Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.336
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Erwerbsminderungsrente: Kann Rentenbescheid zurückgenommen werden?


04.11.2007 16:12 |
Preis: ***,00 € |

Sozialversicherungsrecht



Im Sept. 06 stellte ich einen Antrag auf Erwerbsminderung. Ich bin 53 J. habe Multiple Sklerose und bin 60% Schwerbehindert. Den Antrag stellte ich persönlich auf dem Rentenamt als es mir nach einem Schub gerade möglich war eine kurze Strecke zu gehen. Bei Antragstellung sagte ich, das ich wissen will ob ich schon Rente bekomme und falls ich sie bekomme aber trotzdem noch solange Arbeiten werde wie es irgendwie geht. Meine Beschwerden sind Gehfähigkeit noch ca. 200m, körperliche Arbeit noch ca. 10 Minuten, danach brauche ich eine längere Pause.

Seit September 2006 habe ich nun den Bescheid, bzw. Anspruch auf Volle Erwerbsminderung
Da ich den ganzen Tag 8 Std. am Computer sitze geht es noch einigermaßen.
Ich würde volle Erwerbsminderungsrente bekommen, da ich aber zuviel verdiene bekomme ich keinen Cent, im Gegenteil Zahle ich jeden Monat meinen vollen Rentenbeitrag.
Jetzt meine Frage kann mein Rentenbescheid zurückgenommen werden, bzw. schade ich meinem Rentenanspruch oder habe ich anschließend einen höheren Anspruch. Zurzeit schenke ich dem Staat durch nicht in Anspruch genommene Rente plus Beitrag ca. 1550€ monatlich.
Sehr geehrter Fragesteller,

anhand Ihrer Angaben beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Zunächst hoffe ich, Ihren Sachverhalt richtig verstanden zu haben. Ansonsten verweise ich bereits jetzt auf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ich gehe davon aus, dass Sie noch erwerbstätig sind, derzeit 8 Stunden täglich am PC arbeiten. Außerdem ist volle Erwerbsminderung bei Ihnen festgestellt.

Bei Erwerbsminderung vor dem 60. Lebensjahr wird eine Zurechnungszeit voll bis zum 60. Lebensjahr gewährt. Bei Erwerbsminderung vor dem 63. Lebensjahr wird die Rente um einen Rentenabschlag gekürzt. Er beträgt für jeden Monat des früheren Rentenbezugs 0,3%, max. 10,8%. Eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit erhalten Sie bis zur Vollendung Ihres 65. Lebensjahres. Erwerbsminderungsrenten werden nur noch als Zeitrenten (Befristung 3 Jahre) gewährt. Sie können wiederholt werden. Leistungen werden ab dem siebten Monat der Erwerbsminderung gezahlt.

Daher rate ich Ihnen, solange es Ihnen noch möglich ist, erwerbstätig zu sein. Zum einen erhöht sich Ihre Erwerbsminderungsrente und zum anderen Ihre Altersrente ab dem 65. Lebensjahr. Ihre Einbußen bei Inanspruchnahme der Erwerbsminderungsrente betragen maximal 10,8 %. Derzeit ist eine Verfassungsbeschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht anhängig, ob der Abschlag bei Erwerbsminderung vor dem 60. Lebensjahr zulässig ist. Das Bundessozialgericht verneinte dies. Deshalb rate ich Ihnen, im Fall einer zeitnahen Renteninanspruchnahme Widerspruch gegen den Rentenbescheid einzulegen. Das Verfahren wird dann bis zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts ausgesetzt.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit diesen ersten Einschätzungen weiterhelfen konnte und verweise bei Unklarheiten auf die kostenlose Nachfragefunktion. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Ich wünsche Ihnen für die Zukunft eine stabile Gesundheit.


Einstweilen verbleibe ich

mit besten Grüßen


Inga Dransfeld-Haase
Rechtsanwältin
E-Mail: dr-haase@dr-schwoebbermeyer.de



Ich bitte noch folgendes zu beachten:

Die Beratung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Es kann entsprechend den vorliegenden Bedingungen nur ein erster Überblick geboten werden, der eine abschließende, umfassende und verbindliche Anwaltsberatung nicht ersetzen kann. Der Umfang der Antwort steht weiterhin in Abhängigkeit zu Ihrem eingesetzten Honorar.
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60143 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle und hilfreiche Antworten. Kompetent und freundlich. So wünscht man es sich als Mandant. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr hilfreiche Informationen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle und ausführliche, sehr gute Antwort. ...
FRAGESTELLER