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Event-Management und Fotografie

| 07.05.2010 14:44 |
Preis: ***,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Cord Hendrik Schröder


Sehr geehrte Experten,

ich möchte mich als Event-Managerin und Künstler-Vermittlerin selbständig machen, mein Einzelunternehmen soll zB den Namen „Kirschkernsucher" tragen.

Als ein Angebot von „Kirschkernsucher" möchte ich verschiedene, individuelle (Foto-)Events anbieten, (kleine) Feiern an verschiedenen Orten bei denen die Kunden je nach Wunsch professionell geschminkt und fotografiert werden.

Es ist so geplant, dass ich das Event-Management übernehme und eine Visagistin sowie einen Fotografen sowie ggf. weitere Künstler oder Dienstleister jeweils engagiere und
sie mir ihre Tätigkeiten in Rechnung stellen.

Nun stehen noch folgende Fragen im Raum, die bei einer Beratung durch die IHK leider nicht geklärt werden konnten:

Darf ich die Events/Angebote mit einem Namen bewerben in dem „Fotografie" vorkommt?
Also zum Beispiel „Kirschkern-Fotografie"?
Sowohl im Internet mit eigener Homepage als auch in Printmedien?

Da es ja unter „Event" und nicht unter „fotografische Dienstleistungen" läuft und
ich nicht als gewerblicher Fotodiensteister gemeldet wäre?

Es wäre sehr wichtig für uns, das Wort „Fotografie" im Namen behalten zu können, da wir bereits das ganze Konzept darauf aufgebaut haben, deshalb noch ein paar hypothetische Fragen:

Unter welchen Umständen dürfte ich, rechtlich gesehen, die Events unter dem Namen „Kirschkern-Fotografie" anbieten?

Ab wann handelt es sich um fotografische Diensleistungen und wann überwiegt
der „Event-Charakter" bzw. wie könnte man das ggf. nachweisen?


Über eine hilfreiche Antwort würde ich mich wahnsinnig freuen!


Vielen Dank schon im Voraus!

Mit besten Grüssen!

Sehr geehrte Fragestellerin,
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch eine Kollegin/ einen Kollegen vor Ort ersetzen kann. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung komplett anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben und dem eingesetzten Betrag wie folgt:


- Unter welchen Umständen dürfte ich, rechtlich gesehen, die Events unter dem Namen „Kirschkern-Fotografie" anbieten?

Wenn der Name Kirschkern-Fotografie noch nicht von einer anderen Person geschützt ist, können Sie ihn frei verwenden.

Es können namensrechtliche und / oder markenrechtliche Bedenken bestehen.

Daher kann es sinnvoll sein, beim Deutschen Patent und Marken Amt eine Anfrage zu stellen, ob schon eine Marke dazu eingetragen worden ist.

Ist dem nicht so, kann die Kirschkern-Fotografie verwendet werden.


- Ab wann handelt es sich um fotografische Diensleistungen und wann überwiegt
der „Event-Charakter" bzw. wie könnte man das ggf. nachweisen?

Die freiberufliche Tätigkeit als Fotoreporter bzw. Bildjournalist sowie die gewerbliche, aber nicht handwerkliche Tätigkeit als Werbe-, Mode- und Industriefotograf bzw. Fotodesigner ist im Regelfall ohne Meisterbrief möglich, wobei die Abgrenzung der Werbefotografen und Fotodesigner im Einzelfall fließend sein kann. Bei gewerblicher, nicht handwerklicher Fotografie besteht eine Zwangsmitgliedschaft in der IHK.

Auch bei der künstlerische Fotografie bedarf es keiner Eintragung in die Handwerksrolle. Die Frage, ob eine künstlerische Tätigkeit nach § 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG vorliegt, wird vom Finanzamt von Amts wegen ermittelt (§ 88 AO). Kriterien können eine entsprechende Ausbildung oder die Anerkennung in Form von Preisen und Auszeichnungen sein. Paß-, Kinder-, Porträt-, Hochzeits- und auch einfache Werbefotos werden regelmäßig dem handwerklichen Bereich zugeordnet. Wer jedoch keine Aufträge für Kinder-, Porträt-, Gruppen- oder Hochzeitsfotos annimmt, sondern ausschließlich in den Bereichen Werbung, PR und Öffentlichkeitsarbeit tätig ist, wird normalerweise als Foto-Designer eingestuft, der einer freien und ggf. auch künstlerischen Tätigkeit nachgeht.

Eine Grenze zu ziehen ist schwer bzw. nicht möglich. Wenn Sie aber nur die Events anbieten und die Fotografie im Schwerpunkt einer dritten Person überlassen, sind keine Probleme gegeben.


Um Ihre Ansprüche erfolgreich durchzusetzen, empfehle ich die Einschaltung eines Anwalts vor Ort – den Sie über unser Portal problemlos finden können.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.

Abschließend möchte ich Sie bitten die Bewertungsfunktion zu nutzen, um dieses Forum für andere Nutzer transparenter zu gestalten.

Bewertung des Fragestellers 10.05.2010 | 14:38

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