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Fahrerflucht vor Polizeikontrolle

19.10.2019 22:15 |
Preis: 47,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Zusammenfassung: Fahren ihnen Fahrerlaubnis

Guten Abend,

eine Freundin hat sich ein Auto zur Miete über das Wochenende ausgeliehen. Sie war am arbeiten und ich habe das Auto genutzt. Ich musste allerdings vor 2 Jahren meinen Führerschein abgeben, wegen fahren unter Betäubungsmittel (Marihuana). Während der Fahrt, taucht plötzlich ein ziviles Polizeiauto hinter mir auf mit der Aufforderung ‚‘Bitte Halten‘‘. Ich habe Panik bekommen und bin weggefahren, habe angehalten und bin weggerannt. Die Fahrt dauerte vielleicht 2 Minuten. Unter anderem bin ich in eine Einbahnstrasse gefahren. Es entstanden keine Schäden an einem anderen Fahrzeug oder an Personen. Meine Freundin auf die das Auto bei der Mietstation gemeldet war, war zu dem Zeitpunkt der Kontrolle am arbeiten.
Wie soll sie sich verhalten, was kann sie tun, was wird auf sie zu kommen?
Sollte Ich mich einfach der Polizei stellen, wenn ja was wird auf mich zu kommen? Wenn ein Drogentest durchgeführt wird, wird dieser vermutlich leicht positiv auf Marihuana sein.

Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.

Vielen Dank vorab!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich beantworten:

Als Straftat kommt Fahren ohne Fahrerlaubnis in Betracht. Eine Fahrt unter Drogeneinfluss wird Ihnen ggf. schwer nachzuweisen sein, da keine Probe entnommen wurde.

Grundsätzlich tritt die Polizei an den Halter heran, der sich dann an die Freundin wendet. Zunächst wird Sie von der Polizei als Beschuldigte geladen - dann dürfte sie auch lügen - wenn sie sich aber selbst entlastet (Alibi) wird Sie zur Zeugin und wird aussagen müssen und Sie benennen müssen (Ausnahme: Verwandt oder verschwägert).

Entweder Sie schalten so schnell wie möglich einen Anwalt ein und erarbeiten eine Verteidigungsstrategie - und zwar, bevor (!) Sie sich stellen - oder aber Sie versuchen dies ohne Anwalt, dann müssen Sie aber zwingend sich vorher mit dem Warum der Fahrt und der Fahrtdauer auseinandersetzen.

Früher oder später wird die Polizei eh auf Sie zukommen, spätestens eben wenn die Freundin Sie benennt. Das könnte sich daher positiv auf die Strafe auswirken! Nachteilig wäre nur, dass Sie unter Drogen stehen, dann kann die Stadt bei Anhaltspunkten eine MPU anordnen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 20.10.2019 | 11:36

Erst einmal vielen Dank für Ihre Antwort.

Leider verstehe ich Ihre Antwort nicht ganz. Wenn sie als Beschuldigte geladen wird, ein Alibi hat und keiner weiteren Angaben möchte, wird sie danach nochmal als Zeugin geladen?
Dann kann sie doch Gebrauch von Ihrem Zeugnisverweigerungsrecht machen. Es kann ja sein das ihr Vater oder Cousin mit dem Auto gefahren ist und kein Freund. Das weiß die Polizei ja nicht.

Das Auto steht auch nicht mehr an der abgestellten Stelle.

Liebe Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.10.2019 | 18:21

Doch, Sie haben das richtig verstanden - sie wird erst als Beschuldigte geladen mit dem Recht zu lügen - wenn Sie aber Angaben macht und sich verteidigt (ich gehe davon aus, dass sie das tut und es bei sich selber nicht auf eine Verurteilung ankommen lässt, sie hat ja ein Alibi) wird sie dann automatisch als Zeugin geladen - und kann dann von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht zwar Gebrauch machen, aber nur, wenn es tatsächlich ein Verwandter war - das sind Sie aber nicht! Sie darf als Zeugin nicht lügen und nur schweigen, wenn sie sich selbst belastet und das Verweigerungsrecht darf sie auch nicht fälschlich anwenden! Somit hat sie als Zeugin keine andere Wahl, als sie zu benennen!

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