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Fällt Spekulationssteuer an?

14.08.2016 17:37 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Situation: 1996 sirbt mein Vater und hinterlässt sein Haus. Erben sind:

- Meine Mutter 50%
- Meine Schwester 25%
- Ich 25%
(als Erbengemeinschaft, seit jeher wohnen meine Mutter und ich nun in diesem 1-Familien-Haus zu zweit).

Im November 2013 entscheiden wir uns aufgrund schwerer Krankheit der Mutter zu folgendem:

- ich bekomme von meiner Mutter ihren Haus-Anteil unentgeltlich überschrieben gegen lebenslanges Wohnrecht
- meine Schwester bekommt für ihren Teil 25.000 Eur.

Seit November 2013 gehörte mir das Haus damit alleine komplett. Ich selbst bewohnte es bis April 2016 selbst und bin dann für die Räumung (wegen Verkauf) ausgezogen. Bis Juli 2015 wohnte ich zusammen mit meiner Mutter darin, die dann verstorben ist. Danach komplett alleine.

Jetzt verkaufe ich das Haus (für 200.000 Eur). Frage: Fällt Spekulationssteuer an?

Nach meinen Recherchen nein, da ich (wir) das Haus sowohl in diesem Jahr sowie die beiden Jahre zuvor zu eigenen Wohnzwecken genutzt haben, richtig? Auch wenn meine Mutter noch mit drin gewohnt hat (mietfrei/Wohnrecht) eine Zeit lang. Ich selbst habe jedenfalls dauerhaft darin gewohnt und war dort auch durchgehend gemeldet. Habe auch nie woanders gewohnt oder eine Zweitwohnung gehabt.

Wird mir zum Verhängnis, dass ich meine Schwester 2013 ausbezahlt habe? Das dürfte doch auch keine Rolle spielen, aufgrund der obigen Regelung, richtig?

Aus meiner Sicht fällt damit auch nicht auf die 25% meiner Schwester Steuer an, richtig?

Falls ich eine wichtige Angabe vergessen habe, reiche ich diese gerne über die Nachfragefunktion ein.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Spekulationssteuer fällt an, wenn zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als 10 Jahre liegen oder Sie eben seit Anschaffung und Veräußerung ausschließlich selbst wohnen oder eben im Jahr des Verkaufes und den zwei Jahren davor ausschließlich selbst genutzt haben.

Für den Teil des Hauses, den Sie geerbt haben, kommt es somit auf den Anschaffungszeitpunkt des Erblassers an. War dieser vor 10 Jahren, fällt für Ihren Erbteil keine Steuer an.

Für den unentgeltlichen Teil von Ihrer Mutter liegen quasi keine Anschaffungskosten vor, so dass hier auch kein privates Veräußerungsgeschäft gegeben ist.

Für den von Ihrer Schwester erworbener Immobilienteil liegt ein entgeltlicher Erwerb und somit auch Anschaffungskosten vor. Da Sie jedoch seit Erwerb diesen Teiles im Jahre 2013 bis Verkauf April 2016 diesen Teil selbst nutzen, fällt keine Spekulationssteuer an.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 14.08.2016 | 23:32

Danke für die Antwort, die sehr allgemein gehalten ist. Daher ergeben sich die folgenden konkreten Nachfragen darauf:

1.
"Für den Teil des Hauses, den Sie geerbt haben, kommt es somit auf den Anschaffungszeitpunkt des Erblassers an."

Bitte beachten Sie, dass im gegebenen Fall noch kein Erbfall eingetreten war. Meine Mutter hat mir ihren Teil gegen Wohnrecht kostenlos bereits vor ihrem Tod eingeräumt (siehe oben, Schenkung?) - bleibt die Antwort trotzdem die gleiche, da ich nichts für den Teil bezahlt habe - sprich keine Anschaffungskosten hatte?

2
"Da Sie jedoch seit Erwerb diesen Teiles im Jahre 2013 bis Verkauf April 2016 diesen Teil selbst nutzen, fällt keine Spekulationssteuer an."

"Selbst nutzen" heißt, es reicht, dass ich dort gemeldet bin/war und auch gewohnt habe. Es ändert nichts an der Situation, wenn auch meine Mutter dort ihr Wohnrecht teilweise zeitgleich ausgeübt hat, sprich wir zu zweit dort gewohnt haben. Es lag also eine Selbstnutzung im Sinne des Gesetzes vor und deshalb entsteht keine Steuer richtig? Verzeihen sie die Nachfrage, aber bei Recherchen wird man nicht fündig, was unter "selbst genutzt" genau gemeint ist. Es reicht demnach quasi, wenn ich dort selbst mit drin gewohnt habe?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.08.2016 | 08:49

Mit geerbten Teil meine ich den Anteil, den Sie von Ihrem Vater geerbt haben.

Da Sie in dem Haus wohnen, erfüllen Sie den die Voraussetzung "selbst nutzen".

Mit freundlichen Grüßen

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