Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Fälligkeit einer falschen Rechnung?

| 14.06.2013 17:07 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Es geht um korrekte Rechnungsstellung.

Sachverhalt

Ich habe einen Anwalt den Auftrag erteilt zur Eintreibung von Forderungen und zwar sowohl für mich persönlich als auch für eine mir gehörende GmbH. Der Anwalt hat die Arbeit im November 2010 aufgenommen und ohne Erfolg beendet. Ich habe im Mai 2012 im direkten Kontakt mit dem Schuldner einen Vergleich ohne den Anwalt geschlossen und den Anwalt darüber informiert. Der Anwalt hat seine Tätigkeit für mich persönlich, die zu einer Klageeinreichung führte, abgeschlossen und von mir vollständig nach Gebührenordnung in Rechnung gestellt und die Vergütung erhalten. Die Tätigkeit für die GmbH bestand in einem anwaltlichen Schreiben an die gegnerische Partei und es war ausdrücklich ausgemacht, dass diese Arbeit nicht viel kosten solle. Allerdings wurde kein konkreter Preis vereinbart. Der Anwalt hatte der Gesellschaft zunächst auch keine Rechnung geschrieben. Als er dann erfuhr, dass sich die Angelegenheit für ihn erledigt hat, hat er irgendwann in 2012 eine Rechnung an die GmbH geschrieben, die formal fehlerhaft war. Im November 2012 hat er diese Rechnung dann korrigiert und als Leistungszeitraum 22.11.10 bis 11.06.12 angegeben. Nach meiner Meinung ist die Angabe des Leistungszeitraums falsch, seine Tätigkeit endete definitiv im März 2011..

Fragen
1. Ist eine Rechnung mit Angabe eines falschen Leistungszeitraums fällig oder muss sie erst korrigiert werden, damit sie fällig wird?
2. Ist es zulässig und rechtswirksam, nach einer so langen Zeit von eineinhalb Jahren erst die Rechnung zu stellen, nach der sich keiner mehr genau an den Wortlaut der Auftragserteilung erinnern kann? Die Aussagen des Anwaltes und meine Aussage widersprechen sich in dem Punkt..
3. Der Forderungsbetrag für ein anwaltliches Schreiben betrug 13.500 EUR, was kann, darf der Anwalt nach Gebührenordnung in Rechnung stellen?
4. Kann ich verlangen, dass die Rechnung an mich persönlich ausgestellt wird, weil nur ich persönlich einen Vorteil aus dem Vorgang gezogen habe. In der Bestellung stand allerdings, dass es sich um zwei getrennte Auftraggeber handelt.

Wenn mein Angebot zu niedrig ist, beantworten Sie nur einen Teil der Fragen, auf jeden Fall aber Frage 1.
14.06.2013 | 18:46

Antwort

von


(2321)
Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 2993178
Web: http://www.anwalt-prime.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn bei einer Rechnung der Leistungszeitraum nicht stimmen sollte, haben Sie zwar einen Anspruch auf Korrektur, die Fälligkeit dieser Rechnung berührt dies jedoch nicht.

Hinsichtlich des Rechnungsempfängers kommt es darauf an, wem der Anspruch zustand, also Forderungsinhaber gewesen ist.

Bei einem Streitwert von 15.000,00 und nur außergerichtlicher Tätigkeit, ohne dass er bei der Einigung beteiligt gewesen ist, darf er lediglich 899,40 Euro brutto abrechnen, wenn keine extra Vergütungavereinbarung getroffen worden ist.


Nachfrage vom Fragesteller 14.06.2013 | 23:20

Der Forderungsinhaber war wohl die GmbH, sie hat aber im Rahmen des Vergleichs, den der Anwalt nicht herbeigeführt hat, auf eine Forderung in Höhe von 13.500 EUR zu meinen persönlichen Gunsten verzichtet, darf der Anwalt 899,40 abrechnen für nur ein einziges Schreiben? kann man die Streitwerte zusammenfassen (2x 13.500 EUR), da eine Abgrenzung wer Forderungsinhaber für was war praktisch nicht durchführbar war und der Anwalt beide Vorgänge zusammen bearbeitet hat. Wie hoch sind die Anwaltskosten bei einem Streitwert von 27.000 EUR?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.06.2013 | 23:34

Sehr geehrter Fragesteller,

die Gebühren bei einem Streitwert von € 27.000,00 lägen bei € 1.196,43.

Ob beide Werte zusammengerechnet werden, hängt davon ab, ob er beide Ansprüche in einem Schreiben geltend gemacht hat, also insbesondere den selben Anspruchsgegner hatten.

Vieles spricht aber dafür, auch wenn er nur ein einziges Schreiben fertigte, dass beide Schreiben zusammengerechnet werden.

Es könnte aber auch noch ein sogenanntes "einfaches Schreiben" vorliegen:

"Nach der Legaldefinition der Nr. 2302 Vergütungsverzeichnis zum RVG handelt es sich dann um ein einfaches Schreiben, wenn dieses weder schwierige rechtliche Ausführungen allgemeiner Art noch größere rechtliche Auseinandersetzungen über den betreffenden Sachverhalt enthält. Die Abgrenzung wird demnach allein nach dem Inhalt des Schreibens vorgenommen."

In diesem Fall hätte der Anwalt nur Anspruch auf eine 0,3 Gebühr, was bei einem Streitwert von € 27.000,00 zu Gebühren in Höhe von € 294,41.

Bei weiteren Fragen schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte.

Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 15.06.2013 | 08:50

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Dr. Felix Hoffmeyer, LL.M. »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 15.06.2013
5/5,0

ANTWORT VON

(2321)

Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 2993178
Web: http://www.anwalt-prime.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Strafrecht, Verkehrsrecht, Vertragsrecht, Kaufrecht, Miet und Pachtrecht, Erbrecht, Verwaltungsrecht, Baurecht, Internet und Computerrecht, Zivilrecht, Arbeitsrecht