Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.015
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Ex Mann gehört 50 % des Hauses, darf er Besuch von Ex Frau im Hausverbot erteilen?


04.04.2007 10:20 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Tanja Stiller



Guten Tag!

Ein Ehepaar ist zu jeweils 50% Hauseigentümer, und auch mit dem Darlehen stehen beide zu 50% in der Schuld.
Nun ist der Ehemann vor einiger Zeit aus dem Haus ausgezogen und hat seinen neuen Wohnsitz offiziell umgemeldet.

Die noch im Haus lebende Ehefrau würde gerne Besuch einladen, jedoch erteilt ihr Ehemann diesem Hausverbot. Er beründet sein Recht damit, das ihm die Hälfte des Hauses gehört.

Frage: Darf der Ehemann überhaupt ein Hausverbot aussprechen und wenn ja, welche Konsequenzen hätte es für den (eingeladenen) Besucher, wenn er trotzdem ins Haus kommt?
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Fragen.

Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch einen Kollegen/ eine Kollegin vor Ort ersetzen kann.
Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Ihre Fragen beantworte ich aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben und dem von Ihnen eingesetzten Betrag, wie folgt:

Unter Hausverbot versteht man das Verbot des Eindringens oder Verweilen in einer Wohnung eines anderen, der über das Hausrecht verfügt.

Ein Verstoß gegen ein Hausverbot erfüllt gemäß § 123 StGB den Straftatbestand des Hausfriedensbruchs.
Der Täter kann nach dieser Vorschrift mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr bestraft werden.

Fraglich ist hier allerdings, ob der Ehemann überhaupt über ein Hausrecht verfügt.
Wer eine Wohnung mietet oder als Eigentümer darin wohnt, hat das Hausrecht über die Wohnung.
Da der getrennt lebende Ehemann nicht mehr in dem Haus wohnt, übt meines Erachtens die Ehefrau das Hausrecht alleine aus.
Deshalb kann allenfalls die Ehefrau ein Hausverbot aussprechen.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Fragen beantworten und Ihnen weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin Tanja Stiller

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER