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FA verweigert Gemeinsame Veranlagung wegen 2 Wohnungen

| 18.07.2018 09:22 |
Preis: 60,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Räumlich getrennt Zusammenveranlagung

Guten Tag,

vorab: Meine Frau und ich sind seit 14 Jahren verheiratet und weder von Bett noch Tisch getrennt.

Ich habe meinen Wohnsitz in Stadt A, meine Frau in Stadt B angemeldet.

Auf Grund dieser Tatsache will uns das Finanzamt nun die Gemeinsame Veranlagung verweigern und verlangt eine Stellungnahme.

Wie verhalten wir uns richtig?

MfG
18.07.2018 | 11:10

Antwort

von


(310)
Sachsenkamstr. 21
81369 München
Tel: 08989040989
Web: http://www.arzthaftung-wegen-behandlungsfehler.de
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Das FA hat bei Ihnen die Voraussetzung für die Zusammenveranlagung (nicht dauernd getrennt lebend ) verneint.
„Einkommensteuergesetz (EStG)
§ 26 Veranlagung von Ehegatten
(1) 1Ehegatten können zwischen der Einzelveranlagung (§ 26a) und der Zusammenveranlagung (§ 26b) wählen, wenn
1.
beide unbeschränkt einkommensteuerpflichtig im Sinne des § 1 Absatz 1 oder 2 oder des § 1a sind,
2.
sie nicht dauernd getrennt leben und…".
Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs leben Ehegatten dauernd getrennt im Sinne des § 26 Abs. 1 EStG, wenn die zum Wesen der Ehe gehörende Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaft nach dem Gesamtbild der Verhältnisse nicht mehr besteht. Das ist einzelfallbezogen. Leben Ehegatten zwar für eine nicht absehbare Zeit räumlich voneinander getrennt und halten sie die eheliche Wirtschaftsgemeinschaft dadurch aufrecht, dass sie die sie berührenden wirtschaftlichen Fragen gemeinsam erledigen und gemeinsam über die Verwendung des Familieneinkommens entscheiden, so kann dies - ggf. zusammen mit anderen Umständen – dazu führen, dass ein nicht dauerndes Getrenntleben anzunehmen ist.
Hier ist die Entscheidung in einem ähnlichen Fall:
https://www.iww.de/quellenmaterial/id/192494
2. Hier ist eine Darstellung der Entscheidung
https://www.anwalt.de/rechtstipps/raeumlich-getrennt-trotzdem-zusammen-veranlagen_103777.html
3. Gegen die Entscheidung des FA legen Sie Einspruch ein. Da ich nicht weiß, ob und ggf. was Sie dem FA zu den Details Ihres Zusammenlebens bisher vorgetragen haben, kann ich nur allgemein formulieren:
… gegen den Bescheid vom … legen wir Einspruch ein. Wir leben nicht voneinander getrennt i.S.d. §26 EStG. Denn trotz räumlicher Trennung wird unsere eheliche Wirtschaftsgemeinschaft aufrechterhalten. [ Dann argumentieren Sie wodurch, Telefonate, Besuche, Urlaube, gemeinsame Entscheidungen usw.].
4. Zu überlegen wäre, zumindest für einen Ehegatten den Zweitwohnsitz anzumelden, wenn die Voraussetzungen dafür vorliegen. Das würde aber dann jedenfalls für die Zukunft auswirken.

Falls Sie eine Vertretung beim FA brauchen, können Sie mich direkt an zelinskij@online.de kontaktieren.




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Liubov Zelinskij-Zunik, M.mel.

Bewertung des Fragestellers 18.07.2018 | 11:23

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"Vielen Dank für die ausführliche Beratung, die durch Kommentar- und Urteilelinks untermauert und somit einen Leitfaden zur weiteren Vorgehensweise dem Finanzamt gegenüber geliefert hat. "
Stellungnahme vom Anwalt:
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 18.07.2018
5/5,0

Vielen Dank für die ausführliche Beratung, die durch Kommentar- und Urteilelinks untermauert und somit einen Leitfaden zur weiteren Vorgehensweise dem Finanzamt gegenüber geliefert hat.


ANTWORT VON

(310)

Sachsenkamstr. 21
81369 München
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Web: http://www.arzthaftung-wegen-behandlungsfehler.de
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