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Fahrerflucht - Wer Zahlt den Schaden?


| 14.12.2009 13:03 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht



Person A fährt morgens auf einer engen Fahrbahn zur Stadt A,
Person B fähr in entgegengesetzer Richtung zur Stadt B, ist wohl etwas von Person C genervt der vor ihm fährt und schert ein bisschen nach links aus.
person A fährt akkurat auf der Rechten Spur.
Da person B ausgeschärt hat treffen sich die beiden Spiegel und hauen sich gegenseitig ab und gegen die Scheibe.
Person A wartet auf Person B in Stadt A.
Angeblich wartet Person B in Stadt B.
Person A geht zur Polizei und erstattet Anzeige gegen unbekannt.
Fahndung wird ausgeschrieben und eine suchanzeige nach Person C.
Person B wird durch hilfe der Fahndung gefunden und ist nicht zur Polizei.
Da Person A am Abend noch zum Unfall Ort ging und dort immer noch die Spiegel lagen hatt es wohl Perosn B nicht so interessiert.

So und nun sagt natürlich Person B, dass Person A zu weit rüber kam also Aussage gegen Aussage und Perosn C ist nicht auffindbar.
Den krankenkassen ist es völlig egal da beide bei der gleichen Versicherung sind.

meine Frage lohnt es sich vor Gericht zu gehen?
Klar es ist Aussage gegen Aussage aber Person A ist zur Polizei und Person B ließ sich nur durch Fahndung finden. Person A kährte an Unfallort zurück, aber Person B nicht.

Die Rechtslage sagt klarAussage gegen Aussage wem soll er glauben? klar aber
das gerechtigkeitsgefühl sagt person A hat Recht, von den handlungen und dem verhalten her.
Vorallem hätte person A ja auch Person C den spiegel abfahren müssen wenn Person A zu weit links gefahren wäre.

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Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund des geschilderten Sachverhalts gehe ich son folgender Sach- und Rechtslage aus:

Es liegt ein Verstoß gegen das Rechtsfahrgebot vor, § 2 II StVO. Soweit beide Fahrer gegen das Rechtsfahrgebot verstoßen, ist in der Regel eine Schadensteilung vorzunehmen, wobei dem Fahrzeughalter ein höherer Haftungsanteil anzulasten ist, dessen Fahrzeug die höhere Betriebsgefahr trägt, oder dessen Fahrer in stärkerem Maße gegen das Rechtsfahrgebot verstößt. Problematisch ist hier die Frage der Nachweisbarkeit. Sollte ein Fahrzeug über die Mittellinie gefahren sein, und das andere Fahrzeug lediglich nicht äußerst rechts, so ist eine Haftungsverteilung 80:20 zulasten des Fahrzeugs anzunehmen, welches die Mittellinie überschritten hat.

Wenn es sich jedoch wie bei Ihnen verhält, dass letztlich Aussage gegen Aussage steht und der Sachverhalt nicht aufklärbar ist, so ist jeweils von einer 50%igen Haftung der Unfallteilnehmer, aufgrund der vorhandenen Betriebsgefahr auszugehen. Bei dieser Einschätzung bin ich davon ausgegangen, dass die Unfallteilnehmer jeweils in einem PKW gesessen, also eine gleiche Betriebsgefahr bestand.

Für die Haftungsquoten ist im Übrigen nicht von Bedeutung, ob einer der Unfallteilnehmer Unfallflucht begangen hat. Dies spielt lediglich dahingehend eine Rolle, dass der Unfallflüchtige möglicherweise mit Regressansprüchen seiner Haftpflichtversicherung zu rechnen hat. Nach Außen hin, wird die Versicherung in jedem Fall dem anderer Verkehrsteilnehmer Deckung gewähren.

Es ist daher anzuraten, dass Sie gegenüber der Versicherung des Unfallgegners den Schaden geltend machen. Sollte die Versicherung sich weigern, so werden Sie voraussichtlich 50% Ihres Schadens gerichtlich durchsetzen können. Bei dieser Beurteilung bin ich davon ausgegangen, dass Sie Fahrer und Halter des beschädigten Fahrzeugs sind und der Unfallgegner ebenso keinen Zeugen zur Verfügung hat. Der Unfallgegner kann natürlich dann ebenso 50% seines Schadens geltend machen.

Sollte die Unfallregulierung durch die Versicherung nicht erfolgen, so empfehle ich in jedem Fall einen Gang zu einem Rechtsanwalt in Ihrer Näche.

Bitte beachten Sie, dass diese Stellungnahme aufgrund Ihrer Schilderung nur eine erste Einschätzung sein kann und den Gang zum Anwalt nicht ersetzt. Die Einschätzung basiert auf Ihren Angaben, eine Änderung des Sachverhaltes kann zu einer völlig anderen Einschätzung führen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 14.12.2009 | 14:24

Das heißt selbst wenn zb. ich korrekt gefahren bin und der Unfallgegner über die Mittellinie gekommen ist, also alleiniger Unfallverursacher ist muss ich auf die 50/50 Variante gehen?
Da ich es nicht nachweißen kann das er die Mittellienie überschritten hat und nicht ich.
Und die Indizien helfen mir in einer Gerichtsverhandlung uahc nicht weiter?

Ganz simpel 1 Frage: Wir gehen davon aus;
Ich bin Unschuldig und der gegner Unfallverursacher.
Ich kann es Ihm auf Grund von Beweisen/Zeugen nicht nachweisen.
Und muss auf einen 50/50 vergleich eingehen obwohl die Indizien für mich sprechen? (Also ich habe Anzeige erstattet, er hat sich nicht gemeldet, ich kam zum Unfall ort zurück,ich hätte das vor ihm fahrende fahrzeug auch treffen müssen etc.)

Ich weiß das eine Strafverfolgung also Fahrerflucht und der Schaden getrennt behandelt werden, dennoch ist es sehr suspekt für mich den Grund das ich zur polizei gegangen bin nicht gelten zu machen.
Eine Ja oder Nein antwort genügt auf die oben genannte simple Frage, der Rest ist mir dann bewusst auch wenn es sehr bitter ist =)

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.12.2009 | 19:01

Ja leider,

die Anzeige und die Unfallflucht des Gegners ist dabei kein hinreichendes Indiz. Das vor Ihm fahrende Fahrzeug ist nicht zu finden und daher auch nicht hilfreich.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 14.12.2009 | 14:25


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FRAGESTELLER 14.12.2009 4,4/5.0
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