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Facharbeit Deutsch Klasse 11 nicht bewertet

| 28.01.2010 09:45 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth


Unsere Tochter besucht die 11. Klasse der Deutschen Auslandsschule in Kuala Lumpur. Ende November wurde die Klasse vom Fachlehrer damit beauftragt, eine Facharbeit zu erstellen. Unsere Tochter sollte zum Thema nonmainstream literature in Malaysia schreiben. Waehrend der Weihnachtsferien diskutierten wir mit unserer Tochter verschiedene Punkte von der Literaturrecherce bis hin zur Besprechung von alternativen Formulierungen. Die Arbeit wurde termingerecht abgegeben und eine benotete Vorstellung fand vor einem Publikum statt.
Der Fachlehrer komm in seinem Gutachten zu folgenden Ueberlegungen: „… Die Inanspruchnahme von zwei Beratungsterminen ist gefordert ….Das die Schüler sich selbstständig um diese Termine bemühen müssen, ist ihnen bekannt.
…NN hat diese geforderten Beratungen jedoch nicht in Anspruch genommen. Zudem ist sie auf eine Liste mit Anregungen für Forschungstätigkeiten, die ich ihr gegeben hatte, und über deren Ergebnisse sie mich bis zu dem bestimmten Zeitpunkt informieren sollte, erst gar nicht eingegangen.“
und weiter: „…Bis zu den Weihnachtsferien hat die Schülerin, so stellt es sich mir dar, keinerlei Ergebnisse erzielt. Die vorliegende Arbeit ist also offenbar komplett in den Weihnachtsferien geschrieben worden und es ist offensichtlich, dass sie zu einem großen Teil nicht von der Schülerin verfasst wurde.“
und: „NN hat hier leider eine Möglichkeit verpasst, ihre Defizite im Bereich der schriftlichen Darstellung im Fach Deutsch zu verbessern.“
und schliesslich: „Der Zweck der Stellung einer Arbeit und nicht zuletzt das Ziel, sich auf universitäre Facharbeiten vorzubereiten, sind mit der Vorlage einer offenbar großteils von anderen Personen angefertigten Arbeit verfehlt worden. Von einer Wertung der Arbeit als Täuschungsversuch mit 0 Punkten (ungültig) möchte ich absehen.“
Nicht nur unsere Tochter war traumatisiert nach dem Erhalt der Bewertung, soncern ebenso wir als Eltern (meine Frau ist Lehrerin)
Als Vater legte ich eine schriftliche Beschwerde bei der Schulleitung ein, da unsere Tochter die Arbeit selber und eigenstaendig verfasst hat. U. a. schrieb ich als Vater in meiner Beschwerde: Die Bewertung der Facharbeit von NN ist fuer mich ein Praezedenzfall und ich erwarte von einer Schule wie der BB Konsequenzen:
1. Eine faire und gerechte Behandlung und Bewertung der Leistungen unserer Tochter
2. Eine neutrale und offene Aussprache
3. Einhaltung von Empfehlungen de GEKO Ausschusses
4. Eine Bereitschaft offen und vorurteilsfrei aufeinander zuzugehen (Fachleher und NN)
5. Andere notendige Massnahmen zur Wiedereherstellung einer paedagogich notwendigen minimalen Vertrauensbasis

Ich bitte um Ihr Verstaendnis und gehe davon aus, dass Sie - entsprechend der Groesse des angerichteten Schadens - schnell reagieren und dieser Beschwerde die notwendige Bedeutung zumessen.
Das Gespraech zwischen Schulleitung und Betroffenen soll noch in dieser Woche stattfinden.
Zusaetzlich zu bedenken:
Da bereits seit mehreren Monaten Unstimmungen zwischen Lehrer und Schuelerin beobachtet wurden, liegt meine Vermutung auch im Bereich von Mobbing durch die Lehrkraft. NN leidet seit der Bekanntgabe der Bewertung an einem ploetzlichen Herpesausbruch.

Welche Moeglichkeiten gibt es, sich als Betroffene Eltern und Kinder rechtlich gegen ein solches Verhalten vorzugehen um weitere Schaeden zu vermeiden?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Der Weg über die Einlegung einer Beschwerde ist zunächst der richtige Schritt.

An deutschen Auslandsschulen haben der Schulleiter und der für die Schule jeweils bestellte Beauftragte der Kultusministerkonferenz dafür Sorge zu tragen, dass die Förderung der Schüler nach innerdeutschen Zielen und Anforderungen erfolgt. Hierzu zählen insbesondere auch die Einsicht in Klassenarbeiten und sonstige Lernnachweise.

Vor diesem Hintergrund sollten Sie darauf drängen, dass sowohl der Schulleiter als auch der Beauftragte der Kultusministerkonferenz die in Rede stehende Arbeit Ihres Kindes einsieht und sich ein Bild darüber machen kann, ob das Gutachten der Lehrkraft tragbar ist oder nicht.

Beim Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland können Sie sich darüber hinaus über entsprechende Prüfungsordnungen informieren.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Die moderne Kommunikation ermöglicht insoweit auch die Überbrückung größerer Entfernungen.


Bewertung des Fragestellers 30.01.2010 | 00:34

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Stellungnahme vom Anwalt:
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Bewertung ist gerade vor dem Hintergrund, dass Sie nicht einmal eine Nachfrage gestellt haben, nicht nachvollziehbar und völlig inakzeptabel.

Mvh
RA K. Roth