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Fälschliche Doppelbesteuerung in Deutschland und den USA - Geld zurück möglich?

18.11.2016 09:47 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Busch


Ich habe mehrere Jahre in einer deutschen Niederlassung für eine amerikanische Firma bis Ende 2014 gearbeitet. Im Zuge dessen bekam ich auch Aktienoptionsrechte von ca. € 10.000 des gleichen Unternehmens, für die in den USA ca. € 4.000 (umgerechnet) direkt an Kapitalertragssteuer abgezogen wurden (Werte der Einfachheit halber angepasst).

Das deutsche Finanzamt hat die € 10.000 seinerseits als Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit gewertet und zusätzlich noch mal Lohn-/Einkommenssteuer verrechnet. Gegen diesen Bescheid habe ich wirkungslos Einspruch eingelegt. Dieser Einspruch erfolgte 09/2015 und zog sich über mehrere "Finanzamt-Instanzen" (ohne vor Gericht zu gehen) bis gestern hin.

Seitens des deutschen Fiskus ist man der Meinung, dass die Steuer in den USA zu Unrecht einbehalten wurde und nennt die Möglichkeit - unter Verweis auf die Versteuerung in Deutschland - auf Erstattung von den amerikanischen Behörden.

Meine Fragen:
1. Simmt die Aussage des deutschen Fiskus, die für mich so nicht nachvollziehbar ist?
2. Ist 2014 ggfs. für den amerikanischen Fiskus nicht schon verjährt?
3. Wie GENAU müsste ich ggfs. vorgehen, um das Geld WO einzutreiben?

Einsatz editiert am 21.11.2016 08:39:18
Eingrenzung vom Fragesteller
21.11.2016 | 08:38

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Hier prallen 2 Bewertungen aufeinander, die ohne Detailkenntnis nicht abschließend beurteilt werden können.
In Deutschland gilt, dass alle Bezüge, die ein Arbeitnehmer im Rahmen seiner Tätigkeit und wegen seiner Tätigkeit erhält, als Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit zu behandeln sind.
Die USA betrachten lediglich die Seite der Einkünfte aus Kapitalvermögen und behalten 30% Quellensteuer ein. Normalerweise würde nach dem Doppelbesteuerungsabkommen eine Anrechnung der in den USA gezahlten Steuern auf die in Deutschland zu zahlende Steuer erfolgen. Also hat das deutsche Finanzamt erst einmal Recht, allerdings erscheint mir die Konsequenz unrichtig - nämlich das Unterlassen der Anrechnung.
Warum dies vorliegend nicht erfolgt ist, ist ohne Kenntnis des Sachverhaltes schwer zu ermitteln, hier würde die Beurteilung durch einen bei Ihnen ansässigen Steuerberater sicherlich helfen.

2. Ja, die Frist zur Antragstellung im Erstattungsverfahren der Quellensteuer beträgt in den USA üblicherweise ein Jahr.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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