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Fahrerflucht mit vermeintlich geringem Schaden


| 09.06.2017 23:45 |
Preis: 47,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn



Hallo, ich habe heute Nachmittag in einer Seitenstraße beim Zurücksetzen mit dem Auto einen Granitpfeiler eines Hauses angefahren. Da ich mir sicher war, dass dies nur mein Auto beschädigt haben musste fuhr ich unter der Beobachtung einer Passantin weiter. Zu Hause stellte ich fest, dass lediglich mein Nummernschild etwas eingedrückt war. Da ich jedoch diese Fahrerflucht vor den Augen einer Zeugin durchgeführt habe frage ich mich ob es klüger wäre mich bei der Polizei binnen der 24h zu melden? Oder würde ich im Falle, dass die Frau keine Anzeige stellt, mich unnötig selbst belasten? Welche Strafe wäre hier zu Erwarten?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

es ist Ihnen nicht dazu zu raten, sich bei der Polizei zu melden.

Sie sind zwar verpflichtet, zu Gunsten des Geschädigten Feststellungen u.a. zu Ihrer Person zu ermöglichen (§ 142 Abs. 1 Nr. 1 StGB).

Eine Pflicht zur Selbstbezichtigung besteht aber darüber hinaus nicht.

Bei einer nachträglichen Anzeige innerhalb von 24 Stunden kann von einer Strafe abgesehen werden oder die Strafe gemindert werden (§ 142 Abs. 4 StGB). Dies setzt aber
1. einen Unfall "außerhalb des fließenden Verkehrs" (nach der Rechtsprechung auf einem Parkplatz) und
2. einen "nicht bedeutenden Sachschaden" (weniger als 1.300/1.500 €) voraus.

Ohne vorherige Akteneinsicht und damit einer Anzeige der Zeugin, ist von einer an die Polizei abzuraten.

Im schlimmsten Fall wäre mit einer Strafe in Höhe von 30 Tagessätzen x Nettoeinkommen / 30 zu rechnen.
Wahrscheinlicher wäre eine Einstellung des Verfahrens.

Wenn Sie Ihr Gewissen beruhigen möchten, sehen Sie sich den Pfeiler noch einmal genauer an und teilen dem Eigentümer Ihre Daten und Ihre Unfallbeteiligung mit.


Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 10.06.2017 | 00:51

Also ist eher kein Entzug der Fahrerlaubnis (zeitweise oder komplett) zu befürchten?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.06.2017 | 01:10

Sehr geehrter Ratsuchender,

so ist es, jedenfalls wenn der fremde Schaden 1.300 € / 1.500 € nicht übersteigt (§ 69 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 3 am Ende StGB).

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 10.06.2017 | 00:44


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