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Exceltabelle mit Makros an mich selbst

| 30.03.2021 15:18 |
Preis: 29,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Ich habe im Intranet meines Arbeitgebers auf dem ich selbst als Mitarbeiter Zugriff habe für private Lernzwecke eine Exceldatei mit Makros versehen an meine private Emailadresse gesandt um somit privat außerhalb der Arbeitszeit etwas lernen zu können.
Problem ist ich konnte die Datei nicht öffnen da die Makrosdateien gelöscht wurden und somit das vermeintlich einfache Excelblatt unbrauchbar war als ich es auf meinen eigenen privaten Emailaccount öffnen wollte.
Nach Rücksprache mit der IT Abteilung wird das so gehandhabt damit die Dateien nicht in die falschen Hände gelangen können.
Es kam auch eine Mitteilung als Firewallemail mit dem Hinweis der Empfänger also ich in dem Fall wird die Datei womöglich nicht nutzen können. So war es auch.
Es handelte sich hier um ein Blankoexcelblatt natürlich ohne kundenbezogene Daten.
Muss ich mir arbeitsrechtliche Gedanken machen ich hoffe doch nicht. Bitte um Hife Ihrerseits.

30.03.2021 | 19:44

Antwort

von


(596)
Wichlinghauser Markt 5
42277 Wuppertal
Tel: 0202 697 599 16
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Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grundlage der durch Sie mitgeteilten Informationen beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Aufgrund Ihrer Angaben sehe ich grundsätzlich keinen Anlass für eine arbeitsrechtliche Sanktion.

Sie haben niemandem ein Dokument oder Daten zugänglich gemacht, die so nicht hätten zugänglich gemacht werden dürfen. Das gilt unabhängig vom Inhalt des Dokuments und von dessen Klassifizierung, da es faktisch nicht dazu gekommen ist, dass dieses Dokument außerhalb der IT-Infrastruktur Ihres Arbeitgebers zugänglich war.

Gegebenenfalls käme aber, in Abhängigkeit vom Inhalt des Dokuments, eine Strafbarkeit nach § 23 Geschäftsgeheimnisgesetzes in Betracht, falls das Dokument einen Inhalt hatte, der als Geschäftsgeheimnis zu qualifizieren ist. Das könnte auch der Fall sein soweit in dem Dokument beispielsweise Daten zur Kalkulation, zu Geschäftsprozessen oder zu Produkten enthalten waren, die erkennbar nicht für Dritte bestimmt sind. Das müsste aber in der Tat dann eine Kalkulation sein, die eine gewisse Relevanz und offensichtliche Vertraulichkeit in Bezug auf den Geschäftsprozess hat.

Soweit aber in Ihrem Fall eine private Internetnutzung zugänglich ist und es sich um ein Dokument mit allgemeinen Inhalten handelt, sehe ich keine Veranlassung sich wegen arbeitsrechtlicher Konsequenzen Gedanken zu machen.

Mit freundlichen Grüßen


Rückfrage vom Fragesteller 30.03.2021 | 21:43

Sehr geehrte Frau Stadler,

vielen Dank für Ihre Ausführungen. Ich würde jedoch gerne einmal nachfragen da mir vor allem das mit dem § 23 Geschäftsgeheimnisgesetzes nicht ganz klar ist. Habe mir dies auch einmal angeschaut. Hier heisst es für mein Verständnis dass ich dem Unternehmen zu meinem Eigennutz einen Schaden hätte zufügen müssen oder?

Klar ist in meinem Fall, dass die Tabelle im Intranet nur für Mitarbeiter wie mir zugänglich ist, aber ich habe es doch an mich selbst gesandt mit dem Ergebnis dass ich mit der Exceldatei schlussendlich nicht einmal etwas auf meinem privaten PC anfangen konnte da diese durch den Versandt unbrauchbar wurde. Einen Schaden konnte ich doch dem Unternehmen dadurch unabhängig vom Inhalt sowieso gar nicht herbeiführen.

Um näher auf dieses Excelblatt einzugehen, es handelte sich um ein internes Berechnungshilfeblatt für Mitarbeiter in dem einfach nur Excel-Formeln verbunden waren. Ich hätte damit sofern der Mailversandt funktioniert hätte, beliebige Zahlen und Werte eingeben können um einen Anspruch für eine bestimmte Leistung (öffentl. Dienst) zu errechnen.
Die Rechenwege empfinde ich auch nicht als ein Geheimnis, da jeder Leistungsempfänger sich schließlich über Höhe etc. überall auch hätte informieren könnte.

Ich würde mich freuen wenn Sie auf mein Anliegen nochmals eingehen würden.

Wünsche Ihnen einen schönen Abend.
Danke.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 30.03.2021 | 21:57

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich auch Ihre Nachfrage:

Soweit es sich um eine Berechnung handelt die auf gesetzlichen Grundlagen basiert, sehe ich in der Tat kein Geschäftsgeheimnis verletzten.

Wenn es ein Geschäftsgeheimnis wäre und Sie hätten dieses an sich selbst per E-Mail weitergeleitet, dann könnte aber in der Tat der Tatbestand des Versuchs dieses Geschäftsgeheimnis anderen unbefugt zugänglich zu machen verwirklicht sein, wenn Sie dieses Dokument an sich selbst weitergeleitet haben. Versuch bedeutet gerade, dass das nicht geklappt hat. Auf einen Erfolg kommt es gerade nicht an. Und auch der Versuch wäre nach § 23 Geschäftsgeheimnisgesetz strafbar.

Das sollte aber aufgrund Ihrer Angaben kein Problem sein, da das Dokument kein Geschäftsgeheimnis zu enthalten scheint.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 30.03.2021 | 22:17

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Sehr angenehme Beratung und ausführlich geschrieben auch auf meine Rückfrage ich würde wieder bei erneuten Anliegen bei der Anwältin anfragen.

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 30.03.2021
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ANTWORT VON

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