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Erziehungsvollmacht

14.08.2009 15:27 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Guten Tag!

Mein 16 jähriger Sohn hat gerade die Realschule abgeschlossen und wird
zum 01.09.09 eine Ausbildung beginnen.
Ich habe ihn vom ersten Lebensjahr an bis heute allein groß gezogen und besitze das alleinige Sorgerecht.

Der Vater hat sich in all die Zeit kaum fürs Kind interessiert, obwohl er nur 10 min. Autofahrt entntfernt von uns lebte und noch heute lebt. Unterhalt fürs Kind zahlt er erst seit ca. 6 Jahren in Höhe von zur Zeit 320.- EUR

Seit gut 2 Jahren hat das Kind doch noch einen besseren Draht zum Vater gefunden und war seitdem „mit meinem Einverständnis“ praktisch jedes Wochenend beim Vater, anstatt wie früher gewohnt, nur an jeden Zweiten. Seit genau dieser Zeit begannen leider auch die Konflikte, die ich momentan mit meinem Sohn und meinem geschiedenem Ehemann habe. Das Kind darf beim Vater alles tun und machen was es will und sieht seine neue gewonne Freiheit durch meine ,aufgrund einige seitdem sehr negativen Entwicklungen des Kind, etwas härter festgelegten Regel gefährdert, sodass es sich vom Vater verleiten ließ, ganz zu ihm einzuziehen.
Der Vater wiederum nutzt die Situation ohne Rücksicht auf Verluste, vermutlich um sich von Unterhaltszahlungen zu befreien. Die Unterhaltszahlung hat er tatsächlich zum 01.08.09 auch schon eingestellt, obwohl ich zu dem Zeitpunkt nocht nicht entschieden hatte, ob ich ihm die Vollmacht überhaupt erteile und immer noch nicht erteilt habe.

Um weitere Konflikte mit dem Kind zu vermeiden, habe ich mich nach einer Beratung beim Jugendamt (KSD) entschieden, dem Vater vorerst eine Erziehungsvollmacht (wird am 18.8. erteilt) zur Betreuung und Versorgung des gemeinsamen Kind in bestimmten aufgeführten Punkten bis auf Widerruf zu erteilen, weil das Kind zur Zeit sich schon beim Vater dauernd aufhält und vorerst lieber dort bleiben möchte.

Nun habe ich folgende Fragen dazu:

- Was bedeutet in diesem Fall die Erteilung der Vollmacht für mich als Sorgeberechtigte Mutter?
Bleibe ich nach wie vor die Haupt-gesetzliche Vertreter des Kindes oder übertrage ich mit der Vollmacht automatisch das gleiche Recht an dem Vater, so dass wir gesetzlich eine gemeinsames Sorgerecht haben?

- Oder darf der Elternteil, bei dem das Kind lebt, „wichtige“ Entscheidungen alleine treffen und braucht den anderen Elternteil lediglich über die vollendete Tatsache zu informieren?

-Ist der Elternteil, bei dem das Kind lebt, berechtigt auch über andere wichtige allgem. Angelegenheiten alleine zu entscheiden oder nur über die Punkten, die auf der Vollmacht aufgeführt sind.

- Ist er auch verpflichtet den anderen Elternteil über lfd. wichtige Angelegenheiten zu informieren und welche Konsequenzen hat es führ ihn, wenn er es nicht tut?


Der Vater hat bisher keinen Unterhaltansprüche an mich gestellt:

- kann er Unterhalt später rückwirkend verlangen und für welche Zeitraum?

Mein Einkommen beträgt 1800.- netto. Bin ich aber überhaupt unterhaltspflichtig, wenn das Kind
Ca. 520.- EUR Einkommen mtl. Zu Leben zur Verfügung hat?
(164.- EUR Kindergeld + 350 EUR Ausbildungsvergütung brutto.)

Außerdem jobbt das Kind nebenbei noch regelmäßig als Diskjockey und verdient dabei einiges zusätzlich.

Hinzu kommt es noch, dass der Vater, bei dem das Kind neuerdings lebt, neu geheiratet hat und sich dadurch über diverse finanzielle Vorteile verfügt, sodass ich große finanzielle Nachteile haben werde, falls ich Kindesunterhalt zahlen muss. Beide Eheleute sind Berufstätig und verdienen jeweils mind. Den gleichen Nettolohn wie ich.
Sie leben in einem bereits von meinem geschiedenem Ehemann geerbtes Haus, also mietfrei, während ich in ein 57 quadm. 3-Zim. kleine Wohnung lebe und 370.- EUR miete zahle.

- wie lang müssen Eltern Kindesunterhalt zahlen und wovon hängt die Dauer ab?

-Welche Konsequenzen hat es für den Unterhaltszahler, wenn es sich im Nachhinein herausstellt, dass dieser sich
Vom Angestelltenverhältnis zum selbständigem Dienstleistenden als Subunternehmer gewechselt hat, aber den Unterhalt in den letzten 4 Jahren weiter über den allerersten angegebenem Gehalt weiterberechnen ließ und dem Jugendamt, über dem der Unterhalt gezahlt wird, über seine neue Einkommenssituation nicht informiert hat?
Diese Situation trifft auf dem Vater zu. Kann rückwirkend noch was fordern?

Für eine ausführliche Antwort auf meine Fragen bedanke ich mich im Voraus und verbleibe

P.S. bitte diesen Text nicht veröffentlichen, da ich davon ausgehen, dass der andere Elternteil sich ebenso online zur Zeit nach Hilfe sucht, aber dass ich ihn die Lösung liefere und noch dafür bezahle, würde mir überhaupt nicht passen.

Wie lange verbleiben die Texte in ihrem Forum?

Mit freundlichen Grüßen



Eingrenzung vom Fragesteller
14.08.2009 | 15:37
14.08.2009 | 18:47

Antwort

von


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Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Durch die Vollmacht wird in der Regel die Berechtigung für Dinge des Alltags zu entscheiden an den anderen Elternteil übertragen aber in wichtigen Dingen sollte die Entscheidung bei Ihnen bleiben. Ihr Sorgerecht bleibt in jedem Fall bestehen. Die Vollmacht sollte in jedem Fall widerruflich gestaltet sein. Der Vater ist auch verpflichtet Sie über das Kind und dessen Entwicklung usw. zu informieren. Zur Vermeidung von Streitigkeiten sollte dies in der Vollmacht mit vereinbart werden. Wenn er Sie nicht informiert, sollte die Vollmacht zurückgenommen werden.

Wenn in der Vollmacht nur einzelne Punkte benannt sind, dann kann der Vater nur in diesen entscheiden und in all den anderen bleibt die Entscheidungsbefugnis bei Ihnen.

Rückwirkende Unterhaltsforderungen sind nicht möglich. Eine Verpflichtung würde sich erst ab Aufforderung ergeben. Auf Grund der genannten Einkommensverhältnisse würde sich ein Anspruch i.H.v. 174,00 € ergeben, da bei minderjährigen nur das hälftige Kindergeld und das hälftige Einkommen Beachtung finden. Die Nebentätigkeit ist überobligatorisch und findet keine Beachtung bis zur Volljährigkeit. Die Einkommensverhältnisse der Familie des Vaters und dessen selbst spielen keine Rolle für den Kindeunterhalt. Eltern müssen bis zum Ende der Ausbildung Unterhalt zahlen, sofern das Einkommen des Kindes den Bedarf nicht deckt.

Die Änderung der Einkommensverhältnisse des Vaters hätte rückwirkend nur Auswirkung, wenn er falsche Auskünfte nach Aufforderung gegeben hat. Er ist nicht verpflichtet die Änderungen mitzuteilen.

Ihr Text wird hier anonym veröffentlicht, sollten Sie eine Herausnahme wünschen, so wenden Sie sich direkt an den Seitenbetreiber.


Ich hoffe meine Antwort genügt Ihnen für eine erste Orientierung im Rahmen der Erstberatung und ich darf darauf hinweisen, dass meine Ausführungen auf Ihrer Sachverhaltsdarstellung beruhen.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats. Eine Mandatsausführung kann unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen und eine Informationsweiterleitung erfolgt dann per E-Mail, Post etc..


Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin
und Fachanwältin für Familienrecht



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