die dann ebenso drohen. Da Sie sich bereits eingelassen haben, dürfte eine Wiederholung zwar unschädlich sein. Aber besser ist es immer sich nicht weiter einzulassen.

Da Sie die Akte als Beschuldigter nicht bekämen, sollte und müsste hier ein Anwalt mit der Behörde sprechen. Wenn man dann die Vorgeschichte bespricht, was man als Beschuldigter irgendwie wenig glaubwürdig kann, kann man über eine Einstellung verhandeln. Dabei steckt aber der Teufel im Detail, wenn man nicht doch noch Punkte erlangen will. Da kommt es auf die Art der Einstellung an. Aber dazu müsste der Akteninhalt gelesen und besprochen werden. Bezüglich der richtigen Vortragsweise sodann sind wir hier erfahren.

Einen Anwalt sollten Sie so früh wie möglich einschalten, damit dieser gerade den Strafbefehl noch verhindern kann. Gerne helfen wir Ihnen dazu auch bundesweit gerne weiter.

Bitte kommen Sie mittels Nachfragen gerne auf mich zu. Eine Beauftragung würde per Email erfolgen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das diesem Dienst entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 20.09.2018 | 18:23

Vielen Dank für Ihre Antwort. Wenn ich Sie richtig verstehe, wird aller Wahrscheinlichkeit nach kein Strafantrag durch die Staatsanwaltschaft (wegen besonderen öffentlichen Interesses) gestellt, sondern höchstens durch die Verletzten. Ihre Begründung: Weil keine besonderen Anhaltspunkte vorliegen? Was bedeutet die Phrase, besondere Anhaltspunkte?

Sie sind nicht auf Option b), den höheren Schweregrad der Verletzten eingegangen. Es hat sich gerade offenbart, dass die Verletzungen nicht ganz so leicht waren wie angenommen. Tatsächlich wurden bei der Fahrerin eine Rippe gebrochen, und bei dem Mann (Beifahrer) ein zweifacher Handbruch links (evtl. mit Operationsnotwendigkeit) und durch die starke Thoraxprellung bis jetzt anhaltende Atemnot festgestellt. Die Fahrerin wurde nach 2 Tagen entlassen, der Mann soll noch weitere 2 Tage im Krankenhaus verbringen, wegen der Atemnot. Gilt das Gesagte, auch unter den Aspekten, dass die Verletzungen evtl. nicht ganz so leicht sind? Ich hoffe die Beiden erholen sich vollständig und ohne bleibende Schäden. Ich erwarte keinen Strafantrag seitens des Gegners, aber sicher bin ich nicht.

Die Punkte drohen mir nur im Falle eines Strafbefehls, wenn ich Ihre Antwort richtig verstehe? Ansonsten käme in Folge sicher noch die Bußgeldverordnung ins Spiel.

Sobald mir der Anhörungsbogen zugestellt wird, wende ich mich gerne an Sie. Ich kontaktiere Sie dann über E-Mail.





Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.09.2018 | 18:38

Guten Abend,

gerne melde ich mich erneut. Es handelt sich weniger um eine Phrase im juristischen Sinn als die Tatsache, dass die Staatsanwaltschaft auch ein besonderes öffentliches Interesse heranziehen könnte, wenn besondere Aspekte vorliegen. Dies könnte etwa sein, dass ein Unfallschwerpunkt vorliegt oder aber ein Kind schwer verletzt ist. Alleine die Teilnahme im öffentlichen Verkehr genügt regelmäßig nicht.

Die Schwere der Verletzungen habe ich in der Tat kurz abgehandelt, weil es darauf nicht ankommt. Aber es war in der Tat etwas undeutlich. Meine sprachliche Schärfe ist heute erkältungsbedingt etwas schwächer ausgeprägt. Umso mehr danke ich für die deutliche Nachfrage auch insofern. Das Strafantragserfordernis bei einer fahrlässigen Körperverletzung ist unabhängig vom Verletzungsgrad. Ich verstehe Ihre Sorge aber es bleibt dann bei einer Straflosigkeit.

Bei einem Strafbefehl gibt es Punkte. Wenn das Verfahren etwa ohne Auflage eingestellt wird, dann droht das Bußgeldverfahren. Anders etwa bei einer Geldauflage. Dann tritt Strafklageverbrauch ein.

Gerne habe ich Ihnen weitergeholfen. Kontaktieren Sie mich gerne weiterführend. Ansonsten Ihnen alles Gute.

mfg Hellmann, RA


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Bewertung des Fragestellers 20.09.2018 | 18:57

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ich bedanke mich für Ihre sehr objektive und freundliche Bewertung.

Herzliche Grüße
Hans-Christoph Hellmann
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