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Fahrkostenerstattung des AG pfändbar?

13. November 2022 18:54 |
Preis: 45,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Erhöhung des pfändungsfreien Betrages aufgrund hoher Fahrtkosten.

Guten Abend!

Arbeite seit vielen Jahren für einen Träger der Katholischen Jugendfürsorge. Seit 03/2017 bin ich in Privatinsolvenz. Aufgrund Personalmangels musste ich dieses Jahr für 4 Monate an einem anderen Dienstort meines Trägers aushelfen. Normalerweise beträgt meine tägl. Fahrstrecke zur Arbeit 12km/Tag; in diesen 4 Monaten waren es statt dessen 130km/Tag.
Nun ist der AG bereit, mir die erhöhten Fahrkosten für diese Zeit mit 35 ct/Km zurückzuerstatten.
(30ct steuerfrei, 5 ct steuerpflichtig; insgesamt ca. 1000€). Fällt diese Rückerstattung denn nun unter pfändbares Einkommen, obwohl ich diesen Betrag ja von meinem pfändungsfreien Anteil quasi ausgelegt habe?Oder muss ich hierfür zB. einen Antrag auf Erhöhung des Freibetrags oder ähnliches stellen?
Welche Möglichkeiten habe ich sonst, diesen Betrag nicht zu verlieren?
Mein Insolvenzverwalter verweigert hierzu leider jegliche Auskunft...

Vielen herzlichen Dank!

13. November 2022 | 20:22

Antwort

von


(1531)
Hochwaldstraße 16
61231 Bad Nauheim
Tel: 06032/9353573
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Soweit der Arbeitgeber die Auszahlungen vornimmt, erhöht dies das pfändbare Gehalt, so dass auf die zusätzlichen EUR 1000,- eine erhöhter Betrag an den Insolvenzverwalter abzuführen ist.

2. Die Fahrtkosten können auf Antrag den pfändungsfreien Betrag erhöhen, wobei diese erst ab 20 km Berücksichtigung finden. LG Mühlhausen mit Beschluss vom 03.06.2016, Az.: 1 T 27/16 sowie Amtsgericht Neustadt an der Weinstraße, Az.: 1 M 1131/17.

Danach liegt eine außergewöhnliche Belastung bei einer einfachen Wegstrecke von über 20 Kilometern vor. Bei einer berücksichtigungsfähigen Wegstrecke von 110 km pro Tag ergibt sich ein Betrag von EUR 38,50 pro Tag. Bei 22 Arbeitstagen sind dies EUR 1.847,- pro Monat, um die der pfändungsfreie Betrag zu erhöhen ist.

3. Sie benötigen zwingend einen Beschluss des Insolvenzgerichtes, soweit der Insolvenzverwalter nicht ausdrücklich zustimmt, dass die Fahrtkosten pfändungsfrei bleiben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA

ANTWORT VON

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