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Fälschung Semsterticket


02.06.2005 15:35 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Sehr geehrte/r AnwaltIn,

zu folgenden Sachverhalt benötige ich Ihre Beratung:

Ich wurde am 30.05.05 mit einem gefälschten Semesterticket der FhTW Berlin in der Berliner S-Bahn erwischt. Der Fahrschein wurde eingezogen eine Rechnung auf erhöhtes Beförderungsentgelt von 40,-€ ausgestellt. Desweiteren die Information, daß sich in den kommenden 2 Wochen der BGS mit mir in Verbindung setzen wird.

Ich habe das Semesterticket auf der Vorlage eines abgelaufenen Semestertickets meiner Freundin (Studentin an der FHTW) durch einscannen, wegretuschieren von Name, Geburtsdatum, Studiengang und aufkleben des Hologramms gefälscht.

Ich bin 29 Jahre alt und nicht vorbestraft. Habe vor knapp 2 Jahren mein Studium beendet und befinde mich im Berufseinstieg.

1. Ist es ratsam mir schon vor der Vorladung durch den BGS einen beratenden Anwalt zu suchen?
2. Welche Angaben muß ich gegenüber dem BGS machen? Welche Funktion hat der BGS in diesem Fall (Wohnungsdurchsuchung etc.)?
3. Der Fahrschein ist wohl ein eindeutiger Beweis. Ist es ratsam alles zu gestehen und sich kooparativ zu zeigen.
4. Muß ich mit einem Strafverfahren durch die S-Bahn rechnen? Was werden die Anklagepunkte sein? Gibt es Fristen? In welchen Zeiträumen muß ich rechnen?
5. Mit welchem Strafmaß ist schlimmstenfalls zu rechnen?
6. Wie realistisch ist eine Ausgang mit Vorbestrafung (Vorstrafe)?
7. Ist es realistisch das Verfahren mit Hilfe eines Anwalts gegen Auflagen einzustellen?
8. Welche Kosten (Anwalt, Prozesskosten, Strafmaß) kommen auf mich zu?
9. Macht ein Entschuldigungsschreiben gegenüber der SBahn Sinn?
10. Können Sie mir einen erfahrenen Anwalt in diesen Fragen in Berlin empfehlen?

Bitte geben Sie an, zu welchem Preis Sie die Fragepunkte eingehend beantworten.

Mit freundlichen Grüssen
chrizz

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Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage.

Nach dem von Ihnen beschriebenen Sachverhalt werden Sie den Tatbestand des Betruges, der Urkundenfälschung und und der Beförderungserschleichung verwirklicht haben.

Ob die S-Bahngesellschaft Strafanzeige erstattet, hängt davon ab, ob Sie die Verkehrsbetriebe davon überzeugen können, daß es sich bei Ihrer Tat um ein Versehen handelt und es nicht mehr vorkommen wird. Da Sie aber zur Tatverwirklichung einiges an krimineller Energie entwickelt haben - wobei diese Art der Ausweisfälschung auch bereits zu meiner Studienzeit bekannt war - und der Vorsatz nicht abzustreiten sein dürfte, kann ich Ihnen keine Hoffnung machen, daß es nicht zu einem Strafverfahren kommen wird.

Allerdings wird man Ihnen die vorgeworfenen Straftaten nachweisen müssen. Sie sollten daher möglichst keine Angaben zur Sache abgeben. Vor der Polizei oder dem BSG werden Sie sich ohnehin nicht äußern müssen. Auch vor Gericht werden Sie zur Sache selbst nicht aussagen müssen.

Ich empfehle Ihnen, sobald Sie eine Vorladung erhalten, einen Strafrechtsanwalt in Berlin aufzusuchen. Dieser kann dann für Sie Akteneinsicht nehmen und versuchen, mit der Staatsanwaltschaft eine Einstellung des Verfahrens gegen Auflage zu verhandeln. Hier wird es aber auf das Verhandlungsgeschick des Kollegen ankommen.

Kommt es nicht zu einer Einstellung, werden Sie als Ersttäter ohne einschlägige Vorstrafen allerdings wohl mit einer Geldstrafe davonkommen, die sich im Bereich von 20 bis 30 Tagessätzen bewegen dürfte. Hinzukommen noch Gerichts- und Anwaltskosten im Bereich einiger Hundert EUR.

Grundsätzlich sollten Sie aber, da die aufgeführten Straftaten keine Lappalie darstellen, einen Anwalt mit Ihrer Verteidigung beauftragen.

Gerne kann ich Ihnen per E-Mail einen mir persönlich bekannten kompetenten Berliner Kollegen (Fachanwalt für Strafrecht) benennen, an den Sie sich zur Abklärung des Vorgehens wenden können.


Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen



A. Schwartmann
Rechtsanwalt

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