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Fälschung bei ebay ersteigert


14.03.2005 18:56 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

ich habe nach der überweisung des geldes (193€) meine ersteigerte ware erhalten. ich wurde jedoch von bekannten darauf angesprochen, dass die ersteigerte jacke gefälscht sei. daraufhin suchte ich ein sportgeschäft auf, das diese jacken vertreibt, dort konnte mir jedoch auch niemand zusichern, dass es sich um ein orginal handele. die qualität würde nicht dem üblichen standard entsprechen, wurde mir dort gesagt. auch auf der hompage des herstellers (www.spyder.com) konnte ich nicht das erhalten model finden.
nachdem ich dem verkäufer den sachverhalt geschildert hatte, sicherte mir er zu, dass er die jacke nach rückkehr von seiner geschäftsreise zurücknehmen würde. die rückabwicklung sollte in 2 tagen vorgenommen werden.
seitdem habe ich nichts mehr von dem verkäufer gehört. er hat weder auf meine emails geantwortet noch mein geld zurück überwiesen.
wie mir ging es auch einem anderen käufer, der mich nachdem ich meine bewertung abgegeben habe, angeschrieben hat.

mit freundlich grüßen
jan-eric
14.03.2005 | 19:21

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

ich vermisse vorliegend zwar Ihre Frage. Sollte diese lauten: Wie ist die Rechtlage ?, möchte ich aber wie folgt antworten.

Vorliegend ist es entscheidend, ob es sich bei dem von Ihnen erworbenen Kleidungsstück tatsächlich um ein Plagiat handelt, oder nicht.

Ist die Ware echt und auch ansonsten mangelfrei, stehen Ihnen gesetzlich keinerlei Rechte auf Rückgabe und Rückzahlung des Kaufpreises gegen den Verkäufer zu. Da dieser aber erklärt hat, er werde die Jacke zurück nehmen, können Sie bereits aufgrund dieser Erklärung die Jacke zurückgeben. Fraglich ist hierbei natürlich stets, ob dies gerichtsfest ist, Sie das im zweifel also auch beweisen können.

Ist die Ware ein Plagiat und als "echt" verkauft worden, sind Sie wohl sowohl betrogen, als auch arglistig getäuscht worden. Der Kaufvertrag ist anfechtbar. Mit dem Verlangen, die Jacke zurück zu geben, haben Sie auch die Anfechtung erklärt.

Sollte der Verkäufer sich nicht weiter rühren, haben SIe folgende Möglichkeiten:

1. Strafanzeige gegen den Verkäufer wegen Betruges
2. Information der Herstellerfirma des Originals (für den Verkäufer mit immensen Schadensersatzansprüchen der Herstellerfirma verbunden)
3. Klage auf Rückzahlung des Kaufpreises.

Alle genannten Möglichkeiten sollten Sie dem Verkäufer androhen, wenn er sich nicht an die Absprache hält. Sie sollten vorliegend auf Vorkasse bestehen.

Es kann von Ihnen daneben nicht verlangt werden, sich durch die Versendung eines Plagiates an den Absender selbst dem Verdacht der Urheberrechtsverletzung auszusetzen.

Ich empfehle Ihnen daher, den Empfang des Geldes abzuwarten und das Plagiat anschließend nach Ankündigung an den Absender der Polizei zu übergeben.

Ich hoffe Ihnen weiter geholfen zu haben.

F.Sachse
Rechtsanwalt


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