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Exmatrikulation trotz Attest

03.02.2017 20:33 |
Preis: ***,00 € |

Schule, Hochschule, Prüfungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Rechtzeitige Attestvorlage zur Vermeidung einer Exmatrikulation bei einem Hochschulstudium

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich studiere derzeit Geschichte und Theologie im Bachelor an der LMU München. Vor kurzem wurde mir mitgeteilt, dass ich mein Nebenfach Theologie nicht bestanden habe, da ich die Grundlagen- und Orientierungsprüfung, die man im 2. Semester absolviert haben muss, nicht bestanden habe. Diese habe ich beim Erstversuch auch nicht bestanden, dem Zweitversuch, der während des aktuellen Semesters angesetzt war, konnte ich nicht absolvieren, da ich krankgeschrieben war.
Das Attest (mit Symptombeschreibung, etc.) habe ich per Post an das Prüfungsamt geschickt, dort kam es leider nie an.
Jetzt wurde mir mitgeteilt, dass ich zum März exmatrikuliert werde - bzw. dies bereits im Oktober erfolgt sei.
Das Attest selbst habe ich noch in Kopie vorliegen und dem Prüfungsamt nochmals geschickt, jedoch wurde mir seitens der Studiengangskoordination mitgeteilt, dass dies nicht mehr zulässig sei und zu spät abgegeben wurde.

Hierbei stellt sich die Frage:
1.) Wenn das Attest seitens der Universität ,verloren' gegangen ist, darf man eine Kopie des ersten Attestes als ungültig erklären?
2.) Gibt es eine Möglichkeit, dass ich wieder immatrikuliert werde, vor allem im Hinblick darauf, dass diese - bisher nicht bestandene Prüfung - die letzte ist, die ich zum Abschluss des Studiums brauche?

Vielen Dank im Voraus,
Herzlichen Gruß.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Wenn Sie das Attest (mit Symptombeschreibung, etc.) per Post an das Prüfungsamt geschickt haben, es aber dort leider nie ankam, haben Sie zu meinem Bedauern das Problem, dass Sie diesen Zugang des Attests in rechtlicher Hinsicht beweisen müssen.

Das heißt, die Verlustgefahr hinsichtlich des Attests tragen Sie - es wäre durch ein Einschreiben (mit Rückschein ggf.) oder vorab per Fax oder durch eine Botenüberbringung sicherzustellen gewesen, dass das Attest ihren Empfänger erreicht. Das verlangt Ihnen die allgemein geltende Rechtsprechung ab.

2.
Vor diesem Hintergrund könnte man natürlich daran denken, dass Sie noch eine Kopie haben und das nachreichen könnten, aber auch das wird schwer werden, hier damit Erfolg zu haben.

Denn es gilt nach der Studienordnung, dass der Grund für den Rücktritt bzw. das Versäumnis unverzüglich gegenüber dem Prüfungsamt glaubhaft gemacht werden muss und damit ganz grundsätzlich nicht mehr nachgeholt werden kann.

Nun denn, man kann natürlich sich darauf berufen, dass das Attest in Kopie sofort nach Bemerkung des Verlusts eingereicht wurde, dann hätte man ggf. noch eine geringe Chance. Wann haben Sie denn das bemerkt und die Kopie nachgesandt? Teilen Sie mir dieses noch im Wege der kostenlosen Nachfragefunktion mit (s. u.), dann antworte ich Ihnen ergänzend.

Das Problem ist nur, dass die Studienordnungen diesbezüglich durchaus so verstanden werden können, dass es sich um eine Ausschlussfrist handelt (unverzügliches Einreichen und damit ohne schuldhaftes Zögern, höchstens 1-2 Wochen wenn überhaupt; es kommt auf die Situation an), die, wenn die sie abgelaufen ist, endgültig zum Ausschluss alle Rechte dahingehend führt.

Eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gibt es da nicht bzw. wenn dann nur sehr selten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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