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Erzwungener Urlaub

| 17.08.2018 11:49 |
Preis: 25,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jörg Klepsch


Zusammenfassung: Der Arbeitgeber kann Vergütung für zu viel gewährte Urlaubstage nicht zurückverlangen, wenn er Betriebsurlaub angeordnet hat obwohl noch die Wartezeit nach dem Bundesurlaubsgesetz lief.

Ich arbeite seit dem 16.6. in einer Kita. Der Vertrag unterliegt dem AVR Caritas. Ich musste nach 4 Wochen Arbeitszeit 3 Wochen Urlaub nehmen, da die Kita geschlossen war. Ich kann voraussichtlich zum 1.10. in einen ganz anderen Bereich, also einem neuen Arbeitgeber wechseln, der nicht zur Caritas AVR gehört. Wird mir der zu viel genommene Urlaub vom letzten Gehalt abgezogen, obwohl ich ihn nicht freiwillig genommen habe?
Besten Dank.
Heike B.

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Ihr Arbeitgeber hat kein Recht die Vergütung für den zu viel gewährten Urlaub zurückzufordern oder gar einfach einzubehalten. Aus § 5 Abs. 3 BUrlG ergibt sich, dass Entgelt für zu viel gewährten Urlaub nicht zurückgefordert werden darf. Das ist hier der Fall. Ihr Arbeitgeber hat sehenden Auges das Risiko in Kauf genommen, dass Sie nicht so lange Arbeiten werden wie Sie Urlaub gehabt haben. Sollte Ihr Arbeitgeber das Geld doch einbehalten, können und müssen Sie natürlich beim Arbeitsgericht Klage erheben. Bitte beachten Sie, dass nach den AVR dafür eine Ausschlussfrist von sechs Monaten gilt.

Bewertung des Fragestellers 19.08.2018 | 11:13

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 19.08.2018 4,4/5,0
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