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Excendentenversicherung


| 13.06.2006 10:50 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz



Guten Tag,
nach einem Verkehrsunfall werde ich von einer Kanzlei vertreten, die mich darauf hinweist, dass dort eine Haftungsbeschränkung von 500.000€ existiert. Mir wird angeboten, meinen - recht umfangreichen Fall (u.a.Verdienstausfall über 10-20 Jahre) durch eine Excendentenversicherung abzusichern. Kosten gehen zu meinen Lasten und sind wohl auch p.a.nicht unerheblich.

Bisher fühle ich mich recht gut vertreten, ich finde die offenen Ansprache dieses Themas auch richtig. Alles ist lt. Anwalt natürlich nur vosorglich zu sehen, für den " nicht zu erwartenden Fall", dass mein Anwalt doch im Nachhinein etwas >falsch< gemacht hätte.
Meine Frage: wonach entscheide ich, ob ich eine Haftungsbeschränkung akzeptieren soll oder doch eine teuere Zusatzversicherung abschließen soll, für den ... unwahrscheinlichen Fall.
Ich bitte um einen g u t e n Rat. - Danke

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

gerne will ich Ihre Anfrage beantworten.

Bei einer solchen Excedentenversicherung handelt es sich um eine Höherversicherung für einzelne Mandate, vor allem solche, die ein hohes Haftungsrisiko mit großen Haftungssummen zeitigen.

Zu beachten ist dabei, dass die Mindestversicherungssumme für einen Anwalt EUR 250.000 beträgt. Ihre Kanlei hat mit einer Versicherungssumme von EUR 500.000 damit also schon das doppelte der Mindestversicherungssumme abgesichert.

Dennoch kann selbst dieser Betrag in manchen Fällen zu niedrig sein. Wenn wie in Ihrem Fall ein Verdienstausfall von 10-20 Jahren im Raume steht, so ist diese Summe aller Voraussicht nach zu niedrig, um bei einem anwaltlichen Fehler alle Kosten abzudecken.

Daher sollten Sie sich überlegen, ob der Betrag von EUR 500.000 in Ihrer Situation ausreichend ist, um Ihre gesamten Ausfälle abzudecken. Wenn Sie für sich selbst und auch – je nach Situation für Ihren zukünftigen Lebensstandard – sagen können, dass Ihnen EUR 500.000 in jedem Fall reichen, dann können Sie auf die Versicherung verzichten. Ansonsten rate ich Ihnen dazu, eine solche Versicherung abzuschließen. Denn im Regelfall reicht der Betrag nicht aus, um nach einem offensichtlich schweren Unfall ohne weiteren Verdienst ein materiell sorgenfreies Leben führen zu können.

Wenn Sie also in absehbarer Zeit nicht mehr in der Lage sein werden, selbst Ihren Lebensunterhalt zu verdienen, so rate ich Ihnen dazu, diese Versicherung abzuschließen, damit Sie in jedem Fall genügend Geldmittel zur Verfügung haben, um materiell sorgenfrei Ihr Leben führen zu können.

Für Rückfrage stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Jens O. Gräber
Rechtsanwalt


www.rechtsanwalt-graeber.de
info@rechtsanwalt-graeber.de

Nachfrage vom Fragesteller 13.06.2006 | 12:01

Danke für Ihre Antwort.
Ich beziehe den 80% vom Höchstsatz einer BG Rente dauerhaft. Versicherung zahlt fikiven Verdienstausfall. Hier könnte es schon in der Zukunft zu größeren EURO Differenzen kommen. Das ganze Thema setzt aber doch voraus, dass der Anwalt >etwas falsch gemacht< hat und ich gegen meinen eigenene Anwalt vorgehen müsste und daraus eine Haftung bzw. Anspürche gg. meinen Anwalt entstehen.
Schwierig dabei: wie oft kommt so etwas vor?
Wie weise ich, alles ja nur im Eventalfall, meinem anwalt Fehlverhalten nach.
m.W. kostet diese Versicherung etwa 500 EUR im Jahr, das auf 20 Jahre gerechnet ...
Muss ich das schon heute absichern oder "spare" ich mir diese auf einen späteren Zeitpunkt.
Gibt es für eine Haftungsbeschränkung des Anwaltes eine neutrale Vereinbarung, wo bekome ich eine Vorlage dazu?

Wenn Sie mir dazu noch die eine oder andere Info geben wollen?

Herzlichen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.06.2006 | 12:22

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne will ich Ihre Nachfrage beantworten.

Das Thema Anwaltshaftung wird von der Rechtsprechung sehr sehr großzügig gesehen. Es ist so, dass ein Anwalt im Prinzip alles wissen und richtig machen muss, um nicht in die Gefahr der Haftung aus dem Anwaltsvertrag zu geraten. Und diese Haftung kommt auch in der Praxis durchaus vor. Dabei ist es im Regelfall möglich, dem Anwalt nachzuweisen, dass er einen Fehler gemacht hat.

Aus diesem Grunde bleibe ich dabei: Rechnen Sie nach, ob Sie mit maximal EUR 500.000 zufrieden wären, wenn nicht, schließen Sie die Versicherung ab.

Über eine Haftungsbeschränkung im Mandatsverhältnis können Sie etwa unter http://www.anwaltverein.de/01/07/archiv/besondere_beitrag_2006/bb_0306_haftpflichtfragen.pdf

mehr nachlesen.

Ein Muster gibt es insoweit nicht, da jede Haftungsbeschränkung einzelvertraglich vereinbart werden muss. Insoweit können Sie mit Ihrem Anwalt frei aushandeln, was vereinbart wird.


Das Geld für eine solche Versicherung müssten Sie natürlich dann schon heute zahlen. Andererseits nützt Ihnen der ersparte Betrag von EUR 500 jährlich relativ wenig, wenn Sie Ihren Lebensstandard nicht mehr sichern können.

Daher rate ich Ihnen eher zu dem Abschluss einer solchen Versicherung in Ihrem Fall.

Ich hoffe, Ihnen gedient zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jens O. Gräber
Rechtsanwalts


www.rechtsanwalt-graeber.de
info@rechtsanwalt-graeber.de

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