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Erwerbsminderungsrente/vorgezogene Altersrente

05.02.2020 13:59 |
Preis: ***,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von


Ich habe im Oktober 2018 einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt. Die Bearbeitung wurde durch die Rentenversicherung so verzögert, dass erst im Sommer 2019 eine Begutachtung vorgenommen wurde, in deren Ergebnis festgestellt wurde, dass meine Leistungsfähigkeit auf Dauer aufgehoben ist (unter 3 Stunden).

Auf Grund meines Gesundheitszustandes und der fehlenden Entscheidung bezüglich der Erwerbsminderungsrente habe ich mich entschlossen, die Rente mit Abschlägen zum frühestmöglichen Zeitpunkt ( Frühjahr 2019) zu beantragen und ich erhielt einen Rentenbescheid (vorläufig wegen ausstehender Entscheidung zur Erwerbsminderung) dafür im Sommer 2019.

Im Januar 2020 wurde mir rückwirkend zum Herbst 2018 die volle Erwerbsminderungsrente zugebilligt und der vorläufige Bescheid für Altersrente aufgehoben und neu erlassen.

Zusammengefasst: die Erwerbsminderungsrente wurde vor der Altersrente beantragt, aber später gewährt, Widersprüche wurden eingelegt.

Meine Fragen:
Ist es richtig, dass die Erwerbsminderungsrente nur bis zum Beginn der vorgezogenen Rente zu zahlen ist und damit die Altersrente auf Dauer mit 10,..% Abschlag gezahlt wird?

Wird die Erwerbsminderungsrente ebenfalls mit Abschlägen gezahlt?

Wie ist das "Verhältnis" der beiden Renten untereinander?
05.02.2020 | 15:49

Antwort

von


(285)
Alte Schmelze 16
65201 Wiesbaden
Tel: 0611-13753371
Web: http://deutschland-schulden.de
E-Mail:

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

grundsätzlich wird die Erwerbsminderungsrente aufgrund Ihres Antrages in eine Altersrente umgewandelt, dies führt dann entsprechend zu den von Ihnen festgestellten Abzügen. Es gibt daher grundsätzlich kein Nebeneinander der Renten, sondern die Umwandlung in die vorgezogene Altersrente. Bedauerlicherweise erfolgt auch keine Erhöhung der Altersrente wenn das reguläre Rentenintrittsalter erreicht ist.

Es ist nur festgelegt, dass die Altersrente nicht geringer sein darf als die bis zur Umwandlung gewährte Erwerbsminderungsrente. Dies ist aber sowieso in den meisten Fällen gegeben, da die Erwerbsminderungsrente meist geringer ausfällt. Berücksichtigt werden dabei auch die Abschläge aufgrund der vorzeitigen Umwandlung.

Sie können noch überprüfen ob die Zeiten vor der Erwerbsminderunsrente (ich nehme an Sie haben Krankengeld erhalten) korrekt erfasst sind, auch für diese sollte es Rentenpunkte geben:

Zitat:
§ 58 SGB VI Anrechnungszeiten
(1) Anrechnungszeiten sind Zeiten, in denen Versicherte
1. wegen Krankheit arbeitsunfähig gewesen sind oder Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder zur Teilhabe am Arbeitsleben erhalten haben


Eine Erhöhung der Rente bei Erreichen des Regelrenteneintrittsalters ist aber leider sonst nicht zu erwarten.

Ich hoffe damit Ihre Frage zumindest inhaltlich zufriedenstellend beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag,

Mit freundlichen Grüßen,
RA Fabian Fricke


Rückfrage vom Fragesteller 05.02.2020 | 16:31

Danke für Ihre Ausführungen.
Verstehe ich richtig, wenn zum Zeitpunkt des Beginns der vorgezogenen Altersrente, die zu diesem Zeitpunkt errechnete Erwerbsminderungsrente höher ist ( was bei mir- bis zur Erstellung eines neuen Altersrentenbescheides- der Fall war) müsste die Erwerbsminderungsrente gezahlt werden?
Und die Altersrente zur Regelaltersgrenze einsetzen und damit der Abzug entfallen??

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 05.02.2020 | 17:26

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

wenn die Erwerbsminderungsrente höher gewesen wäre als die Altersrente, dann muss die Altersrente so erhöht werden, dass Sie den gleichen Betrag erhalten.

Bei Eintritt des Regelrentenalters gibt es aber keine weitere Erhöhung (auch wenn jetzt die Regelaltersrente höher gewesen wäre), der Abschlag bleibt bestehen.

Wenn der Rentenbescheid noch nicht rechtkräftig ist (Widerspruchsfrist 1 Monat, aufgrund Ihrer Angaben wohl noch nicht abgelaufen) sollten Sie fristwahrend Widerspruch einlegen und versuchen das günstigstere Ergebnis zu erreichen. Allerdings handelt es sich bei dem jetzigen Bescheid nur um eine Neuberechnung, die Frist für die Gewährung der Altersrente ist eigentlich abgelaufen. Unter Umständen kann die Rente den ursprünglichen Bescheid aber als "rechtswidrig" im Sinne von § 44 SGB X einstufen und Sie können noch bis zur Altersrente nur die Erwerbsminderungsrente erhalten. Danach die Altersrente ohne Abschläge.

Mit freundlichen Grüßen,
RA Fabian Fricke

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