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Erwerb von Marihuana - 30gr - Bayern - Strafmaß ?


07.11.2008 23:05 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von



Hallo zusammen!
Benötige bitte einige Informationen, was mich zum einen erwarten wird ( Strafrechtlich ) und zum Anderen, wie ich mich bei der Befragung und evt. vor dem Richter am Besten verhalten soll.

Ich bin diesen Sommer nach einem Handel ( vermutlich im Rahmen einer Obersation des Händlers ) mit Marihuana am Bahnhof erwischt worden. Das war nahezu Überfallmäßig von den Kriminalbeamten. Die haben mich an die Wand gestellt, und sofort die Menge von 30gr Marihuana bei mir gefunden. Das ganze war i.d. Nähe von München.

Eine Aussage habe ich nicht gemacht. Das Geschäft ist mir von einem Freund Vermittelt worden. Den eigl. Händler kenn ich mit namentlich nicht. - Deswegen konnte ich den genaugenommen auch nicht "Verpfeifen". Der mir das Geschäft vermittelt hat, will ich auf keinen Fall Verraten. Deswegen habe ich keine Aussage gemacht.

Jetzt werde ich wiederholt vorgeladen zur Befragung.

Für das bessere Verständniss, hier ein paar Eckdaten meiner Vita:

Bin 35-37 Jahre alt.
Vorbestraft 2003 (Urteilsverkündung) zum 120 Tagessätzen. Allerdings in einer ganz anderen Angelegenheit.
Ansonsten nicht wieder Auffällig geworden.
Rauche Marihuana seit 20 Jahren, mehr oder weniger regelmäßig.
Habe zwar einen Führerschein, aber kein Auto und fahre eigl. nicht.
Bin in einem Angestellten Verhältnis.

Meine Frage an die Anwaltschaft:

1) Mit was für einer Strafe werde ich wahrscheinlich rechnen müssen?
2 ) Werde ich zu einer Haarprobe verpflichtet werden können?
3 ) Muss ich psychologische Gespräche machen lassen und evt. dafür die Kosten übernehmen?
4) Welche Argumente bzw.Schilderung des Sachverhaltes soll ich in der zweiten Anhörung verlauten lassen ?
5) Der Eintrag im Führungszeugnis von 2003 müsste eigl. nach den 3-5 Jahren erloschen sein. Wird das und mein anderes Vergehen wieder aktuell dort reingeschrieben?
6) Gibt es noch etwas, was ich Beachten sollte?

Für Ihre Hilfe bin ich Ihnen vor ab schon einmal sehr Dankbar!
Verbindliche Grüße
unglücksvogel

P.S
Soweit ich gehört habe, hat die Kripo den ganzen "Händlerring" vor Ort noch am selben Abend hochgenommen. - Ich war ein Käufer! - kein Verkäufer!






08.11.2008 | 01:28

Antwort

von


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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

hiermit nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen unter Berücksichtigung des dargestellten Sachverhaltes wie folgt Stellung:

Zu 1) Ohne Einsicht in die Ermittlungskaten lässt sich das Strafmaß schlecht einschätzen. Gemäß § 29 Abs. 1 BtMG wird der Handel mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Zu 2) Oftmals wird von der Kreisverwaltungsbehörde routinemäßig eine Haaranalyse oder Urinprobe verlangt, da generell auf eine Ungeeignetheit zum Führen von Kraftfahrzeugen im Verkehr geschlossen wird. Kommt man dieser Aufforderung nicht nach, wird der Führerschein eingezogen. Hiergegen kann und sollte man sich gerichtlich wehren. Denn die bayerische höchstrichterliche Rechtsprechung geht davon aus, dass bei Cannabiskonsum nicht zwingend auf die Ungeeignetheit des Führens eines Fahrzeuges geschlossen werden kann.

Zu 3) Die Kosten für ein Verfahren, indem Sie verurteilt wurden, sind grundsätzlich von Ihnen zu tragen. Anhaltspunkte, die darauf schließen lassen, dass Sie sich einem psychologischen Gutachten unterziehen müssen, kann ich nicht erkennen.

Zu 4 und 6) Für die weitere Vorgehensweise rate ich dringend anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen und bis dahin keine Aussage zu machen. Bevor sie eine Aussage bei der Polizei machen sollte Einsicht in die Ermittlungsakten genommen werden. Dies kann nur durch einen Rechtsanwalt geschehen. Sollten Sie diesbezüglich Hilfe benötigen, können Sie sich gerne an mich wenden.

zu 5) Nach § 46 Ab. 1 Ziffer 2 a BZRG beträgt die Tilgungsfrist bei Geldstrafen von nicht mehr als drei Monaten zehn Jahre. Die aktuelle Straftat ist voraussichtlich eintragungsfähig.

Abschließend möchte ich Sie noch auf Folgendes hinweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe dennoch Ihnen einen ersten Einblick in die Rechtslage verschafft haben zu können und verbleibe
mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin



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