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EstG § 33a im Zuge einer Eheschließung


27.04.2005 22:58 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich bin Ang. im öffentl. Dienst und beabsichtige eine Hartz-IV-Bezieherin ohne derzeitiges und zukünftiges Einkommen zu heiraten.
Frage: Existiert nach der Hochzeit neben dem Ehegatten-Splitting für mich zusätzlich die steuerliche Absetzungsmöglichkeit gemäß EStG § 33a, wenn meiner Partnerin die ALG II-Leistung auf Grund der Heirat gestrichen oder gekürzt wird ?
Falls ja, in welcher maximalen Höhe und für welchen Zeitraum (wieviele Jahre) ist dies möglich?
27.04.2005 | 23:58

Antwort

von


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Sehr geehrter Rechtssuchender,

Der Sonderausgabenabzug nach § 33 a EStG gilt natürlich nur für solche Personen, die Ihnen gegenüber oder Ihrer späteren Frau gegenüber unterhaltsberechtigt sind. Sie können pro Jahr max 7.680 EUR als Sonderausgaben abziehen ( Veranlagungszeitraum 2004; für 2005 kann sich der Betrag allerdings geändert haben ). Die Unterhaltsberechtigte Person darf allerdings kein oder nur geringes Vermögen besitzen. Auch alle sonstigen Bezüge des Unterhaltsberechtigten, die den Betrag von 624 EUR (gilt für VZ 2004) im Kalenderjahr übersteigen, werden negativ angerechnet. Wenn also nun die unterhaltsberechtigte Person beispielsweise 5000 EUR im Jahr verdient, dann wird 624 EUR hiervon abgezogen = 4376 EUR. Dieser Betrag ist dann von den 7.680 EUR abzuziehen.

Somit können Sie dann nur 3.304 EUR als außergewöhnliche Belastungen steuerlich geltend machen. Und das auch nur, wenn der Unterhaltsberechtigte kein oder nur geringes Vermögen hat.
( unschädliche Vermögen nach Ansicht der Finanzverwaltung ca 15.500 EUR; vorbehaltlich zwischenzeitlicher Änderungen )
Grds ist keine Zeitbegrenzung ersichtlich.

Mit freundlichen Grüssen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

Nachfrage vom Fragesteller 28.04.2005 | 11:17

Bitte nur noch mal zur Bestätigung:
Wenn auf Grund der Eheschließung die Sozialleistungen (ALG II) meiner künftigen Ehepartnerin gestrichen oder gekürzt werden und sie somit mir gegenüber unterhaltsberechtigt ist (bzw. ich unterhaltspflichtig werde), kann Ehegatten-Splitting plus Sonderausgabenabzug nach § 33a EStG nebeneinander erfolgen ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.04.2005 | 13:26

Sehr geehrter Rechtssuchender,

nach den Steuerrichtlinien der Finanzverwaltung zu § 33 a EStG können Unterhaltsleistungen an den Ehegatten während der Zeit der gemeinsamen Veranlagung nach § 26 EStG (Ehegattensplitting) nicht als außergewöhnliche Belastungen gem. § 33 a EStG geltend gemacht werden. Eine Geltendmachung dieser Aufwendungen wäre aber bei dauernder Trennung oder nach Scheidung möglich, wenn keine gemeinsame Veranlagung mehr vorliegt.

Mit freundlichen Grüssen

Marcus Glatzel
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