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Erzieherin Arbeitszeiten nach Elternzeit

| 12.07.2019 14:38 |
Preis: 25,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Brigitte Draudt


Ich bin Erzieherin und seit ca. 1,5 Jahren in Elternzeit. Ich bin länger als 6 Monate beschäftigt, habe einen unbefristeten Arbeitsvertrag und die Einrichtung hat über 15 Mitarbeiter.
Vor der Elternzeit hatte ich einen Stellenumfang von75%. Meine Arbeizzeit war im Schichtdienst mal früh mal spät in der Zeit von 7:30 bis 17:00 Uhr.

Am 1. November möchte ich nun, wie vereinbart, wieder mit 75% einsteigen.
Allerdings bin ich in der Arbeitszeit an die Betreuungszeiten meines Kindes in der Krippe gebunden. Diese sind von 8:00 bis 15:15 Uhr. Ich habe meiner Arbeitgeberin mitgeteilt, dass ich nur in der Zeit von 8:30 bis 14:30 arbeiten kann.

Meine Abeitgeberin meint das ist nicht möglich, da ich so keinen Frühdienst und Spätdienst leisten kann. Sie wisse nicht wie sie mich in den Dienstplan aufnehmen soll. Die erste Erzieherin öffnet um 7:30 Uhr die Einrichtung und die zweite Erzieherin kommt dann um 8 Uhr dazu. Wenn ich um 8:30 Uhr erst anfange, dann müsste eine Erzieherin von 8 Uhr bis 8:30 Uhr arbeiten und dann wieder heim gehen, um am Mittag dann wieder mit dem Arbeiten zu beginnen. Was natürlich unrealistisch ist. Die Abeitgeberin sieht keine weiteren Möglichkeiten den Dienstplan umzugestallten.

In wie weit muss der Arbeitgeber mir in den Arbeitszeiten entgegen kommen?

Sollte ich einen Antrag auf Arbeitszeitverkürzung (auf 70%, das wäre für mich finanziell noch machbar) und im Zuge dessen Anpassung der Arbeitzzeit stellen?

Vielen Dank für Ihre Antwort!

Mit besten Grüßen

Sehr geehrte Fragestellerin,

ich beantworte Ihre Frage gerne wie folgt:

Die von Ihnen angesprochene Möglichkeit macht Sinn, da sich offenbar eine Einigung nicht erzielen lässt.
Im Rahmen des Direktionsrechts kann der AG grundsätzlich die Lage der Arbeitszeit nach den betrieblichen Erfordernissen bestimmen, natürlich unter Beachtung des Arbeitsvertrags und gesetzlicher Vorgaben.

Es gibt zwar auch die Möglichkeit, gegen den AG auf eine Neuverteilung der Arbeitszeit zu verklagen. Dazu muss lau BAG ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Verringerungs- und Verteilungsverlangen bestehen, was allerdings bislang nicht genau definiert ist. Zudem ist eine Klage Zeit-und kostenaufwändig und belastet das Verhältnis zum Arbeitgeber.
Chancen bestehen nur bei einer konkreten Entscheidung im Einzelfall, wenn also der AG sein Direktionsrecht nicht anders ausüben kann als zu Gunsten des Arbeitnehmers. Sein Ermessen muss auf Null reduziert sein. Sie müssten dafür alle Punkte konkret darlegen und beweisen können.

Nach alledem scheint das geplante Vorgehen einer Arbeitszeitreduzierung mit einem „Antrag" auf Anpassung der Arbeitszeit die bessere Lösung.

Ich hoffe Ihnen weiter geholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen.

Draudt
Rechtsanwältin





Nachfrage vom Fragesteller 18.07.2019 | 14:39

Sehr geerhrte Frau Draudt,

vielen Dank für Ihre fachkundige und hilfreiche Antwort!

Ich habe nun bei meiner Arbeitgeberin eine Reduzierung der Arbeitszeit auf 65% und Neuverteilung meiner Arbeitszeit, in der Zeit von 8:30 Uhr bis 14:30 Uhr, nach § 8 TzBfG beantragt.

Sie antwortet nun, dass es in der Einrichtung durch die langen Öffnungszeiten (7:30 Uhr bis 17:00 Uhr) und die damit verbundene Schichtarbeit, nicht möglich sei meinem Wunsch nach Verteilung Deiner Arbeitszeit in der Zeit von 8.30 Uhr bis 14.30 Uhr zu entsprechen. Zu diesen Konditionen könnten wir leider nicht zusammenarbeiten.

Sie bittet mich dies zu akzeptieren und ihr meine daraus folgende Entscheidung zeitnah mitzuteilen.

Was sind meine Möglichkeiten?

Viele herzliche Grüße

talissa

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.07.2019 | 18:04

Sehr geehrte Fragestellerin,

Zu ihrer Nachfrage teile ich mit, dass es sich bei dieser nicht um eine Verständnis Frage oder nähere Erläuterung handelt, sondern um eine komplett neue Frage, die von der kostenlosen Nachfragefunktion nicht umfasst ist.

Daher biete ich Ihnen einen Zusatzauftrag an, in dessen Rahmen ich Sie weiter beraten könnte.

Mit freundlichen Grüßen

Draudt
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 18.07.2019 | 14:41

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Vielen herzlichen Dank an Frau Brigitte Draudt!"
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 18.07.2019 5/5,0
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