Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Erwerbsschaden Anwaltskosten Gerichtskosten Schmerzensgeld

| 06.01.2021 10:31 |
Preis: 50,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren

Vor 4 Jahren hatte ich einen unverschuldeten Verkehrsunfall.
Die erste Verhandlung hatte ich verloren, somit musste ich die Anwaltskosten meines Unfallgegners und die Gerichtskosten bezahlen, da die Klage über ein Jahr ging, musste ich über die Anwaltskosten hinaus, auch noch 5% Zinsen an den Anwalt der Versicherung zahlen.
Jetzt nach über 4 Jahren habe ich in zweiter Instanz die Verhandlung gewonnen und es geht jetzt um die Schadenshöhe.
Seit diesen Unfall bin ich schwerstbehindert und Berufsunfähig.
Erwerbsminderungsente steht mir nicht zu, da ich Selbstständig war.

Jetzt zu meiner eigentlichen Frage:
Meine gezahlten Anwalts und Gerichtskosten, muss mir jetzt der Verursacher (Versicherung) zurück bezahlen, plus Verdienstausfall, Schmerzensgeld, diverse Gutachter, Medikamente usw.

Stehen mir auf diese Zahlungen auch 5% Zinsen pro Jahr zu?

Mit freundlichen Grüssen

Ein Ratsuchender

06.01.2021 | 15:35

Antwort

von


(2398)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie müssen zwischen den Verfahrenskosten und den weiteren Ersatzansprüchen aus dem Unfall (Schmerzensgeld, Verdienstausfall, Gutachter, Medikamente etc.) strikt trennen.

Wenn Sie die zweite Instanz gewonnen haben, wird das Berufungsgericht auch eine Kostenentscheidung zu Ihren Gunsten im Urteil getroffen haben.

Das bedeutet, alle Verfahrenskosten und Prozessuaslagen müssen erstattet werden. Auch die von Ihnen gezahlten Kosten an die Gegenseite müssen zurückgezahlt werden.

Das geschieht aber nicht automatisch.

Dafür gibt es das sogenannte Kostenfestsetzungsverfahren und Sie müssen nun beim Gericht der ersten Instanz schnell die Kostenfestsetzung beantragen, also alle von Ihnen gezahlen Verfahrenskosten aufführen und geltend machen.

Sind sie anwaltlich vertreten gewesen, muss das Ihr Anwalt für Sie geltend machen.

Davon sind die Ersatzanspruche aus dem Unfall selbst zu unterscheiden:

Nach einem Verkehrsunfall stehen Ihnen als Geschädigten eine Vielzahl von Ansprüchen zu.

https://rabohledotcom.wordpress.com/2015/11/19/verkehrsunfall-was-steht-mir-zu/

Die dortge Aufzählung ist aber nicht abschließend, da im Einzelfall noch weitere Ansprüche bestehen können, wenn Sie nun nach dem Unfall schwerstbehindert und berufsunfähig sind. Auch mögliche Renteneinbußen sollten dann berücksichtigt werden.

Was Sie verlangen können, hängt aber auch von dem Urteil und dem Verfahren ab. Wenn über Ansprüche schon rechtskräftig entschieden worden ist, gilt das.

Ansonsten müssen Sie auch in Hinblick auf die mögliche Verjährung (die Regel sind drei Jahre, die aber vielleicht verlängert worden sind) zeitnah die Ansprüche geltend machen, wobei dann auch eine Verzinsung von fünf Prozentpunkte über Basiszinssatz möglich sind.

Alles Gute

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle


Rückfrage vom Fragesteller 06.01.2021 | 17:36

Sehr geehrte Frau True-Bohle,

vielen Dank für ihre Antwort.

Das Verfahren ist nach der Urteilsverkündung vom OLG ...., mit einer Empfehlung der Schadenshöhe, wieder zurück an das LG ..... verwiesen worden,
da die schwere meiner Verletzung, auch bezüglich meiner Erwerbsunfähigkeit, noch einige Gutachter gehört werden sollten. Über die Höhe meiner Ansprüche ist noch nicht rechtskräftig entschieden worden.

Leider geht aus ihrer Antwort auf mein Schreiben nicht hervor, ob mir diese 5% Zinsen auf meinem Erwerbsschaden, plus meine Auslagen, gesetzlich zustehen, oder das immer eine Entscheidung des zuständigen Gerichts ist?

Ich würde mich sehr freuen, wenn sie mir das kurz beantworten könnten.

Mit freundlichen Grüßen

Ein Ratsuchender

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 06.01.2021 | 17:50

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Verzinsung muss mit Ihren übrigen Ansprüchen beantragt werden.

Das Gericht prüft dann ob die Voraussetzungen dafür vorliegen, wovon in Ihrem Fall aber auszugehen ist, denn es handelt sich um Ersatzansprüche aus dem Unfall.

Der Zinsanspruch steht Ihnen demnach zu.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Bewertung des Fragestellers 06.01.2021 | 17:56

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Schnelle und ausführliche Beantwortung meiner Fragen. Auch meine zweite Anfrage wurde sehr schnell und verständlich Beantwortet.
Wirklich zu empfehlen, vielen Dank

"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 06.01.2021
5/5,0

Schnelle und ausführliche Beantwortung meiner Fragen. Auch meine zweite Anfrage wurde sehr schnell und verständlich Beantwortet.
Wirklich zu empfehlen, vielen Dank


ANTWORT VON

(2398)

Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Familienrecht, Kaufrecht, Strafrecht, Vertragsrecht, Sozialrecht