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Externem Mitarbeiter wird e-mail Account geschlossen

| 24.08.2018 12:14 |
Preis: 47,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von


11:22
Ein externer EDV-ler, der in absehbarer Zeit in Ruhestand geht, bekommt ohne Vorwarnung
schon vorab, den e-mail Account geschlossen.

Kein Zugriff zu den e-mails mehr und Geschäftspartner, sowie Lieferanten bekommen
einen ERROR.



Auch der externe Dienstleister hat doch (gerade wegen DSGVO )ein Recht auf alle seine e-mails und
persönlichen Daten, egal wo gespeichert.

Wie unten zu sehen kann man nicht einfach das Konto sperren und muss ihn
bis (Jahresende /Auslaufen mündlicher Vertrag) sogar weiter an der Kommunikation teilhaben lassen.

Ob das hier auch zutrifft hätte ich gern gewusst:


"Ein Hinweis bei internen Mitarbeitern:

Das Berliner Arbeitsgericht hat entschieden, dass Arbeitgeber Arbeitnehmer, die gekündigt haben, nicht von der elektronischen Kommunikation im Unternehmen ausschließen dürfen"
24.08.2018 | 13:28

Antwort

von


(107)
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53229 Bonn
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

ich nehme an, dass Sie mit "externer Mitarbeiter" eigentlich den freien Mitarbeiter meinen, also kein Angestelltenverhältnis vorliegt. Für diesen Fall gilt das von Ihnen erwähnte Urteil nicht direkt. Das Berliner Arbeitsgericht hatte als Grund das Verbot der Diskriminierung genannt. Zwar gibt es hierzu noch keine vergleichbare Entscheidung auf die Sie sich berufen können, jedoch ist er Grundgedanke sicherlich auch auf freie Mitarbeiter zu übertragen. Allerdings darf die Firma Ihnen dann den Zugang verweigern, wenn die Gefahr besteht, dass Geschäftsgeheimnisse verraten werden. Da Sie in den Ruhestand wechseln, sehe ich diese Gefahr hier aber als nicht gegeben an.

Zudem können Sie sich bezüglich Ihrer personenbezogenen Daten auf die DSGVO berufen. Sie haben nämlich nicht nur gemäß Art. 15 DSGVO ein Recht auf Auskunft der über Sie gespeicherten pers. Daten, sondern Sie können auch auf Ihr Recht zur Datenübertragbarkeit nach Art. 20 DSGVO bestehen. Demnach sind Ihnen die Daten in einem gängigen maschinenlesbaren Format herauszugeben. Dies kann etwa der Export eines E-Mail Postfaches sein. Aus der DSGVO ergibt sich allerdings kein Anspruch auf den direkten Zugriff auf Ihr Postfach.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Dietrich
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 25.08.2018 | 11:18

Die Anfrage bezog sich nicht auf das schnell mal von mir gefundene Urteil im Bereich
Arbeitnehmer. Das war ein Beispiel.

Ich gehe davon aus, dass es doch auch für Externe die tief in die Untenehmensstruktur eingebunden sind
Fälle und Urteile geben muss.


Wenn man fast 25 Jahre eingebunden ist ( lange laufende Rahmenverträge) und eine hauseigene
e-mailadresse hat, sollte eine unangekündigte Abschaltung, verbunden mit dem
Nichtzugriff auf alle Daten und Verbindungen zu Lieferanten und SupportDienstleistern
nicht zulässig sein.


Einladungen zu Seminaren usw. Angebote und andere Aktionen gingen ins Leere und haben mir geschadet,
da die e-mails auch noch zum Empfänger zurückkommen.


Im Moment bezieht sich das nur auf die e-mail Adresse, andere Geschäftsbeziehungen
gehen weiter.


Eine Aktivierung der e-mail Adresse ( einige Monate) mit Weiterleitung auf mein
Firmen e-mail Konto müsste doch erreichbar sein.



DSGVO ist mir klar, das werde ich dann anfordern, wenn die Geschäftsbeziehung
ganz endet. (2019)







Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.08.2018 | 11:22

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Zu freien Mitarbeitern gibt es leider noch keine Rechtsprechung in diese Richtung. Der Leitsatz des Urteils ist aber, wie zuvor erwähnt, meiner Auffassung nach auf Ihre Situation übertragbar, da die Begründung des Gerichtes nicht an die Eigenschaft des Angestelltenverhältnisses anknüpft.

Viele Grüße
Alexander Dietrich


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"Es war nicht ganz so ausführlich wie erwartet."
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Es war nicht ganz so ausführlich wie erwartet.


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