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Fälligkeit der Makler-Coutage bei Vorkaufsrecht


28.11.2012 07:58 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle




Fälligkeit der Makler-Coutage bei Vorkaufsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren

Ein Käufer hat eine Wohnung über einen Makler erworben.Anschließend meldete sich bei dem Veräußerer ein Vorkaufsberechtikter und möchte die Wohnung kaufen.Dieser hat mit dem Makler keine Verbindung.

Frage :
Muss der Vorkaufsberechtigte die Maklergebühren von dem Erstkäufer übernehmen?

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Sehr geehrter Ratsuchender,


Sie haben den empfohlenen Richtpreis unterschritten und dadurch bei der Frage der Dringlichkeit / Detailtiefe die niedrige Variante gewählt. Ich darf um Beachtung beim Lesen der Antwort und Ihrer Bewertung bitten, da auch die hiesigen Rechtsanwälte sich natürlich an die vorgeschriebenen Nutzungsbedingungen halten müssen.


Nun zur Antwort Ihrer Frage:


Es kommt darauf ab, ob das Vorkaufsrecht im Grundbuch eingetragen und was im Kaufvertrag vereinbart gewesen ist, denn wird ein im Grundbuch eingetragenes Vorkaufsrecht ausgeübt, würde die Provisionspflicht des Käufers gegenüber dem Makler entfallen, da dem Käufer wirtschaftlich keinerlei Vorteil zufließt.


Ist allerdings im Kaufvertrag eine zulässige Maklerklausel zu Lasten des Käufers vereinbart gewesen, ist der Vorkaufsberechtigte zur Zahlung der Courtage verpflichtet.

Die Rechtsprechung begründet dieses damit, dass der Vorkaufsberechtigte nicht nur den Kaufpreis zu zahlen hat, sondern schlechthin JEDE Leistungen zu erbringen hat, die dem Erstkäufer durch den Kaufvertrag auferlegt worden sind, also auch die vereinbarte Maklercourtage (BGH, Urt.v. 14.12.1995, Az.: III ZR 34/95)


Prüfen Sie also Grundbuch und ggfs. den Kaufvertrag auf diese Besonderheiten.




Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php


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