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Extreme Handyrechnung

23.11.2007 21:57 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Mein Handyanbieter hat mir eine extrem hohe Handyrechnung zugesand.
Ich habe ein neues Handy bekommen (wg. Vertragsverlängerung) und hatte damit zum ersten mal die Möglichkeit, über das Handy ins Internet zu gehen. Da diese Verbindung viel schneller war als mein analoger Anschluss zuhause, habe ich es ausgenutzt damit Musik (legal!!) aus dem Internet zu laden und auch andere Dinge online zu erledigen.
Jetzt habe ich die Rechnung für November erhalten und mir ist bald das Herz stehen geblieben.
Der Betrag, den ich bezahlen soll, beläuft sich auf sage und schreibe rund 5.200,- Euro!!!!
Ich habe im Einzelverbindungsnachweis geschaut, was genau da diese enorme Summe verursacht hat, dort steht nur etwas von DATENMENGE in KB. Lt. diesen Angaben soll ich z.B. in 29min 33847KB Daten empfangen haben, was lt. Rechnung eine Summe von 554,4565 Euro gekostet hat. 37626KB belaufen sich auf 616,3703 Euro und der größte Posten mit 55961KB beläuft sich auf 916,7667 Euro!

Normalerweise beträgt meine Handyrechnung zw. 60-200Euro je nach Telefonverhalten...

Was kann ich gegen diese Rechnung tun, denn mir war (leider) nicht bewußt, dass Datenvolumen über das Handy so enorm teuer berechnet wird!

Ist es sinnvoll Widerspruch einzulegen? Wenn ja, was muß in einem solchen Widerspruch stehen?

Vielen Dank im Vorraus!
23.11.2007 | 22:50

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich im Rahmen einer Erstberatung unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte. Bitte haben Sie zunächst Verständnis dafür, dass durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits die rechtliche Beurteilung anders ausfallen kann. Eine Beratung innerhalb dieses Forums stellt nur eine erste rechtliche Orientierung dar und kann den Gang zu einem Rechtsanwalt vor Ort im Zweifel nicht ersetzen. Nach Ihren Angaben führe ich zu Ihren einzelnen Fragen wie folgt aus:

Grundsätzlich muss der Handyanbieter Ihnen beweisen, dass Sie im Umfang der Einzelverbindungsnachweise die Dienste des Anbieters genutzt haben. Der Einzelverbindungsnachweis ist hier zwar ein Anscheinsbeweis für die Nutzung durch Sie, jedoch sprechen die angeblichen hohen Datenmengen gleichzeitig dagegen. Zunächst müssten Sie klären, ob Sie zu den angegebenen Zeiten überhaupt das Handy als Medium für den Download genutzt haben. Ob es überhaupt technisch möglich ist, solche Mengen via Handy runterzuladen, müsste Ihnen der technische Support Ihres Anbieters sagen können. Andernfalls können Sie sich als Verbraucher an die Regulierungsbehörde (Bundesnetzagentur) wenden.
Gegen die Rechnung selbst sollten Sie unverzüglich per Einschreiben/Rückschein unter Beifügung der Rechnungskopie und per Email Widerspruch einlegen, auf die erheblichen Datenmengen hinweisen und um Klärung bitten. Gleichzeitig sollten Sie einen Betrag im üblichen Rahmen Ihres Telefonverhaltens mit dem Vermerk „unter Vorbehalt“ an den Anbieter überweisen. Dieses vor allem, damit Zeit zur Klärung bleibt und der Anbieter nicht zwischenzeitlich Mahnungen etc., verbunden mit weiteren Kosten, an Sie herausschickt.
Je nachdem, wie sich die Sache weiter entwickelt, wäre im Notfall eine gerichtliche Klärung herbeizuführen. Zuvor sollten Sie dann aber die technischen Fragen geklärt haben, da eine Klärung durch einen gerichtlich bestellten Sachverständigen dann (wenn dieser den Download dieser Mengen bestätigt) im Ergebnis für Sie sehr teuer werden kann.


Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung und basiert auf den Angaben aus Ihrer Frage. Ich hoffe, Ihnen mit der Beantwortung einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion gern für Ergänzungen sowie gegebenenfalls für die weitere Interessenwahrnehmung im Rahmen einer Mandatierung zur Verfügung. In diesen Fall können Sie sich bitte zunächst per Email über fea-radannheisser@gmx.de kontaktieren.


Mit freundlichen Grüssen



gez. RA Dannheisser



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