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Fahrerflucht nach eigenem Schaden

| 10.02.2014 20:35 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Arnd-Martin Alpers


Ich fuhr auf der Autobahn in einem Baustellenabschnitt auf der linken Spur während ein anderer Fahrer mich von rechts nach rechts drängte und ich dadurch mit dem linken Außenspiegel gegen ein Baustellenschild gefahren bin, wodurch mein Außenspiegel natürlich völlig zerstört wurde.

Den Fahrer habe ich dann rechts überholt und vor bin ihn gefahren und wir haben beide auf dem Standstreifen gehalten.

Ich sehr wütend zum mir hinterstehenden Auto gegangen, kam mir ein sehr aggresiver Mann entgegen welcher direkt handgreiflich werden wollte.

Daher habe ich mich in mein Auto gesetzt, der andere Fahrer hat meinen Heckscheibenwischer mit der Hand abgerissen.

Aus Wut habe ich den Rückwärtsgang eingelegt und bin ihm gegen die Frontstoßstange gefahren. Jedoch habe ich eine Anhängerkupplung, daher wahrscheinlich keine Lackspuren auf dessen Stoßstange.

Daraufhin habe ich den Unfallort verlassen, aus Angst der andere Fahrer wird wirklich handgreiflich.

Weder er noch ich hatten Mitfahrer.

Nun habe ich Post erhalten mit dem Titel "Zeugenanhörung zur Fahrerfeststellung". Ich solle doch Angaben zur Person machen, welche zum Zeitpunkt des Unfalls Fahrer des PKW's gewesen ist.

Desweiteren wird als Bemerkung geschrieben:
"Im Rahmen polizeilicher Ermittlungen nach Verkehrsunfall mit Flucht, auf der ....., werden Sie gebeten, den Fahrzeugführer zur Unfallzeit zu benennen."

Dazu kommt dass ich belgischer Nationalität angehöre, und keinen Wohnsitz in Deutschland habe.

- Bin ich dazu verpflichtet diesen Brief zu beantworten?
- Mit welchen Konsequenzen habe ich zu rechnen?
- Oder kann ich darauf hoffen dass dies mangels Beweise abgelegt wird? Wie sehen meine Chancen aus, auch im Bezug aus wenn ich mich zum Sachverhalt nicht äußere?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre anfrage, die ich Ihnen wie folgt beantworte:

Sie sind zunächst nicht verpflichtet, den Brief zu beantworten. Sie müssten allenfalls Angaben zur Person machen, aber sofern die Daten auf dem Anhörungsbogen richtig sind, dürfte die Behörde Ihre Daten vollständig haben, so dass hier regelmäßig keine Veranlassung zum Reagieren besteht.

Ob Sie hier erfolgreich darauf hoffen können, dass die Sache ohne weiteres eingestellt wird, dürfte zunächst im Wesentlichen von der Personenbeschreibung des Täters abhängen. Tatsächlich werden derartige Verfahren vielfach deswegen eingestellt, weil der Täter nicht verlässlich ermittelt werden kann. Kann der andere Beteiligte Sie hingegen hinreichend identifizieren, drohen Ihnen durchaus Probleme.

Das unerlaubte Entfernen vom Unfallort stellt einen Straftatbestand dar (§ 142 StGB). Dieser könnte im Übrigen bereits verwirklicht sein, wenn durch Ihren abgeschlagenen Außenspiegel das Baustellenschild beschädigt wurde. Auch in dem Fall wären Sie verpflichtet, Ihre Daten und Ihre Beteiligung an dem Unfall bekanntzugeben. Gleiches gilt für Ihre Beschädigung an dem anderen Kfz. Hier würde Ihnen im Fall einer Verurteilung regelmäßig eine Geldstrafe (Anzahl der Tagessätze in der Regel abhängig vom verursachten Schaden, Höhe eines Tagessatzes abhängig von Ihrem Einkommen), 7 Punkte im Verkehrszentralregister und unter anderem abhängig von der Höhe des Schadens eine vorübergehende Entziehung der Fahrerlaubnis drohen. Daneben droht die Verwirklichung weiterer Straftatbestände – insbesondere wenn der andere Fahrer angeben sollte, dass er sich hinter dem Fahrzeug befunden hat, als Sie rückwärts (dann auf ihn zu) gefahren sein sollten.

Aufgrund der hier drohenden nicht unempfindlichen Probleme würde ich Ihnen tatsächlich nicht empfehlen, sich derzeit in der Sache zu äußern. Ihre Chancen können ansatzweise seriös erst nach erfolgter Akteneinsicht beurteilt werden. Aus einer solchen ergibt sich, was der andere Beteiligte hier zu Protokoll gegeben hat, woraus sich dann ggf. ableiten lässt, was Ihnen im Ergebnis vorgeworfen wird und wie wahrscheinlich eine Identifizierung und eine Bestätigung des Tatvorwurfs ist. Sie sollten daher überlegen, einen Rechtsanwalt mit einer entsprechenden Akteneinsicht zu beauftragen. In jedem Fall würde ich aber nicht empfehlen, sich vorher wie auch immer in der Sache zu äußern.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 12.02.2014 | 07:13

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Stellungnahme vom Anwalt:
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