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Exmatrikulation (Fehlinterpretation einer Klausuraufgabe; Klausureinsicht)


14.02.2007 16:31 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von



Guten Tag,

ich bin durch einen schweren Unfall innerhalb der Familie im vergangenen Jahr 1 Woche vor Klausurbeginn in eine Lage gekommen die es mir damals nicht ermöglichte den entscheidenden 3. Versuch der Klausur A zu bestehen.
Dies scheiterte damals an 0,75 Punkten.

Aufgrund der Klausureinsicht bin ich der Meinung, dass ich eine Frage missverständlich interpretiert hatte und mir somit mindestens ein halber Punkt verloren ging, welches mir erst im Nachhinein auffiel.

Dies wäre aber damals nicht allzu tragisch gewesen, da man auf dieser FH einen 4. Versuch beantragen kann.

Allerdings hatte ich auch in einem weiteren Fach B den 3. Versuch nicht bestanden, war mir aber sicher dort die nötige Punktzahl erreicht zu haben.

Meine Anfrage zur Klausureinsicht für das Fach B war damals Mitte Mai und einen Termin erhielt ich erst für Anfang Juli, (laut Aussage war der Computer des Lehrbeauftragten defekt und so konnten die Terminanfragen, die über den Studiengangsleiter liefen, nicht beantwortet werden) so dass ich mich in dieser Zwischenzeit ohne große Hoffnung und Motivation, nur noch auf andere Klausuren vorbereitet hatte, in dem Glauben das ich den Prüfungsanspruch sowieso verloren hätte, wenn die Klausureinsicht im Fach B nichts bringen würde.

Nun konnte ich aber durch eine Einsicht und Korrektur der Note (Fach B) einer im Vorsemester geschriebenen Klausur doch noch weiterstudieren.

Allerdings musste ich nur 2 Wochen nach dieser erfreulichen Nachricht eine weitere entscheidende Klausur im Fach C schreiben, die ich aufgrund meiner Motivationslosigkeit zwischen Mai bis Juli nicht bestehen konnte und ich somit auch keinen 4. Versuch im Fach A bekommen konnte.

Eine Zweitkorrektur der Klausur A beantragte ich nachdem mir das Ergebnis aus der Klausur C bekannt war, allerdings ohne einen Hinweis auf meine Interpretation der Aufgabe. Die Korrektur dauerte 2.5 Monate und enthielt die gleiche Punktzahl und wurde so vom Prüfungsausschuß festgelegt.

Rückblickend hätte ich dem Prüfer von meiner damaligen Situation berichten sollen oder mir gleich ein Attest besorgen sollen, allerdings wollte ich unbedingt fertig werden, da nur noch 3 Klausuren ausstanden.
Von der Vertretung des Rektors wurde mir schon gesagt, dass auf diese persönlichen Umstände keine Rücksicht genommen werden kann.

Da ich jetzt den Exmatrikulationsbescheid erhalten habe, möchte ich nun wissen, ob es mir noch was bringen kann, einen Widerspruch, bezogen auf die Interpretation der Frage im Fach A, einzulegen oder ob es eine Möglichkeit gibt, wenn auch eher unwahrscheinlich, auf die lange Zeit die es benötigte im Fach B eine Klausureinsicht zu erhalten, zu beanstanden.

mit freundlichen Grüßen

14.02.2007 | 21:04

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Meines Erachtens dürfte ein Widerspruch wegen der Fehlinterpretation der Frage in dem Fach A nichts bringen, weil dieses Fehlverhalten Ihnen ist, nicht der FH zuzurechnen ist. Grundsätzlich liegen Fehlinterpretationen im Risikobereich des Klausurbearbeiters, also bei Ihnen.
Eine Aussicht auf Erfolg wäre nur gegeben, wenn die Frage derart gestellt war, dass diese zu Fehlinterpretationen gerade zu einlud.

Die lange Wartezeit ist zwar durchaus ein Fehlverhalten der FH, jedoch ist dieses Fehlverhalten nicht kausal für den Schaden in Gestalt der Exmatrikulation. Kausal ist die, wie Sie selbst darlegen, mangelnde Vorbereitung auf eine Klausur, die mit der Anfrage nichts zu tun hatte. Eine zwingende Kausalität zwischen langer Antwortzeit und durchgefallener Klausur ist nicht gegeben, weil es Ihnen durchaus zuzumuten war, sich auf die Klausur vorzubereiten.
Daher sehe ich leider auch keine Erfolgschancen für eine Beanstandung.

Ich bedaure, keine erfreulichere Antwort geben zu können.

Mit freundlichen Grüßen,

RA R. Weber

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann zu einer radikalen Veränderung der rechtlichen Beurteilung führen. Diese Beurteilung stellt lediglich eine erste rechtliche Orientierung dar.


Ergänzung vom Anwalt 14.02.2007 | 21:24

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