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Exmann verweigert Mutter Auslandsurlaub bei Grosseltern mit gemeinsamen Sohn

23.07.2014 18:45 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Zur Regelung des Umgangsrechts in den Ferien

Hallo ich habe ein Problem.
Ich lebe seit März 2011 getrennt von meinem Exehemann und bin seit
November 2013 geschieden. Wir haben gemeinsames Sorgerecht. Unseren gemeinsamen Söhne 15 und 8 Jahre alt leben gemeinsam mit mir und mein Exmann wohnt 400 km entfernt von uns. Ich habe meinen Exmann schon vor Monaten gesagt, dass er die Kinder am Anfang der Ferien (31.07.2014) haben kann und ich ab Mitte August mit den Kindern etwas plane. Ich möchte in den Sommerferien gemeinsam mit meinen Kindern, wie auch schon in 2011, nach Indonesien um meine Eltern, welche die Grosseltern meiner Kinder,sind besuchen. Ich bin indonesische Staatsbürgerin und habe in Deutschland unbefristete Aufenthaltsgenehmigung.
Ich habe meinen Mann schon vor langer Zeit gesagt, dass er die Kinder am Anfang der Ferien haben kann und dass ich ab Mitte August selbst was mit den Kindern plane.
Bis jetzt konnte er immer wenn er wollte die Kinder zu sich holen (Wochenden/Ferien usw.) Ich habe ihm nicht ein einziges mal nicht die Kinder gegeben wenn er sie haben wollte. Er hat Sie immer geholt wenn es ihm passte und wenn nicht hat er sie für Monate nicht geholt.

Ich habe nun Flugtickets für Hinreise 10.08.2014 und Rückreise vier Wochen später. Ich habe schon
aus anderen Gründen (Arbeit) versucht, die Tickets umzubuchen. Dies geht aber leider nicht, da es günstige Tickets waren und man diese nicht umbuchen kann. Sie sind auch nicht Erstattungsfähig.

Nun habe ich ein Schreiben von seinem Anwalt erhalten in dem er mir verbietet mit meinen Kindern ins Ausland zu vereisen. Er sagt wenn ich am 10.August fliege dann wäre das nicht Mitte August. Er sagt Mitte August sei der 15. August. Er will die Kinder nun am 02. August abholen und wie vereinbart wieder zurück bringen.

Es folgen nun Auszüge aus dem Anwaltsschreiben das in Klammern geschriebene sind Kommentare von mir.

(er spricht hier nur von unserem jüngeren Sohn)
Sie hatten mit unseren Mandanten eine Umgangsregelung getroffen. Demnach sollte der Mandant berechtigt sein, den gemeinsamen Sohn Kai in den ersten beiden Ferienwochen zu sich zu nehmen.
Der Mandant musste nunmehr erfahren, dass sie beabsichtigen in diesen Zeitraum nach Indonesien zu verreisen. (Stimmt nicht ganz da er Ihn ja von Anfang der Ferien bis zum 09.August haben könnte) Eine genauere Information verweigerten Sie dem Mandanten bislang (stimmt nicht, ich habe Ihm Flugnummer und Datum gegeben, nur die Buchungsnummer nicht, da dies auch meine persönliche Buchungsnummer ist*)
Aufgrund der Wohnentfernung und aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit (Maschinenverkäufer intern.) Die Umgangskontakte beschränken sich im Wesentlichen auf die Ferienkontakte.

Da der Mandant sich für den abgesprochenen Zeitraum (Anfang Ferien bis Mitte August) Urlaub genommen hat und eine kurzfristige Umdisponierung betriebsbedingt nicht möglich ist, gehen wir davon aus, das es zwischen der vereinbarten Umgangsregelung verbleit.

Der Kindesvater wird den Sohn am verabredeten Zeitpunkt bei Ihnen abholen und diesen wieder absprachegemäss wieder zurück bringen. (wie soll das gehen wenn er Ihn 3 Tage nach unseren Hinflugtermin zurück bringt? Ticket kann ich leider nicht ändern)

Rein vorsorglich erklären wir für den Kindesvater keine Zustimmung zu einer Auslandsreise.
Sollten Sie hier ihre Befugnis zu Alleinentscheidung überschreiten, so werden wir dem Mandanten anraten, gerichtliche Schritte einzuleiten.
Wir nehmen Ihre geschätzte Stellungnahme hierzu gerne entgegen.

Ende des Schreibens.
Meine Fragen.
1 Muss ich mir das gefallen lassen, kommt mein Exmann damit durch?
2 Muss ich einen Anwalt nehmen um dagegen anzugehen und wer zahlt die Kosten für meinen Anwalt? (Alleinerziehend-geringes Einkommen)
3 Kann ich, da ich damit rechnen muss, dass er meinen jüngeren Sohn nicht rechtzeitig zurückbringen wird, den Kontakt für Anfang der Ferien verweigern?
4 Für einen Eindrucksvollen Stellungnahmetext den ich den Anwalt senden kann würde ich nochmal 50 Euro zahlen

23.07.2014 | 21:40

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,



Ihre Fragen möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


1 Muss ich mir das gefallen lassen, kommt mein Exmann damit durch?

Ob Ihr Exmann damit "durchkommt", lässt sich nur nach Ihrer Schilderung
nicht abschließend beurteilen. Ein Aspekt ist sicher, dass Sie nach Ihrem eigenen Sachvortrag angekündigt haben, erst "Mitte" August wegzufahren. Der jetzt geplante Abflug ist jedoch deutlich vor der Monatsmitte.

Ein aus meiner Sicht wesentlicher Aspekt ist die Frage, ob er seinerseits auch Urlaub gebucht hat. Wenn er den Urlaub mit den Kindern flexibel gestalten kann, weil er keine Flüge gebucht hat, sind Ihre Chancen aus meiner Sicht gut, dass ein Gericht ihm "zumutet", die Kinder rechtzeitig vor Ihrem geplanten Abflug zurück zu bringen. Wenn er allerdings seinerseits einen Urlaub gebucht hat, der sich nicht mehr umbuchen lässt, wird man Sie möglicherweise darauf verweisen, dass Sie durch Ihre etwas unklaren Angaben das Missverständnis verursacht haben.


2 Muss ich einen Anwalt nehmen um dagegen anzugehen und wer zahlt die Kosten für meinen Anwalt? (Alleinerziehend-geringes Einkommen)

Sie sollten aus meiner Sicht dringend und möglichst kurzfristig einen ortsansässigen auf Familienrecht spezialisierten Anwalt beauftragen.

Auch wenn nicht mehr viel Zeit bleibt: Ein Anwalt kann die Angelegenheit möglicherweise noch außergerichtlich klären. Gelingt dies nicht, kann ggf. noch eine einstweilige Anordnung bzgl. der Ferien erwirkt werden.

Grundsätzlich zahlt jede Partei in Familiensachen Ihren Anwalt selber. Wenn Ihre finanziellen Möglichkeiten dies nicht zulassen, können Sie Beratungshilfe (für außergerichtliche Tätigkeiten) bzw. Verfahrenskostenhilfe (für ein gerichtliches Verfahren) beantragen.


3 Kann ich, da ich damit rechnen muss, dass er meinen jüngeren Sohn nicht rechtzeitig zurückbringen wird, den Kontakt für Anfang der Ferien verweigern?

Ich halte diese Vorgehensweise nicht für sinnvoll. Möglicherweise beantragt der Vater eine einstweilige Anordnung, die ihm den Umgang in dem von ihm gewünschten Zeitraum erlaubt. Seine Chancen, damit durchzudringen, nachdem Sie ihm unstreitig den ersten Teil der Ferien zugesagt haben, ist deutlich besser, wenn er vortragen kann, dass Sie den Ferienumgang komplett vereiteln, zumal er sich extra Urlaub genommen hat.

Bessere Erfolgsaussichten haben Sie nach meiner Einschätzung, wenn Sie einen Kollegen vor Ort möglichst umgehend bitten, zunächst noch einmal außergerichtlich zu verhandeln. Vielleicht können Sie als Ausgleich für die jetzt fehlenden Tage einen längeren Umgang in den Herbstferien o. ä. anbieten.

Klappt das nicht, sollte über einen gerichtlichen Antrag nachgedacht werden, in dem Sie die Bedeutung des gemeinsamen Aufenthalts bei den Großeltern in den Mittelpunkt stellen. Wegen der Entfernung ist es sicher nachvollziehbar, dass Sie einen längeren Urlaub planen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-


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