Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
484.435
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Fahrerlaubnisentzug 1996


| 22.10.2017 23:44 |
Preis: 50,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Carsten Neumann


Zusammenfassung: 15 Jahre darf die Entziehung der Fahrerlaubnis wegen einer Trunkenheitsfahrt bei der Prüfung der Wiedererteilung der Fahrerlaubnis nicht mehr zu Lasten des Antragstellers verwertet werden.


1996 wurde mir aufgrund einer Trunkenheitsfahrt im Landkreis Starnberg/Bayern mit 1,65 Promille die Fahrerlaubnis entzogen. Kurz darauf bin ich ins Ausland gezogen, und habe daher meine Fahrerlaubnis nie wieder beantragt.
Jetzt lebe und arbeite ich seit 12 Jahren in Kanada, und besitze natürlich auch die kanadische Fahrerlaubnis. Ich bin immer noch deutscher Staatsbürger, und möchte gerne wieder nach Deutschland ziehen.

Meine Frage: kann meine kanadische Fahrerlaubnis anstandslos in eine deutsche Fahrerlaubnis umgeschrieben werden, oder muß ich eine MPU fürchten und die Prüfungen neu machen?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Begründet der Inhaber einer in einem nicht zur EU gehörigen Staat erteilten Fahrerlaubnis einen ordentlichen Wohnsitz im Inland, besteht die Berechtigung noch sechs Monate. Die Fahrerlaubnisbehörde kann die Frist auf Antrag bis zu sechs Monate verlängern, wenn der Antragsteller glaubhaft macht, dass er seinen ordentlichen Wohnsitz nicht länger als zwölf Monate im Inland haben wird (§ 29 Absatz 1 Sätze 3 und 4 Fahrerlaubnis-Verordnung - abgekürzt: FeV).

Die Berechtigung nach § 29 Absatz 1 FeV gilt jedoch nicht für Inhaber ausländischer Fahrerlaubnisse, denen die Fahrerlaubnis im Inland vorläufig oder rechtskräftig von einem Gericht oder sofort vollziehbar oder bestandskräftig von einer Verwaltungsbehörde entzogen worden ist (§ 29 Absatz 3 Satz1 Nr. 3 FeV). Da dies bei Ihnen der Fall ist, dürfen Sie von Ihrer kanadischen Fahrerlaubnis keinen Gebrauch machen und können sie auch nicht in eine deutsche Fahrerlaubnis umtauschen.

Sie müssen vielmehr in Deutschland die Fahrerlaubnis neu beantragen und zu diesem Zweck die Prüfung ablegen.

Nach § 13 Satz 1 Buchstabe c FeV kann die Fahrerlaubnisbehörde bei der Prüfung der Erteilung einer Fahrerlaubnis die Beibringung eines medizinisch-psychologischen Gutachtens anordnen, wenn ein Fahrzeug im Straßenverkehr mit einer Blutalkoholkonzentration von 1,6 Promille oder mehr geführt wurde, oder wenn die Fahrerlaubnis aus diesem Grund entzogen war (§ 13 Satz 1 Buchstabe d FeV).

Allerdings müssen Tatsachen, die zur Entziehung der Fahrerlaubnis geführt haben, spätestens 15 Jahre nach der bestandskräftigen Entziehung der Fahrerlaubnis (oder dem Verzicht auf die Fahrerlaubnis) aus dem Fahreignungsregister gelöscht werden, und dürfen dann bei der Wiedererteilung der Fahrerlaubnis nicht mehr zu Lasten des Betroffenen verwertet werden (§§ 28 Absatz 2, 29 Absatz 7 StVG). Ihre Trunkenheitsfahrt aus dem Jahr 1996 und die darauf fußende Entziehung der Fahrerlaubnis darf daher nicht mehr zu Ihren Lasten bei der Prüfung der Wiedererteilung der Fahrerlaubnis verwertet werden und auch nicht zum Anlass der Anordnung der Beibringung eines medizinisch-psychologischen Gutachtens gemacht werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Bewertung des Fragestellers 25.10.2017 | 00:25


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Schnelle und sichere Information! "
FRAGESTELLER 25.10.2017 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 61064 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,6/5,0
Mein Erstnutzer-Eindruck : kompetent und schnell - unbedingt weiterzuempfehlen. Eine der sinnvollsten Internetseiten die ich kenne. ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Unsere Fragen wurden konkret beantwortet. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Hat uns sehr geholfen Können so mit guten Voraussetzungen im einem Rechtsstreit gehen. Vielen Dank und gerne wieder Sehr zu empfehlen ...
FRAGESTELLER