Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.523
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Erziehungsbeistand für das Pflegekind


19.12.2012 21:59 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter



Fallschilderung:
Mein Enkelkind wurde im Alter von 5 Monaten in Obhut genommen, kam dann in eine Kurzzeitpflege bis es im Alter von 7 Monaten zur Vollzeitpflege in meinen Haushalt kam.
Die Mutter des Kindes nahm Besuche zu ihrem Kind nur sporatisch wahr .
Als der Kleine 2 3/4 Jahre alt war klagte sie vor dem Famileingericht Besuchkontakte ein,da ich ihr Aufgrund von Gewalt seitens ihres Lebenspartners gegen den Kleinen und sie selbst, den Umgang ohne Begleitung verweigerte.
Am Verhandlungstag befürwortete das hiesige JA den Umgang in Begleitung .
Der Kleine sollte nun jede Woche 2 Übernachtungen in Folge bei seiner Mutter bleiben, eine Frau die er eigentlich nicht kennt.Die Begleitung wird von Familienhelferinnen durchgeführt, welche Morgens und Abends für eine halbe Stunde bei Mutter und Kind sind.
Bereits nach den ersten Kontakten äusserte der Kleine das er geschlagen wird, die Mama und xxxxxx immer schreien und meckern. Der Kleine zeigte Verhaltensauffälligkeiten wie z.B Einnässen, Einkoten, Verlustängste .
Ich hielt Rücksprache mit den Familienhelferinnen meiner Tochter, welche die ganze Angelegenheit als banal betrachten und keine Notwendigkeit sehen hier genauer hinzuschauen, ihrer Meinung nach laufen die Besuchskontakte optimal, auch wenn es offensichtlich ist das meine Tochter keine Mutterrolle hat und überfordert ist mit dem Kind .
Nun hat sich die Gesamtsituation zugespitzt. Mein Enkelkind äussert weiterhin das er geschlagen wird von xxxxxx (hier is anzumerken das es keine sichtbaren Anzeichen gibt), xxxxx ärgert ihn, nimmt ihn seine Spielsachen weg etc.pp .
Nun ist er mittlerweile soweit, das er, wenn ich ihn in den Kindergarten bringen zu mir sagt "die mama soll mich nicht abholen"
Um hier eine Entschärfung der Lage zu erreichen,habe ich mich an das JA gewand mit der Bitte mir eine Erziehungsbeistandschaft für meinen Enkel zu bewilligen, damit nochmal genau hin geschaut werden kann .
Der Antrag wurde abgelehnt mit der Begründung das meine Tochter bereits 2 Familienhelfer habe und dies ausreichend sei.Zudem wäre ich nicht berechtigt irgendwelche Anträge zu stellen, welche meinen Enkelsohn betreffen, da meine Tochter das alleinige Sorgerecht hat .
Anzumerken ist, das meine Tochter nicht im gleichen Ort lebt wie ich, und die Zuständigkeit des JA bezüglich der Sacharbeiter unterschiedlich sind .

Meine Frage,ist es wirklich so, das ich als Plegemutter (Oma) mit Vollzeitpflegebescheinigung des JA, keine Beistandschaft für meinen Enkel beantragen kann, oder Hilfe in anderer Form welche meinem Enkel dabei helfen kann, damit die Besuchskontakte für ihn nicht immer mit einem Fiasko enden? Bedeutet Begleiteter Umgang nicht das ständig ein/e Begleitung bei den Besuchskontakten anwesend sein sollte ?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Stellen Sie zunächst Strafanzeige gegen den Lebensgefährten Ihrer Tochter.

Dann wenden Sie sich unbedingt nochmals an das Jugendamt und berichten von der Strafanzeige, am besten bei Ihrem Jugendamt.

Problematisch ist, dass selbst der Bundesgerichtshof entschieden hat, dass Sie nicht einmal ein Beschwerderecht gegen eine Entscheidung auf Einräumung des Umgangsrechts hätten.
(BGH 25.08.1999 - XII ZB 199/98 vom 11.09.2003 - XII ZB 30/01).

Allerdings gilt § 1684 IV BGB:

„Das Familiengericht kann das Umgangsrecht oder den Vollzug früherer Entscheidungen über das Umgangsrecht einschränken oder ausschließen, soweit dies zum Wohl des Kindes erforderlich ist.

Zudem wurde folgende Entscheidung getroffen:
Oberlandesgericht (OLG) Schleswig, Beschluss v. 10. Juni 1999 - Az. 15 UF 209/98

Der Ausschluss des persönlichen Umgangs mit einem Elternteil darf nur angeordnet werden, um eine Gefährdung der körperlichen oder geistig-seelischen Entwicklung des Kindes abzuwenden. Zudem ist Voraussetzung, dass keine anderen - milderen - Mittel zum Schutz des Kindes verfügbar sind.

Es ist die Frage, ob es (noch) einen Kindesvater gibt und ob dieser Sorgerecht hat. Hier sollten Sie näher vortragen, dann komme ich unaufgefordert auf die Frage zurück.

Ich verbliebe bis dahin mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 19.12.2012 | 22:58

Der Kindesvater lebt noch, hat aber kein Sorgerecht und auch nie Kontakt zu seinem Kind gehabt.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.12.2012 | 21:57

Das ist schlecht, denn so müssen Sie unbedingt das Jugendamt dazu bringen, dass diese einen Antrag auf Entzug des Sorgerechts stellen.

Das wird aber nur dann gut möglich, wenn vorher eine Strafanzeige erstattet wurde. Leider sind Ihre eigenen Rechte sehr eingeschränkt.

Mit freundlichen Grüßen Dr. C. Seiter

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER