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FAbsG. : Kundin will Widerruf geltend machen bei gewerblicher Bestelleradresse


17.08.2006 18:25 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht




Guten Tag,

wir suchen Rechtsrat für folgendes Szenario:

Eine Kundin kauft in unserem Online Shop mit Angabe Firma XYZ als Liefer- UND Rechnungsadresse nach diesem Schema zur Lieferung nach Vorabüberweisung (Vorkasse):

XYZ Records
Frau Mustermann
Musterstr.

11111 Musterstadt


Bezahlt wird nicht. Auf Zahlungserinnerungen wird nicht reagiert. Vorgang daher an Mediafinanz Inkasso übergeben.
Kundin behauptet nun, Sie habe die Ware als Verbraucher bestellt und wolle vom Widerrufsrecht Gebrauch machen. Zudem sei die Firma XYZ (Name geändert) nicht an der von Ihr benannten Anschrift zu finden sondern anderswo. Mediafinanz stellt das Inkasso ein, da die Kundin sich weigert und zudem angibt, als Verbraucher bestellt zu haben.

Hat Sie das?
Ist dies nun ein rechtswirksamer Widerruf?
Handelt es sich nicht um eine B2B Bestellung bei der ein Widerruf ausgeschlossen werden kann?

Sicher könnten wir die Forderung ausbuchen, aber es geht auch ums Prinzip und bei Erfolgschance würden wir die Forderung ggf. auf dem Rechtswege durchsetzen wollen.

Vielen Dank vorab.

Mfg,
Fragesteller

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Sehr geehrte Damen und Herren,

gerne will ich Ihre Anfrage beantworten.

Wenn Ihre Kundin als XYZ Records, Frau Mustermann bestellt, so ist dies ein ganz entscheidendes Indiz dafür, dass sie nicht als Verbraucher handelt, sondern in Ausübung ihrer gewerblichen Tätigkeit. Sonst hätte sie ja auch nicht die XYZ Records als Liefer- und Rechnungsadresse angegeben. Bleiben Zweifel, so ist sie nicht als Verbraucher anzusehen. Darüber hinaus trägt sie auch in einem eventuellen Rechtsstreit die Beweislast dafür, Verbraucher zu sein. Das dürfte ihr bei der von Ihnen geschilderten Konstellation nur schwer gelingen.

Der Widerruf muss außerdem innerhalb von 14 Tagen nach der ordnungsgemäß erfolgten Widerrufsbelehrung erklärt werden. Nach dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt (Zahlungserinnerungen, Einschaltung eines Inkassobüros) dürfte der Zeitraum auch längst überschritten sein, so dass auch aus diesem Grunde ein Widerruf nicht in Betracht kommt, wobei es dann völlig unerheblich ist, ob der Kunde Verbraucher ist oder nicht.

Im Übrigen haben Sie völlig Recht, zur Anwendung des Widerrufsrechts bei Fernabsatzverträgen ist Voraussetzung, dass der Kunde Verbraucher ist. Bei gewerblichen Kunden besteht ohnehin keine Widerrufsmöglichkeit.

Ich hoffe, Ihnen gedient zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jens O. Gräber
Rechtsanwalt


www.rechtsanwalt-graeber.de
info@rechtsanwalt-graeber.de


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