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Fahren unter Alkohol mit Unfall

30.06.2009 10:17 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Am Samstag feierte mein Sohn mit einigen Freunden. Es wurde auch Alkohol getrunken. Sein Freund Sebastian kam plötzlich und sagte, er möchte bitte Zigaretten holen und fragte den anderen Freund Ingo nach seinem Autoschlüssel. Alle nahmen das nicht erst und Ingo gab ihm den Schlüssel in die Hand weil auch er der Meinung war Sebastian macht nur Spaß.
Nach einer Weile bemerkten mein Sohn und Ingo, dass Sebastian und ein anderer Gast nicht mehr da waren.
Da klingelte auch schon das Telefon und Sebastian rief an und sagte er hätte einen Unfall gehabt, dass KFZ von Ingo wäre beschädigt. Natürlich war gleich Polizei vor Ort und Sebastian wurde der Führerschein abgenommen. Der Beifahrer hatte keinen Führerschein. Das Fahrzeug ist demoliert und eine Hausmauer.
Wie ist denn jetzt nun der Sachverhalt.
Kann Ingo Sebastian zur Rechenschaft ziehen ? Er hat ihm ja den Schlüssel gegeben obwohl er wußte, dass Sebastian getrunken hat also mußte er damit rechnen dass was passieren kann, auch im nüchternen Zustand hätte das geschehen können.
Sebastian ist den Führerschein los das ist klar, die Strafe und den Entzug muß er hinnehmen.
Aber was ist mit dem KFZ Schaden. Das Fahrzeug ist nur Teilkasko versichert und gehört Ingos Vater. Schaden um die 5000,-- Euro.
Wäre es zweckmäßig dass Sebastian den Schaden sofort bezahlt. Mit welchem Strafmaß kann Sebastian rechnen ?
Sebastian hatte 1,5%o bei der Blutprobe.
Muß Ingo damit rechnen ebenfalls den Führerschein los zu werden?

Was kann Sebastian für eine

30.06.2009 | 10:42

Antwort

von


(758)
Wrangelstrasse 16
24105 Kiel
Tel: 0431-895990
Web: http://www.kanzlei-steidel.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

die von Ihnen aufgeworfenen Fragen darf ich wie folgt beantworten:

1.
Ingo kann Sebastian dann zu Rechenschaft ziehen, wenn er einen eigenen Schaden erlitten hat. Das scheint mir hier zunächst aber nicht der Fall zu sein, denn das Auto gehört ja Ingos Vater. Dieser ist der Geschädigte.

Als Geschädigter steht dem Vater ein Schadensersatzanspruch aus "unerlaubter Handlung" ( § 823 BGB ) gegen den Sebastian zu. Der Vater kann also seinen Schaden am Fahrzeug ersetzt verlangen.
Eine Versicherung wird auf Seiten von Sebastian hierfür kaum eintreten, da dieser zumindest grob fahrlässig gehandelt haben dürfte, als er sich mit 1.5 Promille ans Steuer gesetzt hat.

Eine Mithaftung von Ingo käme rechtlich durchaus in Betracht, da dieser den Schlüssel übergeben hat. Der Vater wird Ingo aber wohl kaum mit in Anspruch nehmen, so dass insoweit zunächst nichts zu befürchten sein dürfte.

2.
Natürlich wäre es "zweckmässig", dass Sebastian den Schaden sofort bezahlt. Dies würde sich aller Voraussicht nach auch strafmildernd für ihn auswirken.
Sebastian wird mit einer Anklage wegen Trunkenheitsfahrt rechnen müssen, § 316 StGB . Das Strafmass ist davon abhängig, ob er vorher schon einmal strafrechtlich in Erscheinung getreten ist. In der Regel ist mit Geldstrafe von min. 30 Tagessätzen und einer Sperre von 1 Jahr zu rechnen, wenn es eine Ersttat ist. Ausserdem wird er vor Wiedererteilung einer Fahrerlaubnis mit einer MPU ( med. -pscholog. Untersuchung ) rechnen muessen.

3.
Wenn die Polizei oder Staatsanwaltschaft Kenntnis davon erlangt, dass Ingo den Schlüssel an den ersichtlich betrunkenen Sebastian abgegeben hat, kann auf Ingo ein Verfahren wegen Beteiligung an der Trunkenheitsfahrt eingeleitet werden. Dies ist aber unwahrscheinlich. Ingo muss meines Erachtens nicht mit Konsequenzen rechnen, was den Besitz seiner Fahrerlaubnis anbetrifft.

Ich hoffe, Ihre Fragen damit im Rahmen dieser Erstberatungsplattform hinreichend beantwortet zu haben.


Rechtsanwalt Sascha Steidel
Fachanwalt für Familienrecht

ANTWORT VON

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