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Ex hatte 1,7 Promille

| 15.12.2008 16:43 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin Kämpf



Mein Ex in Spe war ziemlich betrunken. Auf der Polizeiwache wurden 1,9 Promille festgestellt. Es war auch ein Arzt da, der Blut abgenommen hatte.

Zu meiner Überraschung sollen es später aber nur 1,7 Promille gewesen sein.

Wie dem auch sei:
Was bedeutet das in der Regel.

Beispielhafte Fragen:

Ist meine künftige Ex damit vorbestraft?

Wie lange läuft in der Regel der Führerschein-Entzug?

Muss ich als Noch-Ehemann ggf. einige der Kosten mittragen? (Bloss nicht)

Weil sie aus EU-Ungarn kommt: Droht ihr ggf, dass sie die deutsche Staatsangehörigkeit nicht bekommt (oder verspätet?)

Werde ich in der Sache noch als Zeuge befragt - weil meine Ex mir keinerlei Informationen über den Vorfall zukommen lässt.

Wenn Sie noch Antworten zu ungelegten FRagen haben: Gern.

Vielen Dank aus dem kalten Norden.


Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltschilderung sowie Ihres Einsatzes wie folgt:

1. Vorliegend machte sich Ihre Gattin einer Trunkenheit im Straßenverkehr, strafbar gemäß § 316 StGB (Strafgesetzbuch), schuldig. Trunkenheit im Straßenverkehr sieht als Strafe eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe vor.
Der guten Ordnung halber erlaube ich mir den Hinweis darauf, dass ohne Kenntnis der Ermittlungsakte eine abschließende Einschätzung der zu erwartenden Strafe nicht möglich ist. Denn diesbezüglich kommt es auf eine Vielzahl von Faktoren an. Insbesondere ist das Nachtatverhalten von Interesse und die Frage, ob Ihre Gattin Ersttäterin ist.
Dies unterstellt, ist mit einer Geldstrafe, welche im unteren Bereich (also unter 90 Tagessätzen) liegen sollte, sowie mit der Entziehung der Fahrerlaubnis zu rechnen.

2. Die Entziehung der Fahrerlaubnis wird schätzungsweise um die 12 Monate dauern.

3. Daneben hat Ihre Gattin mit der Anordnung einer MPU, auch bekannt als Idiotentest, zu rechnen, da die BAK (Blutalkoholkonzentration) über 1,6 Promille lag.

4. Sollte die Geldstrafe tatsächlich unter 90 Tagessätzen betragen, wird diese Strafe nicht ins Führungszeugnis eingetragen. Deshalb dürfte sich Ihre Gattin dann gegenüber privaten Personen weiterhin als nicht vorbestraft bezeichnen.

5. Es ist nicht damit zu rechnen, dass Sie an den Kosten beteiligt werden.

6. Ihre Vernehmung als Zeuge würde lediglich dann Sinn machen, wenn Sie den Vorfall in irgendeiner Weise wahrgenommen hätten.
Allerdings haben Sie als Ehemann ein Zeugnisverweigerungsrecht gemäß § 52 Absatz 1 Nr. 2 StPO (Strafprozessordnung), dieses besteht auch nach der Scheidung fort. Das bedeutet, dass Sie unter Berufung auf dieses Zeugnisverweigerungsrecht keine Angaben zur Sache machen müssen.

7. Eine Auswirkung der Geldstrafe, so Sie unter 90 Tagessätzen liegt, auf die Einbürgerung steht nicht zu erwarten, gemäß § 12 a StAG (Staatsangehörigkeitsgesetz).

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick ermöglicht zu haben und stehe für Ergänzungen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie ggf. für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

Fon 089/ 22843355
Fax 089/ 22843356

info@kanzlei-kaempf.net
Rechtsanwalt München Strafrecht - Inkasso Anwalt München

Nachfrage vom Fragesteller 15.12.2008 | 18:11

Sehr gründlich, sehr präzise, alle Detailfragen komplett abgehakt.

Nur eine Frage noch: Warum sind Sie noch nciht am BGH - oder so?

Also: Vielen Dank! Super gemacht. Danke!

Bewertung des Fragestellers 15.12.2008 | 18:21

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 15.12.2008 5/5,0
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