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Ex unterschlägt 2155€, angeblich war es eine Schenkung > Unterschlagung?

05.01.2020 03:31 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


04:36
Im Zeitraum vom 28.09.2018 bis 31.12.2019 kam es zwischen Täter und Opfer zu mehreren Unterschlagungen, welche sich im Einzelnen auf einen Verkehrswert zum jeweiligen Tatzeitpunkt von insgesamt 2910,93 € angehäuft haben. Eine Rückzahlung in Höhe von 755,00 € erfolgte in einzelnen kleineren Schritten und es bleibt eine Restschuld von 2155,93 €. Mehrere Ersuche eine Klärung herbeizuführen, wurden ausgeschlagen und so kam es nie zu einer Konfliktlösung bzw. zur Begleichung der Gesamtschulden.
Im Laufe der Monate kam es ihrerseits immer wieder zu Engpässen und da wir eine „Beziehung" führten, habe ich ihr auf Vertrauensebene meine Hilfe angeboten. Schließlich lieh ich ihr Geld, was jedes Mal nach einer übereinstimmenden Willenserklärung erfolgte. Sogar ausführliche Gespräche wurden vor diversen Käufen geführt, in welchen sie mir zugesagt hat, mir das Geld die darauffolgenden Tage wieder zu geben.
Im Laufe der Zeit wurden viele Käufe getätigt und ich legte eine Excel-Tabelle zur beiderseitigen Übersicht an. Diese Tabelle habe ich ihr öfters, meist nach Änderungen, vorgelegt, damit auch sie den „Soll" kennt. Sie hat immer wieder kleinere Beträge zurückgezahlt, welche ebenfalls in der Tabelle aufgeführt sind. Des Weiteren wurden Verkäufe auf eBay-Kleinanzeigen durchgeführt, woraus ich den Erlös zur Schuldentilgung einbehalten durfte.
In einem Fall (Buchung Ferienhaus Wandlitz) wurde ein längeres Gespräch geführt (insgesamt über eine Stunde), in dem sie mir versicherte, dass ich mein Geld für die Buchung (847,83 €) an den folgenden Tagen erhalten werde. Sie äußerte, dass ihre Eltern sich beteiligen würden und sie den Rest bezahlen wird. Ein paar Tage später sagte sie zu mir, dass ich mein Geld erst nach dem Aufenthalt in Wandlitz erhalten würde und das das Geld in einem Briefumschlag auf der Kommode liegen würde. Ich machte sie darauf aufmerksam, dass wir beide eine andere übereinstimmende Willenserklärung mit eindeutig formulierten Vertragsbestandteilen getroffen haben und das dieses Handeln eine Bestimmung über mein Eigentum ist. Ihrerseits erfolgte keine Einsicht und sie sah auch keinen Grund, mir nach der Ansage das Geld zu geben. Den Briefumschlag, also das Geld, habe ich weder erhalten noch gesehen. Ein Gespräch mit den Eltern bestätigte die Aussage, dass diese sich an dem Betrag für das Ferienhaus beteiligt haben.
Nachdem im Juni immer noch keine Lösung ihrerseits angeboten wurde, habe ich einen Mahnbescheid zustellen lassen. Sie hat mich daraufhin wegen angeblicher Körperverletzung angezeigt, was seit dem 21.10.2019 eingestellt ist. Als wir die kommenden Monate wieder Kontakt zueinander hatten, hat sich herausgestellt, dass sie mit der Zustellung des Mahnbescheides völlig überfordert war und aus Trotz diese Anzeige getätigt hat. Meinerseits habe ich den Widerspruch gegen den Mahnbescheid ruhen lassen, da ich wegen dieser verleugneten Anzeige genug Stress hatte und immer noch habe.
In den Monaten nach der Anzeige habe ich ihr trotz allem wiederholt mehrfach meine finanzielle Hilfe zukommen lassen, habe aber auch immer wieder um ein ehrliches und offenes Gespräch gebeten, was nie Zustande kam. Habe ich ihr die Konsequenzen ihres Handels erläutert, so hat sie es als Drohung empfunden und ich wurde blockiert. Ein Kontaktabbruch war mehrfach die Folge. Ohne Selbstreflexion hat sie es nie verstanden warum ich immer wieder um ein Gespräch gebeten habe. Sie verstand es nicht das es mir darum ging, dass sie das Vertrauensverhältnis auf besondere Weise verletzt hat. Ein Schuldeingeständnis ihrerseits erfolgte nie und Empathie für meine zunehmend schlechtere Laune wurde auch nie aufgebracht.
In dem Zeitraum von August bis November hat sie etwas engagierter versucht ihre Schulden zu begleichen. Es wurden von mir wieder diverse Artikel bestellt von denen jedoch immer noch eine gewisse Restschuld in dem Gesamtbetrag enthalten ist.
Als objektive Dritte, über die Leihgabe des Geldes, können ihre Eltern eine Aussage tätigen. Denen hat sie des Öfteren berichtet welche Artikel ich für sie im Voraus bezahlt habe. Ihre Kinder (beide 16 Jahre alt) möchte ich nicht mit in die Sache reinziehen, jedoch haben diese mehrfach mitbekommen was Geschenke waren und was geliehen wurde. Auch das ich sie zur Rückzahlung ihrer Schulden aufgefordert habe, haben die Kids mitbekommen.
Weil meine Gabe von Geschenken nicht unter dieser Situation leiden sollte, haben wir immer eine klare Trennung von Geschenken und Leihgaben gemacht. Ich wollte ihr trotz allem weiterhin Wünsche erfüllen und Aufmerksamkeiten zukommen lassen. Die Geschenke, die sie von mir erhalten hat, haben einen hohen vierstelligen Gesamtbetrag eingenommen und gerade deswegen habe ich immer mit ihr gesprochen, wenn es wieder darum ging in Vorkasse zu treten. Ich habe ihr im Wort vertraut, was letztendlich missbraucht wurde. Bei jedem Artikel welchen ich im Voraus gezahlt habe, war ihr Rechtsbindungswille mir gegenüber eindeutig und die Vertragsbestandteile klar formuliert. Eine Rückzahlung, von den Artikeln die in der Excel-Tabelle aufgeführt sind, sollte immer erfolgen. Keiner von den Gegenständen wurde jemals geschenkt, denn Geschenke wurden anderweitig trotz allem gemacht.
Aussagen ihrerseits, dass ich ihr die ganzen Sachen geschenkt haben soll, sind falsch. Auch das ich jemals das Geld für all die Sachen erhalten haben soll, entspricht nicht der Wahrheit. Diesen Aussagen widerspreche ich vehement.

Folgendes spricht gegen ihre Aussagen:

Warum habe ich ihr am 29.06.2019 einen Mahnbescheid zustellen lassen?
Warum habe ich mir die Arbeit gemacht um eine Tabelle zu führen, woraus eindeutig hervorgeht was für Schulden sich angehäuft haben?
Wenn es Geschenke gewesen wären, warum habe ich ihr diese Liste regelmäßig vorgelegt?
Warum habe ich das Gespräch mit ihren Eltern gesucht und die Thematik angesprochen?
Warum habe ich Monatelang versucht ein klärendes, zielorientiertes Gespräch mit ihr, bezüglich der Unterschlagungen, zu führen? Zuletzt am 04.01.2020!
Warum hat sie immer kleinere Beträge zur Tilgung zurückgezahlt?
Warum durfte ich den Erlös von Verkäufen einbehalten?
Warum mache ich all den Aufwand, wenn dies nicht der Wahrheit entsprechen würde?

Ich würde mir, wenn ich eine Falschaussage tätigen würde, einen enormen Schaden zufügen. Da ich Beamter auf Lebenszeit bin, habe ich viel zu verlieren und nur wegen des Geldes, wäre es das Ganze nicht wert. Es geht hier um das Vertrauensverhältnis welches auf besondere Weise verletzt und ausgenutzt wurde und darum das diese „Masche" nicht hinnehmbar ist.

Wie soll ich gegen diese fiese Masche weiter vorgehen?
05.01.2020 | 04:00

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Auch wenn das Mahnverfahren nicht weiter betrieben wurde, kann jetzt Zivilllage erhoben werden.

Dazu rate ich Ihnen nun.

Gerne kann ich für Sie in dieser Sache tätig werden.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
RA Richter


Rückfrage vom Fragesteller 05.01.2020 | 04:19

Guten Tag und vielen Dank für Ihre schnelle Antwort, leider ist meine Eingangsfrage nicht beantwortet worden (Überschrift). Ist dieses Verhalten von dem Täter als Unterschlagung zu werten und wäre eine Anzeige aus diesem Grund überhaupt möglich?

Eine Zivilklage ziehe ich tatsächlich in Betracht, aber leider fehlen mir hier die Erfolgsaussichten! Um es kurz zu machen: Ich sage Sie ist wissentlich einen Vertrag eingegangen (nichts schriftlich) und sie behauptet es wären Geschenke gewesen!

Danke

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 05.01.2020 | 04:36

Sehr geehrter Fragesteller,
mit der herrschenden Meinung wird für die Erfüllung des Tatbestandes der Unterschlagung eine Manifestation der Zueignung verlangt, d.h. die Zueignung muss nach außen deutlich erkennbar sein. Das bloße zurückbehalten ist keine Unterschlagung.

Dies ist im vorliegenden Fall nicht gegeben, da das Geld einfach behalten würde.
Ein Verfahren würde daher mit großer Wahrscheinlichkeit eingestellt werden.

Bei einem Zivilverfahren steht zwar Aussage gegen Aussage, wobei Sie als Kläger beweisbelastet wären. Die angesprochenen Dokumentation bzw. RückzahlungIndizien wäre ein Verfahren evtl. doch erfolgreich.

Ich hoffe, Ihre Frage nun beantwortet zu haben.

Beste Grüße
RA Richter

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