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Euromillionen im Internet tippen. Legaler Gewinnanspruch oder nicht?

| 30.08.2011 14:15 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


Hallo,
zunächst die Hintergrundinfos:
Man kann ja mittlerweile auf sehr vielen Portalen im Internet bei der Lotterie "Euromillionen"*** mittippen.
Beim Vergleich der Anbieter sieht das meist wie folgt aus:

- Anbieter hat seinen Sitz in einer sogenannten 'Steueroase' in Amerika oder im Mittelmeerraum
- Geldgewinne über x Euro werden über einen Treuhänder mit Sitz in einem der Länder unter *** (ganz unten) überwiesen
- dem Gewinn wird eine Provision für den Vermittler und Treuhänder von x % abgezogen
- Bezahlung des Tippscheins per Kreditkarte oder Vorab-Überweisung auf ein Konto in einer anderen Steueroase

Die Anbieter-Webseiten machen einen seriösen Eindruck und bei Recherche im Internet findet man keine negativen Erfahrungsberichte anderer Spieler.


Hier nun die Frage dazu:
Angenommen, man würde bei der Tippabgabe über das Internet gewinnen und würde den Gewinn auch (über einen Treuhänder) überwiesen bekommen: Wäre die Teilnahme an Euromillionen über das Internet legal oder hätte man nach deutschem Recht gar keinen Gewinnanspuch und das Geld könnte einem eingefroren oder beschlagnahmt werden?




***Euromillionen ist eine Mehrländerlotterie mit den Mitgliedern: Spanien, Frankreich, Großbritannien, Österreich, Belgien, Irland, Liechtenstein, Luxemburg, Portugal und die Schweiz.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworten darf.

Bitte beachten Sie vorab, dass meine nachstehenden Ausführungen nur eine erste rechtliche Einschätzung auf der Grundlage Ihrer Angaben darstellen können. Der Umfang meiner Beratung ist dabei durch die zwingenden gesetzlichen Vorgaben des § 4 RVG begrenzt.

Die Frage, ob Sie nach deutschem Recht einen Gewinnsanspruch haben, stellt sich nach Auszahlung des Betrages an Sie natürlich nicht mehr. Denn dann ist das Konto vom Betreiber des Lotterieangebotes der bereits an Sie ausgezahlt worden und sie können darüber frei verfügen. Ein einfrieren oder eine Beschlagnahme der Auszahlung kämen nur in Betracht, wenn eine Straftat im Raume stünde.

Das ist aber nicht erkennbar. Sie werden also nicht befürchten müssen, dass der Staat Ihnen Ihren Gewinn, den Sie von einem ausländischen Betreiber überwiesen bekommen, wieder wegnimmt.

Auf die Nichtigkeit des Vertrages könnte sich nicht der Staat berufen, sondern allenfalls Ihr Vertragspartner. Dann wird er Ihnen aber Ihren Gewinn erst gar nicht auszahlen.

Generell sollten Sie wohl überlegen, wohin Sie ihr teures Geld überweisen, denn einen Rückforderungsanspruch werden Sie bei Firmen im Ausland kaum erfolgreich durchsetzen können.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben. Für eine weitergehende Beratung und Vertretung Ihrer Interessen stehe ich zur Verfügung.

Bitte kontaktieren Sie mich dazu über die unten genannte Rufnummer bzw. E-Mail-Adresse.



Mit freundlichen Grüßen

Andreas Schwartmann
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 30.08.2011 | 14:53

Ich dachte, da gäbe es vielleicht Probleme mit dem Glücksspielsstaatsvertrag oder so ähnlich. Scheint wohl nur auf ''deutsche'' Glücksspiele zuzutreffen.

Vielen Dank, dass Sie sich auf die Frage fokussiert haben.


(PS: ich spiele dort nicht; ich wollte nur mal eine Auskunft im Sinne einer Einschätzung von einem Juristen haben.)

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.08.2011 | 15:06

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Ob die Teilnahme an den Gewinnspielen legal ist, ist eine andere Frage. Dies müsste im Einzelfall geklärt werden - ich habe jedenfalls erhebliche Zweifel.

Ihre Frage bezog sich aber darauf, ob ihnen der Gewinn wieder abgenommen werden kann. Diese Gefahr sehe ich nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 30.08.2011 | 14:49

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