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Ex-Freundin stellt Strafanzeige wegen Nachstellung unrechtmäßig


11.11.2017 15:09 |
Preis: 25,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

​Sehr geehrter Herr Anwalt, Frau Anwältin,
ich habe meine Freundin, jetzt Ex-Freundin, vor ca. 5 Monaten zufällig wieder getroffen. Sie war zu diesem Zeitpunkt noch mit ihrem Freund zusammen. Wir trafen uns erst freundschaftlich, ca. 1 Monat später wurde eine angehende Beziehung daraus, sie betrog mit mir ihren Ex Freund. Wir waren nun um die 4 Monate zusammen.

Vor wenigen Wochen erfuhr ich durch einen guten Freund von mir, der meine, jetzt Ex Freundin, A. sehr gut kennt, dass sie wieder Gefühle für ihren vorherigen Freund B. entwickelte und ich C., als neuer Freund irgendwie dazwischenstünde.
Die Folge war das sie mich weniger traf, sagte, sie brauche Zeit für sich sagte sie. Wir hatten trotz dessen Telefonisch und über Whatsapp jeden Tag Kontakt.

Ca. eine Woche später am 25.10 machte sie mit mir Schluss. Ich redete nochmals mit ihr und wollte ihr klar machen, dass ich besser sei, das hat auch funktioniert und wir wollten es nochmal probieren. Die folgenden Tage sahen wir uns gar nicht und hatten nur per Whatsapp und Telefon Kontakt. Sie hatte keine Lust etwas zu unternehmen.

Fünf Tage später, am 30.10 machte sie wieder Schluss, und holte ihre Sachen bei mir ab, sie sagte sie möchte mit mir jetzt auch nicht mehr über das Thema reden. Ich versuchte sie am selben Abend noch 3x anzurufen. Es gab die Tage davor am Telefon immer Stress und sie sagte sie könne nicht mehr.

Einen Tag darauf, den 31.10 suchte ich das Gespräch, und fuhr zu ihr, sie redete mit mir, blockte aber ab, irgendwann verwies sie mich aus ihrem Garten und ich ging.

Am Folgetag, den 1.11, traf ich sie zufällig unterwegs, ich fragte sie ob sie nun kurz mit mir reden könnte, sie sagte zu und wir redeten kurz, sie äußerte, dass sie Zeit brauche und mir irgendwann alles erzählt. Aber ich solle ihr Zeit lassen.
Am selben Tag, kurz darauf, traf ich sie mit meiner Mutter. Sie war in einem Cafe mit ihrem Ex B., auch dort suchte ich das Gespräch mit ihr, bis sie irgendwann meinte ich esse jetzt und will darüber jetzt nicht reden, ich ging dann.
Am selben Tag rief ich sie noch 3x an. Sie ging nicht ran, rief mich aber daraufhin zurück. Ich wollte Erklärungen warum sie dort nun mit ihrem Ex saß, sie sagte nur das es ein normales Gespräch war und sie sich mal wieder unterhalten wollten. Wir redeten noch kurz und haben dann irgendwann aufgelegt.

Am Tag darauf, den 2.11, sah ich, dass sie mich auf allen Sozialen Netzwerken blockierte, ich fuhr zu ihr um das Gespräch zu suchen, wieso sie dies tat. Die Mutter machte auf und sagte mir A. möchte nicht mit dir sprechen. Ich redete kurz mit der Mutter, sie kam daraufhin runter und redete mit mir, es gab einen Streit und die Mutter drohte mir wenn das so weitergeht zeigt sie mich wegen Stalking an weil es ihrer Tochter und meiner Ex A sehr schlecht ginge und sie auch die komplette Woche krank geschrieben deshalb ist. Ich verließ daraufhin wortlos die Wohnung. Am selben Abend schrieb ich ihr eine SMS das ich es verstanden habe.

Bis hierhin äußerte sie nie, das sie nie wieder mit mir reden möchte, und ich sie nie wieder treffen solle. Immer nur, keine Lust auf ein Gespräch, lass dem ganzen Zeit, irgendwann reden wir, bla bla bla.

Am Folgetag, den 3.11 rief ich sie Abends an, ihre Freundin drückte mich nach einem 2 Sekunden Gespräch weg, ich fragte per SMS was dass solle. Sie rief daraufhin mich mit Unterdrückter Nummer zurück. Sie heulte mich voll, dass der Ex-Freund B. sie nicht wieder wolle und das sie sich umbringen werde. Ich redete auf sie ein, machte ihr Mut, sie erkannte im laufe des Gespräches, dass es unfair gewesen ist, wie sie mich behandelte und das sie mich überall blockierte, denn der Ex Freund B. tat das selbe grade mit ihr.
Ich fragte sie ob wir ein letztes mal mit einander sprechen könnten, dass ich das ganze Abschließen könne. Sie sagte zu und entblockte mich bei Whatsapp. Sie sagte wir schreiben nochmal über einen passenden Tag.

Am darauffolgenden Tag, den 4.11, schrieb ich sie wie immer bei Whatsapp an und fragte, wie es gestern noch lief, da sie sich mit ihrem Ex Freund B. zu einem Gespräch treffen wollte, sie sagte mir, dass ich mich ab jetzt aus ihren Privaten Dingen heraushalten solle. Ich sagte zu und fragte ob wir heute miteinander reden könnten. Sie schrieb erst sie wisse es nicht.
Ich sagte das es wichtig für mich ist, dass ich damit abschließen könne und da es sonst unfair ist, sie will ja auch nicht unfair behandelt werden. Sie sagte anschließend zu, dass wir uns heute treffen könnten und fragte wo und wann.
Ich schlug ein Bäcker vor, sie machte eine Sprachnachricht bei Whatsapp und sagte darin, dass sie nicht zu einem Bäcker fährt, ich kann vor ihre Wohnung kommen und dann reden wir ein letztes mal. Das war ihr Wortlaut.
Ich schrieb daraufhin, dass ich ihr ein Cafe vorschlage, da ich nicht in der kälte reden wollte, sie schrieb daraufhin: "das passt schon ehr".
Sie schrieb daraufhin: "wann" und ich sagte: "um 10:05", ihre geschriebene Antwort bei Whatsapp daraufhin war: "nein, später". Ich fragte: "wann" und sie schrieb: "um halb".

Gesagt, getan. Ich war um halb dort. Sie nicht. Ich wartete 15 min, danach schrieb ich mehrere saure Whatsapp Nachrichten was das solle. Rief sie daraufhin auch 6 oder 7 mal an. Ich dachte erst es sei etwas passiert. Sie ging nicht ran.
Anschließend rief sie an, es war eine Polizeikommissarin am Telefon, die mir untersagte weiterhin B. zu terrorisieren, sie sei grad bei ihr und schrieb eine Anzeige wegen "Nachstellung".



Seit dem hatte ich keinen Kontakt mehr zu ihr, meine Eltern redeten mit ihren Eltern und ihr selbst, sie sagte, sie wolle mir mein Leben nicht verbauen und nahm 3 Tage nach Anzeigenstellung den Strafantrag zurück.

Trotzdessen habe ich ja noch die andere Seite, die die Polizei noch nicht kennt in dem Ermittlungsverfahren, eben das sie nie wirklich sagte ich solle sie nie wieder kontaktieren, ihre Nummer löschen, und sie für immer inruhe lassen sollte. Außerdem rief sie mich am Vortag ja auch knapp 40 min zurück, und schrieb am Folgetag, dass wir miteinander reden könnten und schlug mir ein Ort vor. Es fielen beiderseitig auch nie irgendwelche Beleidigungen oder ähnliches

Sie weiß das ich im Öffentlich Dienst beschäftigt bin, außerdem ist sie Psychisch leicht "angeknackst" da in ihrer Familie nicht immer alles rund lief, des Weiteren wusste sie eine lange Zeit ja nicht was sie wollte, ob mich, oder wieder ihren Ex, den sie damals für mich verließ, und ihn mit mir betrog, und hielt mich dementsprechend Warm.

Ich denke wenn ich meine Chatverläufe bei der Beschuldigtenvernehmung vorlege, die ja vermutlich dann immernoch stattfinden wird, sieht die Sache ganz anders aus, oder ? Theoretisch meinte eine Polizistin die ich persönlich kenne (das Gespräch war vertraulich und Privat), dass sie mir womöglich nur eins Auswischen wollte, den Kontakt komplett unterbinden wollte, aber mir dies nie wirklich persönlich, Angesicht zu Angesicht sagen wollte. Feige Nummer.

Würde ich generell, auch ohne das sie den Antrag zurückgenommen hätte aus der Nummer herausgekommen ?
Und kommt es auch mit dem zurückgenommenden Strafantrag durch sie zu einer Einstellung, werden Zeugen die sie angab jetzt trotzdem noch vernommen?

Oder liegt hier besonderes öffentliches Interesse vor ? Ich bin noch jung, und wurde vor kurzem wegen einem "mein Auto gegen ein Fahrrad" Unfall mit Personenschaden, durch mich verursacht, zu einer kleinen Geldstrafe "verurteilt", per Strafbefehl.
Und da sie ja erst einmal nach einer Woche alles beendete, wird das bestimmt eh als "Kindergarten" von der StA angesehen, oder ? Ich meine ich bin nur ein Ex Freund, der Antworten wollte, der zweimal zu ihr danach fuhr und sie vielleicht am Tag, in dieser Zeit, maximal 5-6x anrief und ihr schrieb.

Und wie sieht es aus mit einer Gegenanzeige bzgl. Falscher Verdächtigung, oder je nachdem was sie Anzeigte vermutlich sogar der Falschaussage, da sie ja eben doch am Ende einem Gespräch zustimmte ? Seit dem ich von der Anzeige erfuhr habe ich sämtlichen Kontakt unterbrochen, Chat-Verläufe gesichert und habe auch nicht mehr vor, Kontakt zu ihr aufzunehmen.
Außer sie sieht irgendwann ihren Fehler ein und entschuldigt sich bei mir.

Und natürlich weiß ich, dass sie womöglich eine ganz andere Sichtweise hat, aber dann hätte sie mir nicht schreiben sollen das ein Treffen in Ordnung sei etc.
Vielen Dank
MfG C.
11.11.2017 | 16:02

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Die Nachstellung ist in § 238 StGB geregelt. Der Privatklageweg gem. § 374 StPO ist nicht mehr moglich, damit es zu mehr Strafanzeigen kommt und die Staatsanwaltschaft sich mit solchen Fällen auseinandersetzt. Essentiell ist aber, dass ihre Freundin die Anzeige zurückgenommen hat. Das die Staatsanwaltschaft ein öffentliches Interesse bejaht ist unwahrscheinlich. Es handelt sich hier um eine gescheiterte Beziehung, in der es innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums zu unerwünschter und mißgedeuteter Kommunikation kam. Selbst wenn weiter ermittelt werden sollte, kann nur eine Einstellung nach § 153 StPO oder § 170 II StP0 das Ziel sein. Sie können glaubhaft und glaubwürdig den Sachverhalt aufklären und es stehen ihnen mit den Chatverläufen sogar Beweismittel zur Verfügung. Eine weitere Kontaktaufnahme zu der Ex-Freundin hat aber in jedem Fall zu unterbleiben. Hier sollte es auch keine Ausnahmen, wie "letztes Gespräch" oder "klärender Abschluß" geben. Eine Strafanzeige wegen falscher Verdächtigung gem. § 164 StGB empfehle ich nicht. Es heizt die Situation weiter an und hätte nur begrenzte Erfolgsaussichten. Es würde die Ex-Freundin zudem motivieren an der Anzeige festzuhalten. Den Beschuldigtenbogen müssen sie bis auf die persönlichen Angaben nicht ausfüllen. Sie müssen auch einer möglichen Vorladung durch die Polizei nicht folgeleisten. In der Regel empfehle ich dringend einen Rechtsanwalt zu beauftragen, der Akteneinsicht beantragt und mit ihnen über eine mögliche Einlassung entscheidet, aber in ihrem Fall bestünde auch die Option im ruhigen und sachlichen Ton den Sachverhalt mit den hier aufgeführten Angaben aufzuklären. Es darf, in ihrem Interesse, aber keinen weiteren Kontakt mit der Ex-Freundin mehr geben.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben und bedanke mich für das mir entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Hellmich


Nachfrage vom Fragesteller 12.11.2017 | 13:51

Vielen Dank für ihre Antwort.

Trotzdessen haben sie mir aber nicht gesagt, ob nach der Rückziehung des Strafantrages, alle ihre genannten "Zeugen" (Familie) trotzdessen befragt werden.

Des Weiteren würde ich gern wissen, ob es reicht, wenn sie einen 3 Zeiler, in dem sie den Strafantrag zurückzieht, unterschrieben in Briefform und als Einschreiben an die Polizei versandt reicht, denn so hat sie es gemacht.
Sie will dort nicht noch einmal persönlich hinfahren.

Und eine abschließende Frage habe ich noch. Wenn ich, wie sie es mir sagten, ohne Anwalt die Situation aufzuklären versuche, wie übergebe ich das Chat Protokoll an den zuständigen Beamten. Wenn ich den Whatsapp Chat Verlauf aus dem Handy exportiere, ist das eine schnöde Word Text Datei wo nur Text untereinander steht. Das sieht ungefähr so aus:
18.09.17, 15:47:56: *Mein Name*: --- Text
18.09.17, 15:47:59: *Mein Name*: --- Text
18.09.17, 15:48:14: *Mein Name*: --- Text
18.09.17, 15:48:49: ‪+49*ihre Telefonnummer*‬: --- Text
18.09.17, 15:49:04: *Mein Name*: --- Text

Ich kann es sozusagen selbst "editieren" wie ich will. Wie gebe ich sowas bei meiner Beschuldigtenvernehmung dann ab ? Trotzdem einfach komplett ausdrucken ? Und dazu dann noch Screenshots der vergangenen Tage ausdrucken ?
Das die Polizei eben halt auch überzeugt wird von meiner Seite.

Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.11.2017 | 14:14

Das hängt davon ab, ob die Staatsanwaltschaft weitere Ermittlungen für notwendig erachtet.

Die Anzeige kann schriftlich zurückgenommen werden. Die Unterschrift darf auf keinen Fall vergessen werden.

Sie müssen das Chat Protokoll nicht mitübersenden. Sie müssen nicht ihre Unschuld beweisen. Ansonsten schicken sie die Screenshots.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben und bedanke mich für das mir entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Hellmich

ANTWORT VON

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