Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
484.435
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Fachhochulreife Praxis Teil durch Selbstständigkeit


| 07.11.2017 21:49 |
Preis: 25,00 € |

Hochschule, Prüfungen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Brigitte Draudt



Hallo!

Ich habe eine Frage bezüglich des praktischen Teils der Fachhoschulreife. Ich habe mich nachdem ich den theoretischen Teil der Fachhoschulreife erlangt habe selbstständig gemacht und jetzt ca. 15 Monate nach der Gewerbeanmeldung würde ich gerne noch ein Studium dazu beginnen. Ich habe bereits mit meiner ehemaligen Schule gesprochen, ob man die Selbstständigkeit als praktischen Teil geltend machen könnte. Dies ist laut deren Aussage allerdings leider nicht möglich.
Ich frage mich dennoch, ob es nicht eine Möglichkeit geben könnte, dies als praktischen Teil zu zählen, da ich während der Zeit wirklich viel gelernt und Praxiserfahrung gesammelt. Wäre es vielleicht denkbar, dass ich selber bei mir im Betrieb ein Praktikum gemacht habe und man dies geltend machen kann?
Ich komme aus Schleswig-Holstein, hier ist die offizielle Gesetzesgebung: https://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/S/schulrecht/Downloads/Rechtsquellen/Fachhochschulreife.pdf?__blob=publicationFile&v=1

Vielen Dank und beste Grüße!

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Fragestellerin,

ich beantworte Ihre Frage gerne wie folgt:

In den Richtlinien - dort Ziffer 2- , die Sie bereits in Ihrer Frage genannt haben, ist geregelt, dass der berufliche Teil für die Fachhochschulreife durch eine abgeschlossene Berufsausbildung, ein einjähriges gelenktes Praktikum oder ein freiwilliges Jahr nachgewiesen werden kann.
Für Sie käme nun in Frage, die Selbständigkeit als Praktikum darzustellen. Unter den Begriff eines gelenkten Praktikums fällt es nicht, wenn man das Praktikum " bei sich selbst macht. " Auch entspricht dies gerade nicht dem Begriff gelenkt, denn Sie sind ja dann unter eigener Regie tätig geworden.

Nun handelt es sich ja aber ausweislich des Ihnen bekannten Textes der Richtlinie um eine "kann" Vorschrift, wie es in der juristischen Sprache heißt. Es heißt ausdrücklich, dass der berufliche Teil durch die o.g. Tätigkeiten nachgewiesen werden kann, aber nicht muss. Dementsprechend ist in dem Text der Richtlinie unter der Ziffer 2 auch gerade noch aufgeführt, dass über die Anrechnung weiterer Zeiten das zuständige Ministerium entscheidet.
Das wäre also Ihre Möglichkeit, dass Sie eben bei dem Ministerium vorstellig werden, dass man für Sie eine eigene Entscheidung trifft, dass Ihre Selbständigkeit doch anerkannt wird. Argumentieren Sie am besten wie in der Ausgangsfrage schon geschildert und noch mehr, indem Sie schildern, was Sie genau gemacht haben, gelernt haben etc.
Ich halte es für sinnvoll, erst einmal dort vorzusprechen oder je nach Entfernung anzurufen, um vorab abzuklären, was genau hier die Anforderungen sind, die für die Ermessensentscheidung des Ministeriums notwendig ist.

In Ihrem Fall würde dann eine Einzelfallentscheidung getroffen werden. Das sollte Ihr Ziel sein.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Draudt
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 15.11.2017 | 20:45

Hallo Frau Draudt!

Vielen Dank für Ihre Antwort und bitte entschuldigen Sie meine späte Rückmeldung! Würden Sie also eher direkt einen Brief mit der Argumentation absenden oder zunächst nur einen Anruf, Mail oder Besuch machen? Dürfte ich mich in meinem Brief auf Ihre Aussage beziehen oder Sie zitieren?

Vielen Dank und beste Grüße!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.11.2017 | 09:51

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Nachfrage gerne wie folgt:

Sie haben bisher mitgeteilt, dass "nach deren Aussage" es nicht möglich sei, die Selbständigkeit anzuerkennen. Ich gehe daher davon aus, dass Ihnen kein Bescheid diesbezüglich vorliegt. Wenn dem doch so sein sollte, also Sie einen Brief erhalten haben, in welchem eine schriftliche Ablehnung enthalten ist, möglicherweise sogar mit einer Rechtsmittelbelehrung, dann müssten Sie innerhalb eines Monats nach Zugang schriftlich Widerspruch erheben. Für die Fristberechnung nehmen Sie sicherheitshalber den Tag nach dem auf dem Bescheid, sofern Sie keinen anderen Posteingang nachweisen können.

Wie gesagt, gehe ich anhand Ihrer Schilderung nicht davon aus. Dann würde ich ein persönliches Gespräch empfehlen. Sie können ja vorher anrufen und einen Termin ausmachen und hierbei schon mal "vorfühlen".

Schreiben können Sie dann immer noch.

Sie können sich auf mich beziehen.

Mit freundlichen Grüßen

Draudt
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 16.11.2017 | 20:16


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen Dank für die schnellen und hilfreichen Antworten! Ich hätte diese Möglichkeiten nicht alleine entdeckt.

Beste Grüße!"
FRAGESTELLER 16.11.2017 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 61064 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,6/5,0
Mein Erstnutzer-Eindruck : kompetent und schnell - unbedingt weiterzuempfehlen. Eine der sinnvollsten Internetseiten die ich kenne. ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Unsere Fragen wurden konkret beantwortet. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Hat uns sehr geholfen Können so mit guten Voraussetzungen im einem Rechtsstreit gehen. Vielen Dank und gerne wieder Sehr zu empfehlen ...
FRAGESTELLER