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Explodiertes Einweg-Feuerzeug


30.09.2005 12:35 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Markus Timm



Hallo ! Mir ist gerade eine Einweg-Feuerzeug "um die Ohren geflogen" ! Das heisst, das Feuerzeug ist beim Anzünden einer Zigarette explodiert.Gut, dass ich reflexartig die Augen geschlossen habe. Mein Bart ist verbrannt, Teile der Haare und Augenbrauen sind verbrannt.Brennendes Gefühl auf Nasenspitze und am rechten Ohr. Das Feuerzeug habe ich reflexartig aus der Hand geworfen, neben dem Schreibtisch hat es Papier entzündet."Brand" konnte schnell "gelöscht" werden.
Gibt es eine Möglichkeit gegen den Lieferanten/Hersteller "vorzugehen" (Schadenersatz o.ä.) ?
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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:

Ein Anspruch auf Schadensersatz gegen der Hersteller ist nach den Grundsätzen der Produkthaftung zu prüfen. Hierzu ist zunächst ein Verschulden des Herstellers erforderlich. Der Hersteller muss sich bei der Konstruktion, Produktion und Instruktion nach dem erkennbaren und ermittelbaren Stand von Wissenschaft und Technik richten. Jedoch besteht für sog. Ausreißer mangels Verschulden keine Deliktshaftung. Solche liegen vor, wenn trotz aller zumutbaren Vorkehrungen Fabrikationsfehler unvermeidbar sind.
Die Beweislast für Fehler, Schaden und Ursächlichkeit des Fehlers tragen Sie als Geschädigter. Der Hersteller hingegen muss beweisen, dass ihm kein objektiver Pflichtenverstoß zur Last fällt, dass der verkehrswidrige Produktzustand nicht durch eine Verletzung der Sorgfaltspflicht im Herstellungsbereich verursacht ist (das ist für Sie eine Beweiserleichterung).

Es kommt dann noch darauf an, in welcher Höhe Sie Schäden geltend machen können. In Betracht kommt ein Schmerzensgeld für verbrannte Haare. Sollten Sie die Befürchtung haben, dass Ihnen gesundheitlicher Schaden entstanden ist, gehen Sie bitte zum Arzt und lassen Sie sich untersuchen. Eine entsprechende Diagnose würde schmerzensgelderhöhend wirken. Auch der durch die Explosion erlittene Schock kann sich bei der Bestimmung des Schmerzensgeldes auswirken. Soweit bezifferbarer Sachschaden entstanden ist, können Sie auch diesen geltend machen.

Ich empfehle Ihnen, den Hersteller anzuschreiben, den Sachverhalt ausführlich zu schildern, Ihren Schock und die Schmerzen deutlich darzustellen. Sodann würde ich den Ihnen entstandenen Schaden mit ca. 300-500 EUR beziffern. Ob sich der Hersteller hierauf einlässt, kann ich nicht sagen. Auch ist es nicht auszuschließen, dass es sich um einen Ausreißer handelt. Hiernach hätten Sie dann keinen Anspruch. Auf einen Prozess würde ich es nur ankommen lassen, wenn Sie den Sachverhalt vorher noch einmal genauer rechtlicher Prüfung durch einen Anwalt Ihres Vertrauens prüfen lassen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Auskunft weiter geholfen zu haben.


Mit freundlichem Gruß

Markus A. Timm
-Rechtsanwalt-
www.Rae-Linden.de
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